Kultur, Politik

Das neue EU Bio-Logo

Da rufe ich hier extra zum fleißigen Wählen auf, damit ihr mal direkte Demokratie erleben könnt und dann sowas, meine Meinung gewinnt nicht in der Abstimmung! Scheiß Demokratie – ich wusste doch, dass das nicht funktioniert :)

Aber ihr habt es ja nicht anders gewollt, hier ist es also das neue EU-Bio-Logo:

EU Bio Logo

Entworfen wurde das Logo von dem deutschen Studenten Dusan Milenkovic, Aber so richtig überzeugt bin ich davon immer noch nicht. Mir gefällt das Logo mit der Kuh besser.

Übrigens haben “nur” etwa 130.000 Menschen abgestimmt, bei einer Bevölkerung von einer halben Milliarde Menschen in der EU eigentlich gar nicht mal so gut – aber so funktioniert Demokratie halt.

Leben

Sonntagslese (#51)

+++ Spiel nicht mit deinem Essen! Doch mach mal, vielleicht kommt ja dabei so was tolles raus+++ Paul McCartney war schon immer ein Mann der klaren Worte +++ Wer noch nicht genug vom Schnee hat, kann sich hier seine ganz persönliche Schneeflocke designen und sie schneien lassen +++ Besser spät als nie: Warum ein Japaner 54 Jahr für einen Marathon brauchte +++ Ach waren das noch Zeiten als Star Wars noch cool war: Schöne Bilder aus der Zeit +++ Was wäre, wenn Hip-Hop von weißen Hinterwäldlern Erfunden worden wäre? Dann würden Hip-Hop-Videos wohl so aussehen +++ Was genau zeichnet eigentlich die Twilight-Saga aus? Hier ist die Antwort +++ Noch gesünder kann ein Kalender glaube ich nicht sein – geniale Werbung +++ Buffalo buffalo Buffalo buffalo buffalo buffalo Buffalo buffalo. Das ist ein grammatikalisch korrekter Satz -wirklich! +++

Politik

Der Witz der Woche: Ilse gegen Google

Ein Regierungsmitglied, namentlich Verbraucherschutzministerin Aigner, sieht durch Street View die Privatssphäre verletzt. Obwohl Googles Abfotografieren von Straßenzügen wohl durch die Panoramafreiheit geschützt sein dürfte, möchte sie, dass Google vorher alle Bürger fragt, ob ihre Häuser bzw. sie selbst fotografiert werden.

Werden denn jetzt auch alle Bankkunden, die auf der Steuer-CD stehen gefragt, ob man ihr Daten mit den Finanzämtern abgleichen darf? Oder darf ich es ablehnen, dass mein Arbeitgeber persönliche Informationen an ELENA sendet? Darf ich wenigstens der Vorratsdatenspeicherung widersprechen? Wohl kaum, aber wenn Google eigentlich nur das macht, was andere in Deutschland schon längst praktizieren, dann stehen profilierungsgeile Politiker plötzlich hinter einem Mikrofon und vor einer Kamera. Dass sich die deutsche Politik und auch Frau Aigner bisher nicht unbedingt als große Verteidiger der Privatsphäre oder des Datenschutzes profilieren haben, lässt diese Google-Rüge fast schon absurd erscheinen.

Eine leichthin geforderte Abkehr von der Panoramafreiheit – und das ist es, was Aigner mit ihrem Geschwafel ja andeutet – dürfte sicherlich nicht im Interesse von Journalisten, Fotografen und dem gemeinen Touristen sein. Wie immer habe ich einfach nur das Gefühl, dass hier mal wieder jemand sein erschreckendes Unwissen populistisch nutzen möchte, um von wichtigen Themen abzulenken. Wie wäre es denn wenn sich unsere oberste Verbraucherschützerin mal den Krankenkassen, Energieerzeugern oder vielleicht den Mineralölfirmen zuwenden würde? Also den Themen, die den Verbraucher mal wirklich interessieren würden? Dieses völlig primitive Google-Bashing wird langsam lächerlich.

Kultur

Liedgut zum Wochenende (#30)

It’s always better on holiday…

Kultur, Netz

Viel zu tun…

Semesterende inklusive Klausuren, Masterarbeit oder der ganz normale Arbeitswahnsinn, das lässt uns von Et jeht so gerade etwas in den Seilen hängen. So viel Zeit wie die Jungs hier, haben wir tatsächlich nicht ;)

Kultur

GEZ goes Öko

Ja gibt’s denn so was, seit Neustem macht die GEZ auf Kuschelkurs und spendiert sich neben neuer Diskussionsplattform auch ein neues Logo. Das sieht zwar eher aus wie ein Öko-Apfelbauer-Logo, aber es ist halt grün – wie die Hoffnung.

Von der müssen sie auch angetrieben worden sein, denn anders ist die neue Webseite gez-meine-meinung.de nicht zu erklären. Da heißt es:

“Die GEZ und das Rundfunkgebührensystem liefern einigen Diskussionsstoff. Dessen sind wir uns bewusst und diesem Dialog möchten wir uns stellen.”

Da bewegen sich die Gebühreneinzieher allerdings auf ganz dünnem Eis, wenn ihr mich fragt. Vor allem, wenn von einem Dialog noch überhaupt nichts zu sehen ist. Auf der Webseite gibt es zwar “Mitarbeiter-Blogs“, ein Forum und ein – huch wie altbacken – Chat, aber so viele GEZler scheinen da nicht unterwegs zu sein. Die User/Kunden/Bürger bleiben hier derzeit noch unter sich.

So lange werden sie aber dort nicht bleiben, das kann ich schon voraussagen. Denn das Forum hat, wie es sich bei einer Behörde gehört, nämlich Öffnungszeiten (!!). Montag bis Freitag 8 bis 22 Uhr darf hier geschrieben werden. Alles, was gegen die Regeln verstößt, wird aber auch gleich wieder gelöscht.

Abgesehen von dieser etwas seltsamen Gängelung ist das Forum auch noch sehr unübersichtlich, es gibt nur ein einziges Unter-Forum, wo sich derzeit unendlich viele sinnlose und sinnvolle Beiträge verstecken. So ganz durchdacht scheint das nicht zu sein.

Was es überhaupt bringen soll, noch ein GEZ-(Stänker)-Forum aufzumachen – und das auch noch gebührenfinanziert – kann ich auch nicht nachvollziehen. Dass die Rundfunkgebühren in ihrer jetzigen Form keine große Unterstützung in der Bevölkerung erfährt, sollte inzwischen ja auch bei der GEZ angekommen sein, da hilft auch die angebotene Dialogbereitschaft nichts – vor allem, wenn von Dialog bisher weit und breit nichts zu sehen ist.

Alles in allem war die GEZ hier wohl eher sehr schlecht beraten. Wer hat denen nur diesen Web2.0-Quatsch aufgeschwatzt? Jeder der sich halbwegs im Internet auskennt weiß, dass bei solch einem schlechten Image, wie die GEZ es hat, ist es virtueller Selbstmord solch einen Vorstoß zu wagen.

Jedenfalls, wenn es so schlecht umgesetzt wird und tatsächlich überhaupt keine Interaktion zwischen Behörde und Nutzer stattfindet. Hier müssten jetzt schon ausgemachte Web2.0-Profis arbeiten und in Blog- und Forenbeiträgen mit den Leuten in Konakt treten und sinnvolle Diskussionen anregen. Denn ohne Frage könnte man das Image der GEZ aufbessern, wenn sie mal ganz klar sagen würde, dass nicht sie die Gebühren machen, sondern “nur” einziehen.

So wie es jetzt läuft, werden sich die nächsten Tage wohl nur noch die Trolle austoben, aber auch die werden irgendwann mal die Lust verlieren. Was dann da noch groß passieren soll, das müssen mir die PR-Berater der GEZ mal erklären. Fairerweise sei aber noch angemerkt, dass das Portal gerade erst gestartet ist. Vielleicht sollte man noch den ersten “Experten-Chat” am 22.02. mit dem GEZ-Marketing-Chef Adalbert von Cramm abwarten, bevor man den Abgesang der Plattform anstimmt.

In der bisherigen Form schadet sie der GEZ allerdings mehr, als sie nutzt.

Kultur, Politik

Auge um Auge…

Was wurde nicht schon alles geschrieben über den Ankauf von illegal beschafften “Steuer-CDs”. Die einen sehen keine Probleme darin illegal beschaffte Daten zu kaufen, die anderen sind entsetzt und sehen hier den Rechtsstaat am Boden.

Leicht ist es nicht, sich eine klare Meinung zu bilden. Der Bauch sagt (in dem Falle sagt das auch – wie passend – Siegmar Gabriel): “Wir können Gauner nicht laufen lassen, nur weil sie von Ganoven entlarvt werden”, der Kopf allerdings, der hat ein Problem damit. Schließlich leben wir offiziell “noch” in einem Rechtsstaat, der auf Gesetzen aufgebaut ist – und zwar solchen, die nicht nur uns Regeln und Pflichten auferlegen, sondern vor allem auch dem Staat Grenzen stecken soll.

Dabei kann nicht die Ausrede gelten, man würde solchen Datenankauf ständig auch beim BND tätigen, denn, was die treiben, ist häufig auch nicht sonderlich rechtsstaatlich. Solche illegalen Aktionen durch andere illegale Aktionen zu legitimieren, ist reichlich zynisch.

Auch das Argument, dass man für “nur” 2,5 Millionen Euro über 100 Millionen Euro Steuereinnahmen bekommen könnte, hat einen faden Beigeschmack – erweckt es doch den Anschein, dass, wenn es nur um genug Geld geht, auch in einem Rechtsstaat alles möglich ist.

Als Zyniker muss man allerdings einwenden, dass die Regierung sich ja bisher nicht sonderlich damit hervortut einen anderen Eindruck zu erwecken: Wer Geld genug hat, um irgendeiner Lobby anzugehören, für den läuft es ja unter der Tigerenten-Regierung derzeit sehr gut. Zu “Die eine Hand wäschst die andere” kommt jetzt also noch das alttestamentarische “Auge um Auge, Zahn um Zahn” – wie passend bei einer christlich-liberalen Regierung. Wer den Staat bescheißt, der bekommt aufs Maul – scheiß auf die Verfassung, hier geht’s ums Geld.

Dass hier ohne Zweifel geltendes Recht gebrochen wird, das scheint in Anbetracht der lockenden Steuermillionen unerheblich, schließlich wurde Schweizer Recht gebrochen, kein Deutsches. Dass diese sehr lasche Einstellung zum Datenschutz eigentlich Bestürzung auslösen sollte, besonders vor dem Hintergrund der immer größeren Datensammelwut der Behörden, steht eigentlich außer Frage, findet aber kein großes Echo bei den Betroffenen. Schließlich gehts hier ja gegen die bösen Bonzen mit ihren vielen Geld.

Dabei ist die Botschaft der Regierung jetzt klar zu vernehmen: Ist der Anreiz für uns groß genug, nehmen wir alle Daten, die wir bekommen können und werden sie auch nutzen, um euch eins auszuwischen. Wer sich in diesem Staat jetzt noch über Google oder soziale Netzwerke aufregt, macht sich einfach nur lächerlich. Was nutzen Datenschutzbestimmungen, wenn der Staat sich sowieso alles nimmt, egal woher die Daten kommen.

Da erscheinen doch all die lustigen Datenbanken, sei es ELENA oder digital Krankenakten in einem ganz neuen Licht – brave new world…

Netz

Sie sollten den Akku austauschen…

Gerade noch fleißig an meiner Masterarbeit geschrieben und im nächsten Moment geht der Bildschirm aus – Windows versetzt sich in den Schlafmodus. Was geht denn hier ab?

Neu hochgefahren meckert Windows: “Sie sollten den Akku austauschen”, gleichzeitig blinkt die Batterie-Anzeige meines Dell Precision 4-mal Orange und ein Mal grün, was wohl heißen soll, dass mein Akku gerade dabei ist zu sterben. Argh! Dabei ist der Laptop noch nicht mal zwei Jahre alt.

Ich hatte mich schon damit abgefunden 150 Euro für einen neuen Akku auf den Tisch zu legen, als ich auf diese Meldung hier stieß. Scheinbar hat Windows 7 ein kleines Problem damit die korrekten Batteriedaten auszulesen und viel schlimmer noch, es behauptet Rotzfrech, der Akku sei defekt.

Windows ist dabei so penetrant, dass selbst mein Akku zu glauben scheint, er sei kaputt – die Ladestand-Anzeige auf der Batterie zeigt mir nämlich auch nichts mehr an. Aber da Windows das Problem zu sein scheint und nicht die Hardware, ist mein Interesse geweckt. Nach kurzer Recherche wurde ich auch fündig. Dieser Workaround sollte die Rettung bringen – seitdem funktioniert mein Rechner jedenfalls wieder ohne Probleme, auch die Akkuanzeige funktioniert ohne Probleme.

Kurze Version: Ihr “entladet” den Akku komplett, das nullt quasi die fehlerhafte Akkustandsanzeige in Windows wieder und lässt die Fehlermeldung verschwinden.

Die ausführliche Version:

  1. Ihr trennt den voll aufgeladenen Laptop vom Netz und lasst ihn entladen, das sollte übrigens ziemlich schnell gehen.
  2. Kurz vor der vollständigen Entladung des Akkus, schaltet Windows in den Schlafmodus. Seid hart und schaltet den Laptop wieder ein, bis er sich wirklich komplett ausschaltet.
  3. Versucht den Laptop wieder einzuschalten, sollte er tatsächlich noch angehen versucht ins Bios zu gehen und lasst ihn dort, bis er wirklich aus- und auch nicht wieder angeht.
  4. Nehmt den Akku aus dem Gerät und schaltet den Laptop ein. Das geht natürlich nicht, aber soll den letzten Rest Saft aus eurem Rechner pressen.
  5. Steckt den Akku wieder in den Laptop und verbindet es mit dem Ladegerät und lasst ihn ein paar Minuten aufladen.
  6. Jetzt startet den Laptop: Die Windows Fehlermeldung sollte verschwunden sein und der Akku normal funktionieren.

Der Workaround hat dem Akku meines Precision M6300 auf jeden Fall wieder auf die Beine geholfen, ob das bei allen Laptops funktioniert, kann ich nicht versprechen – aber trotzdem wollte ich euch diesen Lösungsansatz nicht vorenthalten. Wer also dasselbe Problem hat, kann‘s ja mal mit dieser Variante hier versuchen.

Leben, Netz, Welt

Sonntagslese (#50)

+++ Zum heutigen Sonntag auch mal etwas theologisches+++ Wie man sich richtig unbeliebt machen kann auf Facebook bei: How to Suck at Facebook +++ Hier kann sogar Haustroll Celle noch was lernen. Ein kleiner Leitfaden zum Argumentieren im Internet. +++ Was uns Obama bei seiner Rede zur Lage der Nation eigentlich sagen wollte+++ Was es nicht alles gibt: Beim Feldhamsterverleih kann man sich geschütze Tiere ausleihen, um geplante Bauvorhaben zu verhindern. Und laut der Referenzen scheint es sogar zu funktionieren. (Erfolgsqoute: 92,3%) +++ Straßen, die man nur befahren sollte, wenn man wirklich Eier in der Hose hat. +++ Da müssen echt zwei Hummer kommen und mir erklären, wie unlogisch Star Wars eigentlich ist! +++ Eine ziemlich coole Uhr, wenn ihr mich fragt (Firefox- und Chrome-Kompatibel) +++ Dass Tim Burton ein ziemlich schräger Vogel ist, sollte bekannt sein, dass er das auch in wunderbaren Illustrationen ausdrückt, kann man sich auf dieser tollen Seite ansehen +++ Manche Leute haben zu viel Zeit: Ziemlich seltsame Raum-Zeit-Diagramme zu Filmen +++

Kultur

Liedgut zum Wochenende (#29)

61 Seiten