Leben

Gedanken in Wort und Bild (#17)

Kultur, Netz

Welche Top100 Filme haben wir gesehen?

Nachbar Moritz vom Sockenblog hat ein Filmstöckchen durch die Gegend geworfen und wie bei allen Schwanzvergleichen, können wir uns den natürlich nicht entgehen lassen. Diesmal wird gefragt, welche der 100 erfolgreichsten Filme man schon gesehen hat – also all die Mainstreamscheiße, die man als “echter Filmkenner” natürlich niemals gucken würde.

Anhand der kleinen Icons ( ) könnt ihr dabei sehen, wer was gesehen hat. Dabei sagt die Anzahl der Autoren bei einem Film natürlich nichts über dessen Qualität aus. Am Ende des Beitrag gibst dann auch eine kleines Autoren-Ranking. Ganze zwei Filme wurden übrigens von keinem der sechs Autoren gesehen.

weiterlesen…

Netz

Facebook – Die Zukunft der Werbung?

In Facebook Werbung zu schalten ist unglaublich einfach. Mit wenigen Klicks lassen sich günstige Anzeigen oder teuere Kampagnen generieren. Werbetext eingegeben, Bild hochgeladen, Zielgruppe ausgewählt und ab geht die Post – was man bei solch einfachen Systemen vergisst, ist die Qualität.

Deswegen hat Facebook umfangreiche Richtlinien aufgestellt, die verhindern sollen, dass allzu marktschreierische Werbung neben den Nutzerprofilen angezeigt wird. Und da Richtlinien da sind, um gebrochen zu werden, wird die Anzeige erst gestartet, wenn Facebook sie überprüft und freigegeben hat.

Jetzt frage ich mich allerdings, wie trotz einer Qualitätskontrolle so eine kryptische Bauernfängerwerbung freigegeben werden konnte?

Übersetzungsprobleme sollten nicht schuld daran sein, schließlich ist Facebook gerade auch deshalb seit Neustem in Deutschland vertreten. In Anbetracht der Tatsache, dass ziemlich viele Vollpfosten in Facebook unterwegs sind, sind solche Werbeanzeigen höchst bedenklich. Diesen Medieninkompetenten fallen wahrscheinlich nicht mal die Rechtschreibfehler auf. Hier muss Facebook unbedingt nachbessern, in Deutschland ist schließlich nie der dumme Nutzer schuld, sondern immer der Anbieter …

Kultur

Pen&Paper ohne Pen&Paper…

Endlich mal eine sinnvolle Anwendung für Tablets, genauer der Surface-Table von Microsoft: SurfaceScapes – ein Tool, das Pen&Paper-Rollenspieler interaktiv unterstützt.

Als alter Pen&Paper-Rollenspieler muss einem da doch das Herz aufgehen. Ich sehe uns schon im Keller um diesen teuren Tisch sitzen und zocken :) Allerdings muss das alles noch etwas flüssiger laufen, aber ist ja bisher nur ein Proof of Concept. Im zweiten Video erklären die Entwickler anhand einer kurzen Session ihre bisherigen Fortschritte und Optimierungen.

Leben, Netz

Sonntagslese (#52)

+++ Diesmal keine Tilt&Shift-Fotografie, sondern genau das Gegenteil: Miniaturaufnahmen, die aussehen wie Landschaftsfotos +++ Genauso spannend: Das Making-of zu diesen Fotos +++ Apple ist ja für schlechtes Design bekannt, es wird also Zeit für: Pimp your MacBook +++ Ist es ein Raumschiff? Ist es ein Düsenjet? Nein es ist ein Star Wars Auto!! +++ Wer sich immer schon gewundert hat, warum die Hosen von den Jugendlichen heute so tief hängen: Hier ist die Antwort +++ Hier kannst du dir erzählen lassen, was in deinem Geburtsjahr alles passiert ist. +++ Beim Smashing Magazine gibt es einen Comic zur Geschichte des Internet Explorer. +++ Dass man im Internet vorsichtig mit seinen Daten umgehen soll, sollte inzwischen allgemein bekannt sein. Doch anscheinend reicht es sogar schon, seinen Namen und sein Geburtsdatum zu veröffentlichen, um ein Opfer von Identitätsdiebstahl zu werden. +++ Früher war sowas noch schweineteuer, heute gibt es Raum- und Hausplaner komplett kostenlos, auf jeden Fall hilfreich beim Umgestalten der Wohnung +++ Ich hab keine Ahnung was das alles soll, aber die Fotos hier sind ziemlich genial: Make Something Cool Every Day +++

Kultur, Leben, Netz

Facebook und die Medien(in)kompetenz

“Herr lass Hirn regnen” möchte man manchmal schreien, wenn man sich die mangelnde Medienkompetenz der Internetnutzer so ansieht. Wer, so fragt man sich, wer fällt denn bitte noch auf bescheuerte Phising-Mails rein und gibt damit PIN und TANs seiner Bank preis? Es sind wohl genau die Menschen, die statt einer Internetadresse einzugeben lieber die Seite per Google suchen. Davon gibt es ziemlich viele, selbst ich kenne einige davon.

Also suchen sie “Amazon” lieber bei Google, statt direkt amazon.de einzugeben – ist ja auch schwer sich die Topleveldomain zu merken. Das so eine Such-Navigation  durchaus zu skurrilen Szenen führen kann wurde bei einem Artikel bei ReadWriteWeb deutlich. Im Text mit dem Titel Facebook Wants to Be Your One True Login ging es eigentlich um Facebook Connect, einem Dienst, der es ermöglicht, dass man sich bei Webseiten mit seinem Facebook-Account einloggen kann.

Dank der unzähligen Keywords im Text wurde der Artikel kurze Zeit später bei Google unter dem Suchbegriff “facebook login” als Topsuchergebnis gelistet und all die Menschen, deren Medienkompetenz in etwa mit der einer mongolischen Wüstenrennmaus vergleichbar ist, hielten die Webseite tatsächlich für Facebook – und das obwohl die Webseite nicht mal ansatzweise Ähnlichkeit mit Facebook! Es reichte wohl, dass ein Facebook-Logo den Text illustrierte, um die Kühe aufs Glatteis zu führen.

Zusätzlich unterstützt ReadWriteWeb besagtes Facebook Connect, was bedeutet, dass man sich mit seinem Facebook-Login einloggen und unter seinen Namen Kommentare veröffentlichen kann. Genau das taten die Internetauthisten nun und wunderten sich, dass sie weder ihr Profil noch ihren Newsstream zu sehen bekamen. Unfähig spätestens jetzt zu erkennen, dass sie nicht auf Facebook gelandet waren, spammten sie die Kommentarspalte mit teils unflätigen Bemerkungen zu. Schließlich hatten sie bei Google “facebook login” gesucht und konnten sich jetzt hier gar nicht einloggen, was sollte das?!

Statt zu merken, dass sie wohl auf einer völlig anderen Webseite gelandet waren – schließlich war sie rot, statt blau und hieß auch komplett anders -gingen viele einfach davon aus, dass Facebook mal wieder das Design geändert hatte:

Aber ganz so blöd sind die User ja nicht, einer ist immer ein Schlaumeier: Laraine schlug vor statt Google einfach Bing als Suchmaschine zu benutzen, dann wäre alles beim Alten. Bevor nun alles aus dem Ruder laufen sollte, entschloss sich das ReadWriteWeb dazu eine sehr deutliche Mitteilung mitten in den Artikel zu setzen, damit auch der letzte Redneck kapierte, dass diese Seite nicht Facebook sei, sondern ein Blog.

Dear visitors from Google. This site is not Facebook. This is a website called ReadWriteWeb that reports on news about Facebook and other Internet services. You can however click here and become a Fan of ReadWriteWeb on Facebook, to receive our updates and learn more about the Internet. To access Facebook right now, click here. For future reference, type “facebook.com” into your browser address bar or enter “facebook” into Google and click on the first result. We recommend that you then save Facebook as a bookmark in your browser.

Jetzt frage ich mich – quasi als Moral von der Geschichte – warum sich die ganzen Phishing-Experten überhaupt die Mühe machen Seiten von Postbank und Sparkasse täuschend echt nachzubauen, wenn diese Internet-Inkompetenten es nicht mal merken, wenn sie auf einer völlig anderen Webseite sind und sich dann auch noch beschweren, dass nichts klappt?!

Es ist unglaublich, wie wenig die Menschen das Internet tatsächlich verstehen und wie viel sie darin über sich preisgeben – so langsam kann ich die Datenschützer verstehen. Außerdem gelobe ich vom heutigen Tage an, nie wieder über Farm Ville zu spotten. Was sollen solche Menschen auch sonst begeistert spielen, ohne gleich an einer kognitiven Überlastung zu sterben?! Das Leben ist die beste Satire – einfach erschreckend.

Kultur

TV-Tipp: Metropolis

Selten kommt es vor, dass ein Film gnadenlos an der Kinokasse floppt, dabei fast noch ein ganzes Filmstudio in den Ruin treibt und trotzdem einen herausragenden Platz in der Filmgeschichte einnehmen kann. Fritz Langs Metropolis hat genau das geschafft und ist ohne Zweifel einer der einflussreichsten und bekanntesten Science-Fiction-Filme des letzten Jahrhunderts.

Dabei gab es von Metropolis lange Zeit nur noch verstümmelte Fassungen zu sehen, da der Verleih nach chronischer Erfolglosigkeit schon kurz nach der Uraufführung den kompletten Film kürzen und die Handlung umstellen ließ. Die Premierenfassung galt danach als verschollen. Erst 2008 tauchte völlig unverhofft eine Langfassung des Films in einem argentinischen Museum auf. Trotz der starken Beschädigung der Rollen konnte damit annähernd die Originalversion wiederhergestellt werden, ein Glück für alle Cineasten.

Heute um 20:40 Uhr zeigt Arte diese komplett restaurierte Originalfassung von Fritz Langs Meisterwerk – erstmals seit 1927 in einer Welt(wieder)uraufführung. Reinschalten lohnt sich.

[via]

Kultur, Politik

Das neue EU Bio-Logo

Da rufe ich hier extra zum fleißigen Wählen auf, damit ihr mal direkte Demokratie erleben könnt und dann sowas, meine Meinung gewinnt nicht in der Abstimmung! Scheiß Demokratie – ich wusste doch, dass das nicht funktioniert :)

Aber ihr habt es ja nicht anders gewollt, hier ist es also das neue EU-Bio-Logo:

EU Bio Logo

Entworfen wurde das Logo von dem deutschen Studenten Dusan Milenkovic, Aber so richtig überzeugt bin ich davon immer noch nicht. Mir gefällt das Logo mit der Kuh besser.

Übrigens haben “nur” etwa 130.000 Menschen abgestimmt, bei einer Bevölkerung von einer halben Milliarde Menschen in der EU eigentlich gar nicht mal so gut – aber so funktioniert Demokratie halt.

Leben

Sonntagslese (#51)

+++ Spiel nicht mit deinem Essen! Doch mach mal, vielleicht kommt ja dabei so was tolles raus+++ Paul McCartney war schon immer ein Mann der klaren Worte +++ Wer noch nicht genug vom Schnee hat, kann sich hier seine ganz persönliche Schneeflocke designen und sie schneien lassen +++ Besser spät als nie: Warum ein Japaner 54 Jahr für einen Marathon brauchte +++ Ach waren das noch Zeiten als Star Wars noch cool war: Schöne Bilder aus der Zeit +++ Was wäre, wenn Hip-Hop von weißen Hinterwäldlern Erfunden worden wäre? Dann würden Hip-Hop-Videos wohl so aussehen +++ Was genau zeichnet eigentlich die Twilight-Saga aus? Hier ist die Antwort +++ Noch gesünder kann ein Kalender glaube ich nicht sein – geniale Werbung +++ Buffalo buffalo Buffalo buffalo buffalo buffalo Buffalo buffalo. Das ist ein grammatikalisch korrekter Satz -wirklich! +++

Politik

Der Witz der Woche: Ilse gegen Google

Ein Regierungsmitglied, namentlich Verbraucherschutzministerin Aigner, sieht durch Street View die Privatssphäre verletzt. Obwohl Googles Abfotografieren von Straßenzügen wohl durch die Panoramafreiheit geschützt sein dürfte, möchte sie, dass Google vorher alle Bürger fragt, ob ihre Häuser bzw. sie selbst fotografiert werden.

Werden denn jetzt auch alle Bankkunden, die auf der Steuer-CD stehen gefragt, ob man ihr Daten mit den Finanzämtern abgleichen darf? Oder darf ich es ablehnen, dass mein Arbeitgeber persönliche Informationen an ELENA sendet? Darf ich wenigstens der Vorratsdatenspeicherung widersprechen? Wohl kaum, aber wenn Google eigentlich nur das macht, was andere in Deutschland schon längst praktizieren, dann stehen profilierungsgeile Politiker plötzlich hinter einem Mikrofon und vor einer Kamera. Dass sich die deutsche Politik und auch Frau Aigner bisher nicht unbedingt als große Verteidiger der Privatsphäre oder des Datenschutzes profilieren haben, lässt diese Google-Rüge fast schon absurd erscheinen.

Eine leichthin geforderte Abkehr von der Panoramafreiheit – und das ist es, was Aigner mit ihrem Geschwafel ja andeutet – dürfte sicherlich nicht im Interesse von Journalisten, Fotografen und dem gemeinen Touristen sein. Wie immer habe ich einfach nur das Gefühl, dass hier mal wieder jemand sein erschreckendes Unwissen populistisch nutzen möchte, um von wichtigen Themen abzulenken. Wie wäre es denn wenn sich unsere oberste Verbraucherschützerin mal den Krankenkassen, Energieerzeugern oder vielleicht den Mineralölfirmen zuwenden würde? Also den Themen, die den Verbraucher mal wirklich interessieren würden? Dieses völlig primitive Google-Bashing wird langsam lächerlich.

26 Seiten