Leben

Entschuldigung, keine Entschädigung

Dass die Telekom ein wahrer Wohltäter ist, wissen wir ja schon länger. Die Preise für Telefonie, Internet und Mobilfunk enthalten ja fast überhaupt keine Gewinnmarge mehr, so günstig sind die.

Aber das, was T-Mobile heute als Entschuldigung für den gestrigen Totalausfall des Netzes jetzt aus der Tasche zaubern übertrifft ja fast alle Erwartungen: Am nächsten Sonntag dürfen alle 39 Millionen Kunden kostenlos SMS in alle Inlandsnetze verschicken!

Wow! Man müsste jetzt nur übersehen, dass den Mobilfunkanbieter der SMS-Versand als Nebenprodukt des Mobilfunknetzes, so gut wie nichts kostet. Dieses Geschenk der Telekom ist damit also nicht wirklich so generös, wie es scheint. Verlust macht die Telekom mit dem SMS-Sonntag also nicht gerade. Aber gut, den hatten sie ja gestern schon, als ihnen Millionen von Gesprächsminuten und SMS wegfielen.

Ärgerlich ist allerdings auch, dass viele dieses “Geschenk” gar nicht brauchen, da sie beispielsweise eine SMS-Flat besitzen oder am Wochenende mit dem passenden Tarif lieber kostenlos telefonieren wollen. Bei den neuen Tarifen bekommt man quasi eins von beiden sowieso aufgedrückt.

Was den Geschäftskunden der Telekom sonntägliche SMS-Verschieberei bringen soll im Angesicht der Unannehmlichkeiten, die gerade Unternehmer und Dienstleister zu verzeichnen hatten, dass kann bei der Telekom sowieso keiner erklären.

Im schlimmsten Fall verschicke ich also –obwohl ich eigentlich gar nicht will – eine SMS kostenlos, die ich dank Tarif sowieso schon kostenlos verschicken dürfte und die dem Mobilfunkanbieter noch dazu so gut wie nichts kostet – Danke Telekom!

Eine kleine Leseempfehlung sei hier noch gestattet: Evgeny hat mal ausgerechnet, was die Mobilfunkanbieter so pro versendetem SMS-Megabyte verdienen. Heraus kamen erstaunlich geringe 1423 Euro – davon kann man ja kaum einen Manager bezahlen!

Also die Mobilfunkanbieter sind schon echte Wohltäter, nicht nur T-Mobile…

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13 Kommentare

  1. coco:

    Na wenn mir das nicht aus der Seele spricht!Wahrscheinlich werde ich trotzdem an alle Kontakte die ich habe eine schicken, einfach nur zum Spaß :-)

  2. BigK:

    Na dann werde ich ja auf die letzten Tage meines D1 ( für Buzze T-Mobile) Vertrages am Sonntag auch mal allen schreiben das sie mich bald nicht mehr erreichen unter dieser Nummer :D ,finde ich doch ein schönes Abschiedsgeschenk für mich von der Telekom :D . Und dann kann ich Peter auch die Fussballergebnisse vom MTV schicken (da wird er sich freuen).Würde mich auch nicht wunder wenn am Sonntag spontan das Netz der Telekom wieder zusammenbricht :D

  3. Felix:

    Übrigens wollte die Sendung “Ab sechs” vom Radiosender Fritz heute die Pressesprecherin von T-Mobile interview, die jedoch, trotz vereinbartem Termin nicht ans Telefon gegangen ist. Symptomatisch

    Tja, T-Mobile, Da kann mensch wirklich mal was “erleben, was verbindet”.

  4. Peter:

    hätte das nicht letzte Woche passieren können? und dann am Samstag fei versenden? Hätte jeder jeden in seinem Telefonbuch ne Simse schreiben können, dass alles zum Burgberg Bash kommen sollen ^^

    Und FreiSMS juckt mich auch nicht wirklich…schick ja nie welche telefonier ja lieber…hehe nur nicht mehr soviel mit Nicht-T-Mobile-Kunden :D

  5. Robert:

    …ich versteh die ganze aufregung nicht. mein gott dann war man halt mal ein paar stunden nicht erreichbar, vor einigen jahrzenten war das auch nicht anders. …demonstriert sehr schön die abhängigkeit von diesen kleinen dingern…

  6. celle:

    schließe mich robert an. wenn’s e-plus gewesen wäre hätte ichs nichtmal gemerkt.
    die situationen wo es so unglaublich schlimm gewesen sein soll (hab irgendwo im fernsehen was wegen feuerwehr undso gehört) sollten die betreffenden mal lieber nachdenken lassen was die alles von ihrem handy abhängig machen

  7. buzze:

    Najaaaaa, also jetzt so abwegig ist das nun alles überhaupt nicht. Es gibt schließlich viele Menschen die “arbeiten”, manche Menschen die “arbeiten”, brauchen ihre Handys um Geschäftskontakte zu Pflegen. Die verdienen Quasi Geld mit ihrem Telefon.

    Selbst ich brauch das Handy tatsächlich auch zum “arbeiten” und es ist tatsächlich ärgerlich, wenn man ein Stück Plastik in der Hand hat, das vorher noch eine Kommunikationszentrale gewesen war.

  8. Robert:

    ..stellt sich trotzdem die frage nach der abhänhigkeit. Was passiert eig. bei einem stromausfall, haben dann alle großen anbíeter ihr eigenes kleines kraftwerk der dann das gesamte gebäude versorgt? Muss mal so dumm fragen, denn ich ganz’s mir schwer vorstellen.

  9. buzze:

    Notstromaggregate würde ich tippen. Ist ja eiiiigentlich ein ausfallsicheres System, da es dezentral sein sollte. Die Kommunikation sollte schon sichergestellt sein, vor allem in Katastrophenzeiten.

  10. celle:

    edit:
    ach, auf die anbieter bezogen… ich denke… nein ich HOFFE mal die haben ihre knotenpunkte auch dahingehend mit notstrom abgesichert. alles andere wäre unheimlich doof.

  11. BigK:

    Generatoren haben sie alle das ist Richtig, das einzige Problem ist nur das der Diesel nicht ausgehen darf, da die Großen Generatoren alle mit Diesel betrieben werden aber bis der alle ist denke ich wird der Strom schon wieder da sein

  12. Peter:

    Größere Firmen haben sogar Kraftwerke :) Ansonsten wie BigK schon sagte

  13. celle:

    kraftwerk, so wie die elektrische band aus den 80ern? :D
    … entschuldigung :D

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