Eigentlich ist es ja nichts Neues, aber Wahlkampf ist und bleibt absolut inhaltsleer. Schön zu sehen ist das auch an den ganzen Supi-Hippen-Web2.0-Wahl-Tools, die überall ins Kraut schießen.
Wahlgetwitter wäre so ein lustiges Sinnlos-Tool. Aufgesetzt auf den derzeitigen Medienliebling Twitter, wird auf Wahlgetwitter gezählt, wie oft in Twitternachrichten Tags der Parteien enthalten. Das wäre aber zu einfach, also wird noch gezählt, ob die Parteien gut oder schlecht wegkommen. Wenn ich also die Grünen total dufte finde, dann twittere ich #grüne+, wenn ich die CDU total doof finde, dann schreibe ich #cdu- in meinen Tweet.
Insgesamt soll daraus dann ein Echtzeit-Stimmungsbild zu den Parteien entstehen – ohne Anspruch von Repräsentativität oder Validität versteht sich. Also ein lustiges sinnfreies Tool, dass überhaupt nichts bringt, außer dass es das Hype-Thema Twitter, mit dem Dauerbrenner Wahlen verbindet.
Und dummdödelig, wie das Internet manchmal ist, schreibt jetzt die halbe Twitterwelt in Deutschland irgendwelche dümmlichen Partei-Tags in ihre sinnentleerten Nachrichten und nervt damit noch mehr als sonst. Die User passen sich also den Parteien an. #wahlgetwitter-
Ich finde es eigentlich ganz lustig. Vor allem weil am Ende die Politiker ihre eigenen Parteien pushen. Und damit bringt die ganze Sache nix mehr.
13.05.2009 um 14:33 | antworten