Netz, Politik

Vergleichende Wahlwerbung

Zwar glaube ich nicht daran, dass die Piraten am nächsten Sonntag die 5%-Hürde überspringen, eins muss man den Piraten und Piratinnen lassen: Sie bringen frischen Wind in den Wahlkampf.

Bisher war der ja vor allem von biederer Gleichförmigkeit geprägt, auch wenn es immer mal Versuche gibt, sie zu durchbrechen. So versuchen die jungen Liberalen von der FDP in diesem Spot mit einem Augenzwinkern die Netzgemeinde zu erreichen.

Dass die FDP tatsächlich die einzige Partei ist, “die zentrale Freiheitseinschränkungen” zurücknehmen möchte, kann man so als glatte Lüge stehen lassen. Grüne, Die Linke und natürlich die Piraten gehen genau mit dem selben Thema hausieren. Außerdem glaube ich nicht, dass die FDP in einer schwarz-gelben Regierung irgendwas an diesen “zentralen Freiheitseinschränkungen” ändern wird.

Die Piratenpartei wollte den Spot dann auch nicht unkommentiert im Internet stehen lassen und hat einfach mal eine Antwort auf den Spot abgedreht, die einige Dinge gerade rücken soll.

Das nenne ich mal kreative Wahlwerbung und wunderbar entlarvend.

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9 Kommentare

  1. celle:

    Ich weiß schon, warum ich die Piraten mag :)
    Wunderbare Sache! Warum sowas nicht im Fernsehen rauf und runter läuft werd ich nie verstehen. sehr sympathisch!

    Der fdp-spot könnte ja fast sympathisch sein, wenn er nicht so hintenrum eitel und am ende doch hauptsächlich erstunken und erlogen wäre.

  2. Felix:

    Klasse Spot von den Piraten und klasse Spot von den JuLis. Genau so wie sie sich dort beschreiben habe ich die Lackaffen von den Julis auch kennengelernt! Schmierige Typen sind das!

  3. Robert:

    Genial….auch wenn es vllt. nicht hierein passt..aber auf StudiVZ+MeinVZ hat die Piratenpartei die weit aus meisten Anhänger: 75.500 | Grüne: 25.300 | FDP: 25.200 | CDU: 24.800 | SPD: 23.100 | DieLinke: 15.300

    Das Endergebnis wird aber sicherlich nicht so deutlich ausfallen.

  4. buzze:

    @Robert: Hätte mich auch gewundert, wenn die Piraten da nicht vorne liegen würden.

    Aber die Umfrage ist in etwa so, als würde man in Bayern fragen, was gewählt wird um dann verwundert festzustellen, dass es Mehrheitlich die CSU ist :) Das Internet ist nun mal der natürliche Lebensraum der Piraten.

  5. celle:

    “Das Internet ist nun mal der natürliche Lebensraum der Piraten.” Gut, dass sie nicht “Die Seeräuber” heißen, das würde nun echt für Verwirrung sorgen :-)

  6. Felix:

    @Robert: Naja, aber das Problem ist, dass die meisten bei StudiVZ noch nicht wählen können :-) Naja schön wäre es aber, wenn die Piraten in den Bundestag kommen würden. Das Problem, was ich bei den sehe ist jedoch, dass die Piraten in letzter Zeit ganz schön nach Rechts abdriften und sogar der Jungen Freiheit zum zweiten Mal ein Interview geben. Also sorry!

    Übrigens der Spot von den Piraten hat es bei Youtube auf die Liste der beliebtesten Videos geschafft und hat jetzt schon über 110.000 Aufrufe. Wenn die jetzt alle Piraten wählen würden… dann wären sie immer noch nicht bei 5%

  7. buzze:

    @celle: Wieder mal ein Klassiker aus deinem Munde :D
    @Felix: Ich denke schon, dass die meisten Leute bei StudiVZ wählen dürfen. Der Alterschnitt liegt da bei 26 Jahren soweit ich mich erinnere. Die kleinen treiben sich beim sehr erfolgreichen SchülerVZ rum.

    Bei den Piraten hast du recht, die müssen sich erstmal selbst finden, bevor die wirklich eine echte Wahlalternative sind.

    Trotzdem sind da ziemlich kreative und engagierte Leute am Werk, die den Wahlkampf bunter machen, sympathisch sind sie mir auf jeden Fall :)

  8. Felix:

    @buzze: Ja, symphastisch sind sie mir auch auf jeden Fall. Ich mag überhaupt so kleine Parteien, die sich gerade gegründet haben, weil da noch so viel Euphorie dabei ist. Außerdem erinnern sie mich so an die WASG.

    Aber krass, dass bei StudiVZ der Altersdurchschnitt bei 26 ist. Danke für die Info!

  9. no-more-pirates-currently:

    ich find die piraten ja auch frisch und neu und habe sie auch bei der europawahl unterstützt. seitdem ich von bodo thiesen gelesen habe und mir einiges nochmal zu jörg tauss durchgelesen habe, bleibt doch ein sehr fader beigeschmack und habe mich daher entschieden ihnen diesmal keine stimme zu geben.

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