Politik

Richtige Frage und keine Antwort

Da fragt man sich doch, warum eigentlich kein deutscher Journalist sich solche Fragen zu stellen traut.

Ist es Feigheit, Dummheit, Ignoranz oder Vergesslichkeit? Oder ist die “vierte” Gewalt der Demokratie inzwischen einfach so sehr mit der Politik verbandelt, dass man solche Fragen halt einfach nicht stellt?

So oder so ist es doch mal erfrischend, richtige Journalisten bei der Arbeit zu sehen, auch wenn es sowas in der Heimat nicht mehr zu geben scheint.

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17 Kommentare

  1. celle:

    haha, da wurde die merkel aber mal richtig hart getroffen. was für eine bedauerliche, armselige antwort. “weil ich ihm vertraue”… oh ja, darum geht es in der politik.
    ich stimme dem autor vollkommen zu :)
    schönes fundstück…

    wie sagt man im internet-slang? da wurde jemand aber so richtig schön gef*****. verzeiht mir die ausdrucksweise :-)

    /edit:
    aber um mal auf die frage einzugehen… zum einen ist die korru… äh verflechtung da vermutlich wirklich schon zu ausgeprägt, zum anderen, so denke ich, herrscht gerande in der wirtschaft und höheren politik immernoch so ein bisschen die stimmung wer zu scharf schießt oder meckert muss ein kommunist sein, und was wir von denen halten wissen wir ja alle [/ironie]

  2. buzze:

    Na man kennt’s ja aus der Lokalpolitik: Wer zu viel kritische Fragen stellt, den gewährt man dann halt keine “Insider”-Infos und exklusiv Interviews.

    Aber so gesehen, vielleicht hat ja der Schäuble noch Geld in diversen Schubfächern, kann er ja dann in den Bundeshaushalt einfließen lassen :P

  3. Felix:

    Da war ich wohl schneller :-) 27 Minuten!

  4. Tobias K.:

    @Felix: Ich wollts gestern schon bloggen, aber da wars eh schon auf Nerdcore. Da dacht ich mir, ich kanns auch lassen.

  5. noRm:

    Hier die Übersetzung des Artikels des niederländischen Journalisten.

  6. buzze:

    @Felix: Mir san doch hier nicht bei Twitter.
    @Tobias K.: Nicht jeder liest solche Nischenblogs, also nur weils woanders steht, heißt das ja nicht, dass man nicht drüber schreiben muss :P

  7. Tobias K.:

    @buzze: Ich bitte dich, jeder der nicht nerdcore liest ist selbst schuld. Ich mag den Walter zwar nicht, aber sein Blog ist off the hook.

  8. buzze:

    Also ich lese – bzw. lese äußerst selten – Nerdcore oder gar Spreeblick, eben weil ich Probleme mit den Autoren habe. Das ist ja mein gutes Recht, denn gerade bei Blogs kommts vor allem auf die Autoren an. Von daher kann es meinerseits nun mal zu Überschneidungen kommen – das bitte ich zu entschuldigen :P

    Und wie gesagt, nur weils da steht ist das kein Veröffentlichungsverbot. Hier gibt’s einige, wenn nicht sogar sehr viele, die nicht Nerdcore lesen.

  9. Tobias K.:

    @buzze: Das du immer so auf die Schaffenden konzentriert bist. Auf die Inhalte kommts doch an. :D

  10. buzze:

    Nicht im Web2.0, da gehts auch um Personen. Ich erfahre die Inhalte nun mal lieber über Personen, die ich mag.

    Ist eigentlich in der Presse genauso, ich kauf ja auch nicht die Bildzeitung, deren Inhalte stehen größtenteils auch in anderen Zeitungen, die ich lieber lese (außer die Geschichten über Außerirdische und Hitler).

    Aber was solls, wir haben halt unterschiedliche Blogphilosophien.

  11. Felix:

    @buzze: Ich gebe dir Recht. Ich persönlich bin auf das Video gestoßen, als ich nach Dirk Niebel und Entwicklungshilfe gesucht habe. Als ich es dann auf extra3 gesehen habe, dachte ich auch so: Mhm zu spät :-)

    @Tobias: Es ließt wirklich nicht jeder diese Nischenblogs.

  12. Tobias K.:

    @Felix: http://www.deutscheblogcharts.de/archiv/2009-42.html
    Auch wenn die deutschen Blogcharts nicht das beste Ranking seien sollte, glaube ich nicht, dass ein man ein Blog welches dort an dritter Stelle steht als Nischenblog bezeichnen kann. ;)

  13. celle:

    Ha, mal wieder so ein fall wo ich dem buzze zustimme: es kommt halt doch irgendwie auf die verpackung an. und grade im blogwesen macht die ja irgendwie alles aus. ich mag die beiden blogs auch nicht (lesen).

  14. Felix:

    @Tobias K.: Krass, hätte nicht gedacht, dass der Bildblog soweit abgeschlagen ist. Naja egal. Dann nenne es halt einer der wichtigstens 3.Blogs der Bundesrepublik.

    Übrigens habe ich heute bei Einführung in die PoWi gelernt, das Blogs keine wissenschaftliche Quelle ist, die man zitieren darf…also doch lieber ein Buch :-)

  15. buzze:

    @Felix: Na kommt ganz drauf an, wo, was und bei wen man Studiert :) Leider, leider sind die deutschen Sozial- und Politikwissenschaftler alles andere als fortschrittlich.

    Im wissenschaftlichen Elfenbeinturm zählt -zumindest in Deutschland- nur das gedruckte Wort, also Buch oder Fachzeitschrift, als Publikation.

    In Amerika ist man da schon seeeeehr viel weiter. Da veröffentlichen Wissenschaftler auch in ihren Blogs ihre Beiträge, die man dann natürlich auch gern zitieren darf.

    Bei uns Medienwissenschaftlern ist das inzwischen tatsächlich etwas entkrampfter, unter Umständen darf man sogar Wikipedia zitieren (natürlich nur mit Permalink)! Blogs hab ich glaube sogar in meiner BA-Arbeit als Quelle verwendet, aber da gings auch um Blogs…

    Aber ich schweife ab :)

    Zum Thema wollte ich noch sagen, dass die Bezeichnung Nischenblogs von mir nicht ganz ernsthaft gemeint war – obwohl Blogs in Deutschland eigentlich immer nur sehr kleine Zielgruppen haben.

    Worum gings hier eigentlich nochmal?

  16. Felix:

    @buzze: Ich finde es ja auch irgendwie komisch, wenn man so renommierte Medienwissenschaftler wie Niemeyer hat, die man zwar zitieren darf, wenn sie einen Artikel in einem Fachmagazin oder Zeitung veröffentlichen aber nicht, wenn sie in ihren Blog was schreiben. Das ist die Dialektik der Wissenschaft.

  17. celle:

    Appropos deine BA-Arbeit. Mach die mal zum öffentlichen Lesen frei. Reine Neugier.

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