Leute, Netz, Sport

WM Kurzpässe

Deutschland hasst Vuvuzelas, bzw. der Spiegel hasst sie, so viel ist klar. Dafür haben haben die Spieler aber jetzt Ausreden für ihr schlechtes Spier. Für den Franzosen Patrice Evra waren es beispielsweise die Vuvuzelas, die für das grottige 0:0 Frankreichs gegen Uruguay verursacht haben, nicht die ideenlosen Spieler. Wie man auch bei Lärm begeisternden Fußball spielen kann, konnte man ja gestern bei unseren Jungs sehen.

Doch nicht nur die Deutschen sind Vuvuzelas-Rassisten, sondern auch der Rest der Welt schwenkt mit ein. Eine Facebook-Gruppe gegen die Tröten hat inzwischen über 90.000 Mitglieder und sie wächst sehr schnell weiter. Inzwischen rücken auch FIFA-Vertreter von dem strikten Nein zum Verbot der Vuvuzelas in Stadien ab, was wohl daran liegen wird, dass große Geldgeber, wie die ARD und das ZDF, (wieder die Deutschen) Druck auf die FIFA ausüben. Dabei ist das Filtern der Tröten gar nicht so schwer, wie die Technik-Laien der öffentlich Rechtlichen immer sagen.

So zeigt der Surfpoet, wie man die Uwe Seelers relativ schnell mit dem Rechner herausfiltern kann. Eine simplere, aber nicht ganz so saubere Methode wäre die Anpassung des TV-Equalizers, wie hier beschrieben.

Viel Lärm um nichts also, genauso wie das “Skandälchen” um die ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein, die gestern von Kloses “inneren Reichsparteitag” gesprochen und damit im Netz große Wellen geschlagen hat. Aber so sind wir Deutschen halt, groß Aufregen, Lamentieren und Rumjammern – ein Rückfall in die Pre-Sommermärchen-2006-Zeit also.

Es wird Zeit uns Deutschen mal wieder richtig in den Arsch zu treten (oder schießen), damit wir mal wieder von unserem hohen Ross herunter kommen.

Kultur, Leute

Darwins Schatten: Frau verklagt Google

Neues aus God‘s own Country: Da verklagt eine Frau doch tatsächlich Google, weil deren Fußweg-Routenplaner sie auf eine stark befahrene Bundesstraße geschickt hatte und sie doch prompt angefahren wurde. Sie hatte sich strikt an die Route auf ihrem Blackberry verlassen und behauptet vorher nicht gewarnt worden zu sein, dass es gefährlich sein könnte den vorgeschlagenen Weg zu folgen. Google allerdings erklärt, die Routenplanung für Fußgänger sei derzeit im Betastadium und werde schon immer mit einer Warnmeldung versehen. Die gute Frau möchte trotzdem 100.000 Dollar von Google haben, wegen dem physischen, emotionalen und mentalen Schaden den sie genommen habe.

Während nun einige – auch in den USA – behaupten den mentalen Schaden habe sie schon vorher gehabt, sehen andere ganz gute Chancen für ihre Klage. Zumindest ein außergerichtlicher Vergleich sei durchaus möglich.

In den USA kommt es immer wieder zu solchen kuriosen Klagen und ab und zu wird ihnen sogar stattgegeben. Sehr bekannt ist der Fall Liebeck vs. McDonalds, bei der eine Rentnerin sich an einem zu heißen Kaffee des Schnellrestaurants verbrannt hatte und Schmerzensgeld zugesprochen bekam – seitdem sind die Kaffeebecher mit einem Hinweis versehen, dass das Getränk darin durchaus auch heiß sein und zu Verbrennungen führen kann.

Obwohl glücklicherweise nicht alle Klagen durchkommen, zeigt sich hier dennoch eine schizophrene Tendenz der amerikanischen Gesellschaft: Einerseits sind die Vereinigten Staaten “the land of the free”, wo das individuelle Recht auf Selbstverwirklichung vor allem anderen steht, andererseits scheinen viele Amerikaner nicht für ihr eigenes Tun verantwortlich sein zu wollen.

Bezeichnend dafür ist der Fall von Marcie Noriega. Die Polizistin hatte “aus Versehen” ihren Taser mit ihrer Dienstwaffe verwechselt und anstatt einem Verdächtigen nur mit einem Stromschlag ruhig zu stellen hatte sie ihn kurzerhand mit einem Schuss in die Brust getötet. Schuld war allerdings nicht die Polizistin, sondern der Hersteller des Tasers, da das Gerät einer Pistole einfach zu ähnlich sehe. Da könne ein gestandener Polizist durchaus mal durcheinander kommen. Die Behörde empfahl den Hinterbliebenen also einfach den Hersteller zu verklagen.

Und so ist es irgendwie nicht verwunderlich, dass viele Amerikaner zwar keine staatliche Krankenversicherung wollen, weil sie für sie Bevormundung bedeutet, aber auf jeder Mikrowelle stehen muss, dass man lieber nicht sein Kind oder seine Hunde darin trocknen sollte und ein Beipackzettel erklärt, das zu lautes Musikhören mit dem iPod Gehörschäden verursachen kann.

Das Prinzip “schuld sind immer die anderen” ist sehr stark verankert in der amerikanischen Gesellschaft, was nicht heißen soll, dass es hier in Deutschland groß anders wäre. Nur kann man nirgendwo sonst auf der Welt mit seiner eigenen Unfähigkeit und Dummheit so viel Geld verdienen wie in den USA. Anders läuft es ja bei der größten Ölpest in der Geschichte des Landes auch nicht, Schuld ist angeblich nur BP, obwohl die Regierung Bush, wie auch die Regierung Obama den Öl-Multis bei der Förderung freie Hand gelassen und mehrere Augen zugedrückt haben.

Frei nach Kennedy heißt es also: Frage nicht, ob du Fehler gemacht hast, sondern Frage, ob du es irgendjemanden in die Schuhe schieben kannst. Dass soll hier allerdings kein simples USA-Bashing sein, schließlich ist es das amerikanische Justizsystem, das solche Klagen ermöglicht und die geschäftstüchtigen US-Bürger nutzen das halt einfach mal rigoros aus.

Ein Gutes hat das ganze dann doch: Wir hochzivilisierten Europäer kommen so immer mal wieder in den Genuss snobistisch den Kopf zu schütteln, wenn eine dieser skurrilen Klagen von den gottesfürchtigen Rednecks zu uns rüber schwappt.

Kultur, Leute

Where’s Rob?

Ein ziemlich interessantes Experiment von Improv Everywhere, einer New Yorker Gruppe, die ziemlich schräge Sachen in der Öffentlichkeit inszeniert und schaut, wie die Passanten reagieren. Das Schöne ist: Sie filmen sich dabei und stellen das Ergebnis ins Internet.

So auch in “Where’s Rob?”, in der zwei Freunde ein Basketballspiel ansehen wollen. Der eine Freund Rob geht beim Bierholen irgendwie verloren und findet den Weg zurück zu seinem Platz nicht mehr. Der zurückgebliebene Freund sieht ihn aber glücklicherweise auf der anderen Seite der Arena und ruft einfach mal “Roooob!”. Was dann passiert, ist ziemlich interessant, aber seht selbst:

Virales “Marketing” at its best würde ich mal sagen. Da frage ich mich doch, wie lange es wohl dauert, bis die erste Werbeagentur genau diesen psychologisch und soziologisch hoch interessanten Herdentrieb von Fans in Stadien nutzen wird, um ihre Botschaft an den Mann bzw. die Frau zu bringen.

Weitere zum Teil wirklich grandiose Videos gibts auf dem YouTube-Channel von Improv Everywhere.

Leute

Unterwäsche

Bald ist Weihnachten und da stellt sich natürlich die Frage, was schenke ich?
Für die Männer, die was für ihre Frau suchen habe ich schon mal einen guten Tipp.
Ab Samstag den 5.12. gibt es schicke Unterwäsche von Sonia Rykiel bei H&M.
Gestern wurde die Kollektion im Grand Palais in Paris vor ca. 1500 geladenen Gästen vorgestellt. Unglaublich was das für ein Aufwand war.

Leute, Sport

Sepp Maier schnupft

Früher war alles besser. Auch im Fussball. Um mal ein Zitat von Gerd Müller leicht abzuwandeln. Es sind die Profis noch nicht mit ihren Audis zum Shoppen in die Maximilianstraße gefahren, sondern hatten noch ordentliche Hobbys. Sepp Maier zum Beispiel, Schupftabak. Und nebenbei noch Geräte für das angenehmere schnupfen zu erfinden. Tiroler Schnupfhammer und wischi waschi… äh, ja.

Und Lothar Matthäus war auch nicht der erste, der von sich immer in der dritten Person gesprochen hat. Aber seht selbst…

Der Ausschnitt ist übrigens aus der grandiosen Dokumentation ”30 Jahre – Die Spieler” die hier in der ZDF Mediathek zu sehen ist. Wunderbare Interviews und Anekdoten von damals™. Willi “Ente” Lippens beim Angeln, Franz Beckenbauer erklärt die wirtschaftlichen Probleme und andere Highlights sind zu bestaunen.

via

Leute

Ohne Worte (#1)

djbobo_fantasy

Leben, Leute

Et-jeht-so feiert und wer feiert mit?

Nicht nur wir feiern heute Geburtstag, mit uns feiern zum Beispiel Peter Lustig, der 72 Jahre alt geworden ist, wer hätte das gedacht, Farin Urlaub (46 Jahre), „Rockgöre“ Kelly Osborn die heute 25 Jahre alt geworden ist und sogar der Monty-Python Mitbegründer John Cleese feiert mit uns Geburtstag.
In diesem Sinne zünde ich eine Kerze an und freue mich über die durchschnittlich meisten Kommentare, auch wenn diese fast nie zum Thema passten ;-)

Leute, Netz, Politik

Und alle so: Yeah! auf YouTube

Zum Kultfoto gibts jetzt endlich ein Video!

Der “Die Kanzlerin kommt und alle so: Yeah!”-Flashmob mit Angela Merkel, irgendwie witzig, wenn die Masse nach jedem Satz “Yeaaaaaah” ruft.

Noch mehr Videos dazu gibts hier. Das Internet ist so blöde :D

Leben, Leute

Massenbewegung

Nur mal so als mögliche Erklärung, warum so viele Menschen im Moment auf King MJ den Ersten abfahren. Wohl genau aus demselben Grund, warum Leute bei Flash-Mobs mitmachen, einfach um Teil von etwas zu sein.

Und wenn man beides kombiniert, dann kommt so was raus…

Das sollte eigentlich Beweis genug sein, dass Fandom nicht nur hysterisch und nervig sein muss, sondern auch richtig kreativ sein kann. Wem das noch nicht reicht, der kann ja mal beim Eternal Moonwalk reinschauen. Auch hier gehts eigentlich nur darum, Teil von etwas Größerem zu sein.

Wem das alles nicht interessiert, der kann ja Teil der “Mir-geht-das-alles-am-Arsch-vorbei”-Gruppe sein. Schließlich muss keiner von uns alleine sein…

Leute

Micheal Jackson ist tot

Ich kann das noch gar nicht richtig glauben, was ich gerade alles lese. Der King of Pop ist gestern an einem Herzstillstand verstorben. 50 Jahre ist er alt geworden und er wollte doch demnächst noch auf  große Comeback Tour gehen. Ich war immer ein großer Fan von seiner Musik, letzte Woche habe ich mir noch seine CD mit ins Auto genommen und habe lauthals mit geträllert. Ich dachte immer ein Michael Jackson stirbt nie, ähnlich wie Peter Pan oder so. Er wird für mich persönlich, in meinen Erinnerungen weiter leben.

Unglaublich, mit ihm hat die Welt ein Genie weniger, doch seine Musik wird weiter leben und er wird für viele ein Vorbild bleiben!

4 Seiten