Jedes Jahr dasselbe. Silvester ist so wichtig, das muss man einfach feiern. Zusammen mit allen, die man kennt. JEDES JAHR! und wehe nicht. So ein Jahr kommt ja schließlich nie wieder. Nur schlechtere oder bessere. Letzteres hofft dann jeder. Aber was geht konkret? Veranstaltet man selber was? Ne, zu viel Dreck. Okay dann guck man halt was so anliegt und bringt Vorschläge im Freundeskreis. Und wie jedes Jahr weiß niemand so recht, ob das gute oder blöde Ideen sind. Es muss ja nur beurteilt werden, denn eigene Vorschläge müssen nicht gebracht werden. Zu anstrengend. Bis dann am 30.12. die Entscheidung fällt auf der mega-hippen-supa-dupa-Party mit den ganzen krassen Leuten zu feiern, ist dann alles ausgebucht und man feiert doch zu Hause. Ganz toll. Das Beste daran ist, dass dann alle Freunde doch eine andere Party finden und man ganz alleine feiert. Auch geil.
Um das zu vermeiden haben wir dieses Jahr den Weg des geringsten Widerstandes gewählt. 40Euro Party im Flavor in Wünsdorf. Und an alle die jetzt sagen, „Coole Idee, da will ich auch hin“, darf ich sagen „Es ist bereits ausverkauft. So ist das an Silvester.“
Worauf ich mich dieses Jahr besonders gefreut habe, waren die Böller. Ich hab mir dann schließlich welche gekauft nur um festzustellen, dass die Dinger kaum noch lauter als Knallerbsen sind. Jedes Jahr leiser und weniger RUMMS. Wo bleibt der Spaß? Aber auf der Suche nach Schuldigen bin ich dann schnell fündig geworden.
In diesem Sinne. Rutscht gut rein. Und behaltet alle Gliedmaßen. Die können euch auch im nächsten Jahr noch nützlich sein.
Die Bahn macht es Pendlern wie mir in diesen Tagen wirklich nicht leicht. Was ich diesen Mittwoch erlebt habe, ist ein Musterbeispiel für diese Behauptung.
Am Mittwoch wollte ich mit der RE3 (Elsterwerda – Schwedt) von Wünsdorf nach Berlin Hauptbahnhof fahren, dann weiter mit S-Bahn bis Zoologischer Garten und von dort mit U-Bahn bis zu meiner Hochschule.
Am Wünsdorfer Bahnhof angekommen, bot sich mir sich mir schon mal ein seltsames Schauspiel. Der RE3 Richtung Elsterwerda hatte wohl ein kleines Problem mit der Stromversorgung. Mindestens 10 Minuten lang fuhr der Lokführer den Stromabnehmer des Zuges hoch und runter, bis dieser endlich Saft von der Oberleitung bekam. Als der RE3 Richtung Elsterwerda abfuhr, kam auch der RE3 Richtung Schwedt in Wünsdorf an. Hier begann meine Odyssee.
Kurz vor Dabendorf kam die Durchsage, dass der Zug wegen eines Oberleitungsschadens in Rangsdorf enden und von dort direkt wieder nach Wünsdorf zurückfahren würde. Was mit den Passagieren, die nach Berlin wollen, passieren sollte, wurde nicht geklärt. Keine Informationen, wie es weitergehen soll. Also stieg ich mit den anderen ratlosen Fahrgästen aus und wartete. Als dann ein Schnellzug in Richtung Berlin vorbeiraste, war ich verwundert und erleichtert zu gleich. Das Problem lag also am Zug selbst und nicht an der Strecke. Muss mir doch mal einer sagen, dass mit „Oberleitungsschaden“ kein Schaden an der Oberleitung gemeint ist.
Also wartete ich auf den nächsten Regional-Express Richtung Berlin. Mit dem RE7 erreichte ich dann schließlich Berlin Ostbahnhof. Mittlerweile hatte ich bestimmt schon 30 Minuten verloren. Da die RE7 momentan wegen Gleisbauarbeiten nur bis Ostbahnhof fährt, kommen noch einige Minuten wegen der S-Bahn-Fahrt dazu. (Normalerweise würde die RE7 nämlich über Bahnhof Zoo bis Dessau fahren.)
Mit der S-Bahn sollte es dann also bis zum Zoologischen Garten weitergehen. Auf halber Strecke hatte diese dann aber erstmal eine „Zugstörung“, wodurch sich die Weiterfahrt wiederum – glücklicherweise nur – um ein paar Minuten verzögerte.
Zumindest auf die U-Bahn war an diesem Tag Verlass. Doch das war nur ein geringer Trost. Letztendlich kam ich eine Dreiviertelstunde zu spät zur Vorlesung, was kein großes Drama ist, aber hier geht es um’s Prinzip.
Auch der Rückweg verlief ganz anders als geplant. Vom Hauptbahnhof wollte ich gemütlich und bequem mit dem RE3 (mal wieder) gen Heimat fahren. Als ich auf der Anzeigetafel am Gleis las „Umleitung über Gesundbrunnen“, habe ich mir erstmal nichts dabei gedacht – außer: Wo liegt Gesundbrunnen? Wird schon passen, dachte ich. Die Abfahrtszeit stand ja schließlich auch noch da. Als der Zug zur Ankunftszeit nicht einfuhr und auch keine Lautsprecheransagen ertönten, wurde ich langsam skeptisch. Einige andere Wartenden hatten es wohl inzwischen begriffen und verließen den Bahnsteig. Als die Anzeige dann völlig erlosch und gar nichts mehr anzeigte, verlor auch ich meinen letzten Funken Hoffnung und machte mich auf dem Weg zum Ostbahnhof.
Aber was zur Hölle soll der Scheiß? 20 Minuten umsonst gewartet, keine Informationen, was los ist, außer: „Umleitung über Gesundbrunnen“. Kann man das nicht deutlicher ausdrücken? So wie „Der scheiß verdammte Zug hält nicht am HBF“ zum Beispiel? Klar, viele hätten es wahrscheinlich gleich gerafft. Zum Beispiel die, die wissen, wo Gesundbrunnen liegt (nämlich nördlich vom Hauptbahnhof wie ich jetzt herausfand). Doch ebenso viele haben den „kryptischen“ Hinweis anscheinend auch nicht verstanden.
In der Zeit, in der ich am HBF gewartet habe, fuhr übrigens auch meine zweite Fahrmöglichkeit vom Ostbahnhof (RE7) davon. Wieder hat mir die Bahn eine Stunde Lebenszeit geklaut.
Was ich jetzt damit sagen will, ist sicher schon lange kein Geheimnis mehr. Die Bahn hat Probleme: Schlecht gewartete Züge und Gleisanlagen, Unpünktlichkeit, Zugausfälle, schlechtes Informationsmanagement, zu wenig Servicepersonal und dazu noch viel zu hohe Preise, welche ja noch in Ordnung wären, wenn die ganzen Probleme nicht wären.
Am Dienstag hat der Verkehrsbund Berlin-Brandenburg (VBB) seine Qualitätsanalyse „Netzzustand 2009“ veröffentlicht. Darin finden sich einige erschreckende Zahlen. So haben die Rechercheure in Berlin-Brandenburg 685 Geschwindigkeitseinbrüche ermittelt, die zusammen rund 587 Kilometer lang sind. Damit könnten 13,1% des Netzes im Verbundgebiet aufgrund von Mängeln nicht mit der eigentlichen Geschwindigkeit befahren werden.
Schuld daran seien die alten Anlagen, die nicht für heutige Geschwindigkeiten ausgelegt sind. „Angesichts der vielen Mängel und der veralteten Anlagen ist nicht nachzuvollziehen, dass die Gewinne von DB Netz unverhältnismäßig gestiegen sind. 2005 machte die DB Netz 17 Millionen Gewinn, 2008 rund 670 Millionen“, sagte VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz.
Tja, vielleicht könnte es ja ein ganz kleines bisschen mit den geringen Investitionen ins Schienennetz zu tun haben. 17,8 Millionen Euro wurden in diesem Jahr dafür ausgegeben (noch mal: Gewinn 2008: 670 Mio.). Im nächsten Jahr sollen ganze 18,9 Millionen Euro ins Schienennetz investiert werden.
Vielleicht wäre es doch an der Zeit, mir eine Wohnung in Berlin zu besorgen…
Habe ich doch vor kurzem eine nette Mail vom Berliner Startup Qhase bekommen. Die Jungs der demnächst startenden Berlin-Community veranstalten am kommenden Sonntag (10. Mai) einen Charity Mob zugunsten des Kleintierhaus Bugs Bunny im Tierheim Berlin.
Gerade nach den Österlichen Feiertagen werden die kleinen Nager häufig ausgesetzt, dementsprechend voll ist auch dass Kleintierhaus. Der Charity Mob soll nun helfen Geld für Futter und Streu für unsere pelzigen Freunde zu sammeln.
Was ihr dafür tun müsst? Eigentlich nur mit einem dicken Bündel Altpapier an der Spree stehen. Die beiden qHasen werden mit einem Kutter über die Spree tuckern und an vier Anlegestellen halt machen, um euer Papier einzusammeln.
Um es noch etwas konkreter zu machen, zu folgenden Zeiten solltet ihr an der jeweiligen Anlegestelle auf einem großen Haufen von alten Bravos und linken Kampfpamphleten sitzen:
Wer nicht da sein kann, der kann sich darüber hinaus noch bei Qhase melden, denn die Hasen sind nicht nur per Schiff unterwegs sondern kommen auch direkt zu einem nach Hause. Genauere Infos gibts hier.
Der hoffentlich hohe Erlös aus der Altpapiersammlung (ja Altpapier bringt bares Geld ein) kommt dann dem Tierheim, genauer den kleinen süßen Pelztierchen zugute.
Ich finde eine nette Idee und gute Werbung für das Berliner Nachbarschaftshilfe-Portal Qhase.de, dass am 11. Mai starten soll. Wer also nix zu tun hat, kann mit seinem Abfall was gutes tun und den Qhase Charity Mob unterstützen.
Am letzten Samstag spielten Norman und ich zusammen mit unserer Band Logic Lies in Wünsdorf. Gemeinsam mit article a und The Ricards traten wir im Burgberg auf.
Am Samstag, den 11.04., war traditionell wieder Oster-Ska in Zossen. Tobi und ich wollten uns das nicht entgehen lassen, mussten aber, als wir kurz nach 20 Uhr vor Ort waren, erst mal skeptisch mit ansehen wie langsam sich das E-Werk füllte. Die Osterfeuer in der Umgebung waren wohl die angesagteren Veranstaltungen an diesem Abend.
Als es dann gegen 22 Uhr losging, haben sich nach meiner Schätzung immerhin knapp 100 Leute eingefunden. Als erstes spielten Harvey & The Ballbangers, die mit ihrem jazzig-bluesigen Ska-Punk schon ordentlich Spaß machten. Doch außer der anwesenden Punks, wollte kaum einer richtig tanzen, was dem Frontmann und Sänger zu der ein oder anderen zynischen Bemerkung verleitete (die genauen Wortlaute fallen mir leider nicht mehr ein). So sagte er kurz vor Ende des Auftritts sinngemäß – anscheinend um die mies drein guckenden Zuschauer zu beruhigen -, dass gleich die viel bessere Band „Port Royal“ auf die Bühne kommen würde. Ob er das ernst gemeint hat, weiß ich nicht, geklungen hat es nicht so.
Mein Geschmack war Port Royal im Gegensatz zur ersten Band jedenfalls nicht. Das klang mir alles zu poppig und glattgebügelt. So sahen sie übrigens auch aus: Mit Anzug und Sonnenbrille wurde sogar schon mal die ein oder andere Choreographie vorgeführt, was zwar nicht viel mehr als synchrone Armbewegungen waren, aber mich doch zu sehr an Popstars und Co. erinnerte. Im angeheiterten Zustand hatte ich trotzdem kein Problem damit zu dieser Musik – laut Selbstbeschreibung eine Mischung aus Reggea, Ska und Rocksteady mit Bläsern und Frontfrau – zu tanzen. Denn tanzbar waren die Songs.
Neben den zwei Bands spielte den ganzen Abend auch DJ Seife im Energiecafé, der eine tolle Auswahl von Ska- und Ska-ähnlichen Songs auflegte.
Fazit: Ein tolles Event, das mehr Zuschauer verdient hätte. Die goldenen Zeiten des E-Werks sind wohl längst vorbei, was zum großen Teil wohl einfach am Dorfpöbel liegt, der lieber immer wieder das „Beste aus den 80ern, 90ern und von heute“ hört anstatt echter Livemusik.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag (4.-5. April) begann das Osterfeuer in Neuhof zu brennen. Ein bisschen zu früh wohlgemerkt. Um ca. 1 Uhr wurde ich von der örtlichen Feuerwehrsirene aus den Träumen gerissen. Ein Nachbar hatte das Feuer wohl zufällig auf dem Weg nach Hause entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Dadurch konnte zum Glück ein vollständiges Abrennen der Holzstöße verhindert werden. Das Osterfeuer am Donnerstag, den 9. April, ist somit nicht gefährdet.
Ob es sich bei der vorzeitigen Entzündung des Feuers um einen Kinderstreich oder gar einen terroristischen Anschlag handelt und welche Rolle der Volleyball (siehe obriges Bild links unten) dabei spielt, ist noch unklar. Vielleicht kommt auch „nur“ ein natürliches Phänomen als Ursache infrage.
Ob die Polizei ermittelt, weiß ich nicht. Weitere Informationen folgen vielleicht später. Habe nicht mal eine Lokalzeitung hier.
In genau zwei Wochen – am 18.04. - findet der Burgberg Bash statt. Da wir ja einen winzigen Eintrittspreis von 2,- € verlangen, bräuchten wir auch noch zwei Freiwillige, die beim Einlass kassieren und stempeln. Bezahlt wird in Form von Freigetränken. Die Arbeitszeit beträgt ca. 2 Stunden (20 – 22 Uhr). Die weiteren Einzelheiten klären wir persönlich.
Wer mit diesen Bedingungen einverstanden ist und Lust hat zu helfen, soll sich bitte in den Kommentaren melden oder mich einfach so mal ansprechen.
Update um 20.00 Uhr: Es haben sich schon zwei Freiwillge gefunden. Ich danke schonmal. Würde die Sache damit erstmal als erledigt betrachten.
Es wird Zeit für ein bisschen Eigenwerbung. Denn in gut einem Monat, am 18. April, spielt die Band Logic Lies, der unter anderem Tobi und ich angehören, zum ersten Mal live vor Publikum. Und jeder darf kommen.
Da wir euch aber natürlich nicht den ganzen Abend allein unterhalten können, werden wir außerdem von den Local Heroes der Ricards, sowie von der Rangsdorfer Band article A unterstützt.
Das Konzert findet, wie der Name schon vermuten lässt, auf dem Burgberg in Wünsdorf statt. Losgehen soll das ganze um ca. 20 Uhr und um reinzukommen, bitten wir um eine milde Spende von 2,- Euro.
Also: Let’s make a bash!
P.S. Die Verbreitung des Flyers ist nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht. Danke.
Norman und ich hatten von unserem Vorhaben am Silvesterlauf teilzunehmen an dieser Stelle bereits berichtet. Und wurden schon früh von anderen dafür belächelt oder für verrückt erklärt.