Kultur

Die besten Alben des Jahrzehnts

Kommen wir im zweiten Teil unserer Hitliste des letztens Jahrzents zu dem was wirklich wichtig ist. Musik.
Während man streitet sich noch, ob das Album nicht in der letzten Dekade als Kunstform gestorben sei, erzählen unsere Autoren von ihrer bedeutendsten Stücken. Ha ha… ha… äh…

Kommen wir, im zweiten Teil unserer Hitliste des letztens Jahrzehnts, nun zu dem was wirklich wichtig ist. Musik.

Während man sich noch streitet, ob das Album als Kunstform nicht in der letzten Dekade gestorben sei, erzählen unsere Autoren von ihren bedeutendsten Stücken. Ha ha… ha… äh…

The Strokes – Is This It (2001)

Die Strokes waren der erste große Hype der Dekade. Ihr Debüt “Is This It” wurde von den meisten Kritikern und Medien gefeiert. Die fünf Jungs aus New York hätten den Rock’n'Roll neu erfunden, hieß es. Ich weiß nicht. Ich hatte damals noch viel zu wenig Ahnung von Musik, um das beurteilen zu können. Ich mochte den Sound einfach – die schrammelnden Gitarren, der antreibende Bass, die übersteuerte Stimme Julian Casablancas und dazu die nie zu kitschig wirkenden Melodien. Die Musik hat einen unglaublichen Coolness-Faktor, was wunderbar zu einem pubertieren Teenager, wie mir damals, passte. Das ist der Soundtrack meiner Pubertät sozusagen. Wir waren jung, träumten von der großen weiten Welt, feierten, tanzten, waren manchmal depressiv und hörten die Strokes. Ja, so oder ähnlich muss es gewesen sein.


The Strokes – Someday (Official Music Video)Watch more amazing videos here

Coldplay – A Rush of Blood to the Head (2002)

Mich als Musikautisten danach zu fragen, was denn das Album des Jahrzehnts sei, grenzt eigentlich fast schon an Idiotie. Die vergangene Dekade ist musikalisch tatsächlich komplett an mir vorbeigerauscht, ohne dass ich große Lust verspürt hätte, tiefer in die Materie einzutauchen – getreu dem Motto: Musik ist das, was aus den Lautsprechern von Aufzügen kommt, ohne, entscheide ich mich für Coldplays zweites Album A Rush of Blood to the Head. Dieses Album verbinde ich mit seinem eingängigen Sound und durchdachten Texten einfach mit dem Lebensgefühl der ersten Jahre dieses jungen Jahrtausends. Abgesehen davon kann ich Songs wie Clocks, Warning Sign, In My Place, The Scientist oder God Put A Smile Upon Your Face immer noch hören ohne, dass sie mir auf den Sack gehen.

Queens Of The Stone Age – Songs For The Deaf (2002)

Der vorläufige Höhepunkt des Schaffens der Queens of the Stone Age. Ein Album wie Schlag ins Gesicht. Umwerfend, irgendwie fragil und in der Nachbetrachtung wunderbar verklärend. Ohne Frage legten die Queens hier eines der besten Alben der Rockgeschichte vor.

Die Idee eines Albums welches den Hörer auf eine Autofahrt mit wechselnden Radiosendern, inklusive An- und Abmoderationen, mitnimmt,  ist einfach wie genial. Dementsprechend abwechslungreich gestaltet sich dann auch das Album. Lieder mit Wahnsinns Drive gehen einher mit ruhigen Stücken zum abschalten. Eben genau das was man auf einer längeren Autofahrt braucht und so wunder es auch nicht, dass dieses Album mit meinem CD-Player im Auto schon fast verheiratet ist.

Ganz einfach verdammt geiler Rock’n'Roll.

Arctic Monkeys  – Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not (2006)

Nachdem ich zur Jahrtausendwende die Backstreet Boys hinter mich gelassen hatte, wurde mein Musikgeschmack im letzten Jahrzehnt deutlich rockiger. Bloß Rammstein und Foo Fighters auf Dauer macht auch nicht so recht Spaß. Irgendwann entdeckte ich dann Brit-Pop/Rock für mich. Lässig und tanzbar.  Und aus den ganzen Jahren ist Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not einfach das Beste.

Eine CD voller fetter, lustiger und tanzbarer Stimmungs-Ohrwürmer. Wer hier nicht feiert ist doch selber schuld!

The Arcade Fire – Funeral (2004)

Bei mir ist es so, dass ich Musik die mir sehr gefällt tagelang hintereinander weg höre, bis sich meine Ohren dran gewöhnt und einschlafen und ganz taub werden. Dann frage ich mich manchmal warum ich es eigentlich am Anfang so toll fand und muss ein paar Monate/Jahre warten bis ich sie wieder Interessant finde. Bei “Funeral” (2004) von Arcade Fire ist das anders. 10 Millionen mal habe ich das Album ungefähr gehört und meine Ohren kommen noch immer nicht klar damit. Von den Instrumenten bis zu den Texten ist es ein melancholisches, sehr vielseitges und abwechslungsreiches Album, oft klingt es schräg und doch passt alles zusammen, alles scheint Sinn zu machen. Und wenn man auferksam die Texte hört wird aus abstrakter Wortmalerei irgendwie intelligente Metaphorik die interessante Bilder durch die Ohren ins Hirn projiziert.

Kultur, Netz

Konzert-Tipp: Arctic Monkeys Webtransmission

Heute abend um 22 Uhr deutscher Zeit geben die Arctic Monkeys ein Konzert in Sheffield, welches live auf webtransmission.arcticmonkeys.com übertragen wird. Dabei werden die vier Jungs auch einige Songs von ihrem neuen Album “Humbug” vorstellen.

Ich persönlich bin ja schon ziemlich gespannt auf das neue Werk. Umso ärgerlicher für mich, dass ich den Stream wohl nicht mitverfolgen kann, da es in diesem verdammten Hotel keinen kostenlosen Internetzugang gibt.

Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass ihr meinen uneigennützigen Tipp annehmt und viel Spaß habt. :)

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