Es war wohl ohne Frage das Jahrzehnt der US-Serien, nach einer Durststrecke in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts, waren sie plötzlich in einer nie dagewesenen Qualität zurück auf deutschen Mattscheibe – selbst gestandene Hollywoodstars waren sich plötzlich nicht mehr zu schade in Fernsehserien zu spielen.
Welche Serien uns am stärksten beeindruckt haben, erfahrt ihr hier.
South Park
Was letztes Jahrzehnt die Simpsons waren, war dieses Jahrzehnt South Park. Nur hat South Park nach mittlerweise 13 Staffeln immer noch nicht an Qualität verloren. Ganz im Gegenteil, die Serie wird immer noch besser. Ein Grund dafür dürfte sein, dass die abgehandelten Themen meistens topaktuell sind. Natürlich ist der teils sehr makabere Humor nicht jedermanns Sache – für diese Leute gibt’s ja die Simpsons – doch wer South Park als primitiv oder billig bezeichnet, der hat wohl entweder noch nie Family Guy gesehen oder noch nie eine South Park-Folge komplett angesehen. South Park steckt nämlich neben böswilligen Fäkalhumor auch voller Gesellschaftskritik und tiefgründiger Metaphern. Und die Hauptsache: Es ist lustig.
24 (Twenty Four)
Also wenn eine Serie die 2010er Jahre wiederspielt, dann ist das sicherlich 24. Eine Serie, die perfekt die Terror-Angst der Amerikaner nach dem 11. September wiederspiegelt und so ganz nebenbei den Einsatz von Folter als “patriotisch” legitimierte. Wenn Jack Bauer mal wieder durch Los Angeles rast, um gegen Terroristen, Verschwörer und letztlich gegen die Zeit zu kämpfen, ist der Zuschauer so gehetzt, dass er Jack einfach alles erlaubt, Hauptsache die Uhr tickt weiter.
Da 24 in Echtzeit abläuft, also 24 Folgen auch 24 Stunden abbilden, setzt die Serie nicht nur in Storyentwicklung und Erzählweise neue Qualitätsmaßstäbe, auch Formal gabs viel Neues. Splitscreen, Handkamera und das obligatorische Piepen der Uhr, waren nicht nur stilbildend sondern wurden auch schon kongenial in einer Simpsons- und Southparkfolge persifliert – das sollte doch reichen, um die beste Serie des Jahrzehnts zu werden oder?
The IT Crowd
“This Jen is the internet!” Mehr muss man eigentlich nicht sagen. Die lustige Serie dieses Jahrzehnts, ohne wenn und aber.
CSI
Für mich ist die Serie des letzten Jahrzehnts eindeutig CSI. Keine andere Serie hab ich so häufig gesehen und so regelmäßig verfolgt. CSI in Las Vegas ist einfach geil. Das Beste. Das Orignal halt. In CSI:Miami hab ich zwei Dinge gelernt. 1. Die heißesten Mädels hab alle Dreck am Stecken und 2. Wie man ordentlich und verdammt cool ne Sonnebrille auf- und absetzt. CSY:NY ist düster, so wie ne Großstadt halt ist, wenn es um Verbrechen geht.Aber alle haben eins gemeinsam: Spannend bis zum Schluß.
Gilmore Girls
Für mich sind die Gilmore Girls, Lorelai und Rory, perfekt zum entspannen. Ich bin quasi mit ihnen aufgewachsen. Jeden Tag nach der Schule habe ich die Serie geschaut, bevor ich dann ganz vorbildlich meine Hausaufgaben gemacht habe.
Willkommen zur Hitparade der besten Songs dieses Jahrzents. Mit der Startnummer 3, Vorwoche Platz 3, zum dritten Mal dabei. Bitte nicht mehr wiederwählen…
Reptilia – The Strokes (2003)
Was soll ich sagen. Ich liebe diesen Song einfach. Die Gitarren, den Gesang und ganz besonders den Bass. Ich kann den Song gar nicht oft genug hören. Ich frag mich noch heute, wie die Strokes es geschafft haben mit ihrer “Scheiß egal”-Attitüde, ihrer gelangweilten Art, solche chilligen und doch kraftvollen Songs zu schreiben, zu denen man nicht nur abhängen sondern auch wunderbar tanzen kann. Einfach grandios.
The Seed 2.0 (feat. Cody ChestnuTT) – The Roots (2003)
Ich hab keine Ahnung wieso, weshalb oder warum sich der Song so in mein Hirn gebrannt hat, aber wie kein anderer Song steht er für mich für die Zeit kurz nach dem Jahrtausendwechsel. Erstmalig gehört auf radio1, dessen Musikredaktion es damals noch schaffte sehr weit vor allen anderen solche Perlen aus dem Meer des Musikmülls zu fischen. The Seed ist eigentlich nicht überhaupt meine Musik, wobei der Song genauer betrachtet sowieso eine ganz seltsame Mischung aus allen möglichen Stilen zu sein scheint, die ich aufgrund meiner beschränkten Musikkenntnisse leider nicht für euch aufschlüsseln kann – trotzdem gefiel mir das Gedudel im ersten Augenblick. Geht sofort ins Ohr, bleibt im Kopf und erinnert mich irgendwie an Berlin, Brandenburg, Zivildienst und an eine gute Zeit – ergo: Mein Song des Jahrzehnts.
Take Me Out – Franz Ferdinand (2004)
Hatte ich damals auch zum ersten Mal auf radioeins gehört. Toller Sender, da merkt man auch erst so richtig was man drann hat, wenn mans nicht mehr hat. Egal, jedenfalls ist “Take Me Out” ein klasse Lied. Franz Ferdinand haben 2004 eine erneute Welle britischer Bands los getreten und bestimmten die Rockmusik der nächsten Jahre. Endlich wurde wieder Offbeat prozessiert und Rock hatte wieder was mit Kunst zu tun. Ein Genuss, diese Band.
Und “Take Me Out” ist einfach die Quintessenz ihrer Musik. Ein Lied ohne Refrain, dafür mit viel Drang in die Beine zu gehen. I say… take me out.
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Jack Penate – Second, Minute or Hour (2006)
Eigentlich wollte ich erst was von den Editors nehmen, aber dann fiel mir ein, dass ich für Jack Penate schon seit Ewigkeiten auf et-jeht-so Werbung mache und wieso nicht auch hier? Mein Song des Jahrzehnts Second, Minute or Hour von Jack Penate. Ich mag das Lied einfach und kann es immer und immer wieder hören.
The Postal Service- Such great Heights (2003)
Ich hab lange hin und her überlegt und habe mich dann für the postal service mit Such great heights entschieden. Bei diesem Lied kann ich nicht ruhig sitzen bleiben und muss lauthals mitsingen und mitwippen.
Kommen wir im zweiten Teil unserer Hitliste des letztens Jahrzents zu dem was wirklich wichtig ist. Musik.
Während man streitet sich noch, ob das Album nicht in der letzten Dekade als Kunstform gestorben sei, erzählen unsere Autoren von ihrer bedeutendsten Stücken. Ha ha… ha… äh…
Kommen wir, im zweiten Teil unserer Hitliste des letztens Jahrzehnts, nun zu dem was wirklich wichtig ist. Musik.
Während man sich noch streitet, ob das Album als Kunstform nicht in der letzten Dekade gestorben sei, erzählen unsere Autoren von ihren bedeutendsten Stücken. Ha ha… ha… äh…
The Strokes – Is This It (2001)
Die Strokes waren der erste große Hype der Dekade. Ihr Debüt “Is This It” wurde von den meisten Kritikern und Medien gefeiert. Die fünf Jungs aus New York hätten den Rock’n'Roll neu erfunden, hieß es. Ich weiß nicht. Ich hatte damals noch viel zu wenig Ahnung von Musik, um das beurteilen zu können. Ich mochte den Sound einfach – die schrammelnden Gitarren, der antreibende Bass, die übersteuerte Stimme Julian Casablancas und dazu die nie zu kitschig wirkenden Melodien. Die Musik hat einen unglaublichen Coolness-Faktor, was wunderbar zu einem pubertieren Teenager, wie mir damals, passte. Das ist der Soundtrack meiner Pubertät sozusagen. Wir waren jung, träumten von der großen weiten Welt, feierten, tanzten, waren manchmal depressiv und hörten die Strokes. Ja, so oder ähnlich muss es gewesen sein.
Mich als Musikautisten danach zu fragen, was denn das Album des Jahrzehnts sei, grenzt eigentlich fast schon an Idiotie. Die vergangene Dekade ist musikalisch tatsächlich komplett an mir vorbeigerauscht, ohne dass ich große Lust verspürt hätte, tiefer in die Materie einzutauchen – getreu dem Motto: Musik ist das, was aus den Lautsprechern von Aufzügen kommt, ohne, entscheide ich mich für Coldplays zweites Album A Rush of Blood to the Head. Dieses Album verbinde ich mit seinem eingängigen Sound und durchdachten Texten einfach mit dem Lebensgefühl der ersten Jahre dieses jungen Jahrtausends. Abgesehen davon kann ich Songs wie Clocks, Warning Sign, In My Place, The Scientist oder God Put A Smile Upon Your Face immer noch hören ohne, dass sie mir auf den Sack gehen.
Queens Of The Stone Age – Songs For The Deaf (2002)
Der vorläufige Höhepunkt des Schaffens der Queens of the Stone Age. Ein Album wie Schlag ins Gesicht. Umwerfend, irgendwie fragil und in der Nachbetrachtung wunderbar verklärend. Ohne Frage legten die Queens hier eines der besten Alben der Rockgeschichte vor.
Die Idee eines Albums welches den Hörer auf eine Autofahrt mit wechselnden Radiosendern, inklusive An- und Abmoderationen, mitnimmt, ist einfach wie genial. Dementsprechend abwechslungreich gestaltet sich dann auch das Album. Lieder mit Wahnsinns Drive gehen einher mit ruhigen Stücken zum abschalten. Eben genau das was man auf einer längeren Autofahrt braucht und so wunder es auch nicht, dass dieses Album mit meinem CD-Player im Auto schon fast verheiratet ist.
Ganz einfach verdammt geiler Rock’n'Roll.
Arctic Monkeys – Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not (2006)
Nachdem ich zur Jahrtausendwende die Backstreet Boys hinter mich gelassen hatte, wurde mein Musikgeschmack im letzten Jahrzehnt deutlich rockiger. Bloß Rammstein und Foo Fighters auf Dauer macht auch nicht so recht Spaß. Irgendwann entdeckte ich dann Brit-Pop/Rock für mich. Lässig und tanzbar. Und aus den ganzen Jahren ist Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not einfach das Beste.
Eine CD voller fetter, lustiger und tanzbarer Stimmungs-Ohrwürmer. Wer hier nicht feiert ist doch selber schuld!
The Arcade Fire – Funeral (2004)
Bei mir ist es so, dass ich Musik die mir sehr gefällt tagelang hintereinander weg höre, bis sich meine Ohren dran gewöhnt und einschlafen und ganz taub werden. Dann frage ich mich manchmal warum ich es eigentlich am Anfang so toll fand und muss ein paar Monate/Jahre warten bis ich sie wieder Interessant finde. Bei “Funeral” (2004) von Arcade Fire ist das anders. 10 Millionen mal habe ich das Album ungefähr gehört und meine Ohren kommen noch immer nicht klar damit. Von den Instrumenten bis zu den Texten ist es ein melancholisches, sehr vielseitges und abwechslungsreiches Album, oft klingt es schräg und doch passt alles zusammen, alles scheint Sinn zu machen. Und wenn man auferksam die Texte hört wird aus abstrakter Wortmalerei irgendwie intelligente Metaphorik die interessante Bilder durch die Ohren ins Hirn projiziert.
Nicht nur das Jahr neigt sich dem verdienten Ende entgegen (mal ehrlich, noch zwei Monate 2009 halte ich nicht aus), sondern auch ein ganzes Jahrzehnt. Zeit also für einen etwas umfangreicheren Rückblick der letzten Dekade.
Ab heute nehmen wir uns in unregelmäßigen Abständen einen Bereich der Populärkultur vor und verraten euch, was für uns das persönliche Highlight der letzten zehn Jahre war – höchst subjektiv natürlich, wie ihr es von uns gewohnt seid. Den Anfang machen wir heute mit den besten Filmen des Jahrzehnts, zusammengestellt von den Et-jeht-so-Autoren. Wir sind natürlich auch auf eure Kommentare gespannt, welche Highlights ihr hier lieber gesehen hättet.
Children of Men (2006)
Es kommt selten vor, dass man im Kino sitzt und mit offenem Mund zu realisieren beginnt, dass man gerade Zeuge eines Genreklassikers geworden ist. Alfonso Cuaróns Endzeit-Meisterwerk stellt sich ohne große Probleme in eine Reihe mit den großen Klassikern Blade Runner, Mad Max oder Brazil.
In Children of Men ist die Menschheit unfruchtbar geworden und beginnt auszusterben, die Welt ist geprägt von Chaos, Gewalt und Terrorismus. Ähnlich wie in den drei Meisterwerken verliert sich Cuarón nicht in Ron-Howardesken Erklärorigen. Er erzählt die recht einfache Geschichte von Theo, der unfreiwilligermaßen zum Bodyguard einer schwangeren Frau wird, ohne groß auf die Hintergründe einzugehen und schafft auch dank eines brillanten Clive Owen als Hauptdarsteller eine ungeheure, fast schon beängstigende Authentizität. Die kongeniale Kamera- und Schnittarbeit tun ihr übriges. Bis zu sechs Minuten ohne Schnitt verleihen Children of Men schon fast Dokumentarcharakter, welche ihn in meinen Augen zum absoluten Klassiker und damit mit Leichtigkeit besten Film der Dekade erhebt.
No country for old men (2007)
Ich hätte ja auch Children of Men zum besten Film des Jahrzehnts auserkoren, aber da der Buzze das schon getan hat, schreibe ich halt über den zweitbesten Film der Dekade – No country for old men.
Als der Vietnam-Veteran Llewelyn Moss (Josh Brolin) in die Wüste jagen geht, stößt er auf den Schauplatz eines gescheiterten Drogendeals und findet neben einiger Leichen, einen Verwundeten und jeder Menge Heroin, einen Geldkoffer mit 2 Millionen Dollar. Moss beschließt diesen Koffer an sich zu nehmen, um sich und seiner Frau ein besseres Leben zu ermöglichen. Blöderweise befinden sich in dem Koffer mehrere Peilsender, was zur Folge hat, dass Moss schon bald von dem psychopathischen Auftragskiller Anton Chigurh (Javier Bardem) verfolgt wird. Der altersmüde Sheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) schaltet sich in den Fall ein und versucht Moss und dessen Frau zu beschützen. Ab hier beginnt ein mörderisches Katz- und Maus-Spiel.
Wenn No Country for old men auch nicht der beste Film des Jahrzehnts sein sollte, mit der Figur Anton Chigurh erschufen die Gebrüder Coen zumindest den wohl fiesesten Bastard, der in den letzten 10 Jahren die Kinoleinwände heimsuchen durfte. Chigurh ist eine zornige Killermaschine, der zum Töten keine gewöhnliche Pistolen oder Gewehre benutzt, sondern ein per Gasflasche betriebenes Bolzenschussgerät. Wenn ihm jemand auf die Eier geht, hängt das Schicksal seines Gegenübers nicht selten von einer Münze ab.
Doch der Film ist keineswegs eine reine Gewaltorgie. Für mich ist es einfach ein wirklich nervenaufreibender Thriller, der vor allem durch seine wenigen, aber dafür außergewöhnlichen Charaktere, der brillanten Schauspielleitungen und der verdammt gut gelungenen Atmosphäre lebt, welche übrigens völlig ohne musikalische Untermalung auskommt.
Der Herr der Ringe (2001-2003)
Etwas unfair von mir hier gleich drei Filme zu nennen, aber Die Gefährten, Die zwei Türme und Die Rückkehr des Königs sind für mich einfach ein Film. Und was für einer. Lange galt Tolkiens Meisterwerk als unverfilmbar, bis Peter Jackson daher kam und mit seiner Umsetzung einen Meilenstein geschaffen hat, denn selten war ein Film in seiner Gesamterscheinung so stimmig gewesen und so umwerfend in seiner Bilderwucht. Es fängt bei der liebevollen Gestaltung der Charaktere an, geht über die atemraubenden Landschaftsaufnahmen und endet bei den wirklich monumentalen Schlachtszenen. Man merkt einfach an jeder Stelle, dass hier ein Fan des Buches am Werk war.
Ein Film als Musterbeispiel dafür was mit CGI möglich ist, wenn man mit dem Herzen dabei ist und sich nicht auf billige Effekthascherei beschränkt.
Amores Perros (2000)
Von diesem Film hab ich dank eines damaligen Arbeitskollegen erfahren. Amores Perros ist ein Episoden-Film, der aus drei Geschichten in Mexiko Stadt besteht: In der ersten Episode geht es um Octavio, der seiner Familie mit Geld aus gewonnen Hundewettkämpfen ein besseres Leben bieten will. Dann haben wir noch Valeria das Topmodel, das mit einem gutaussehenden Schauspieler liiert ist, aber ihre große Liebe ist in Wahrheit jemand anderes. Zu guter Letzt haben wir dann noch El Chivo, der mit einer Schar von Hunden auf der Straße lebt und sein Geld gelegentlich als Auftragskiller verdient, er trifft seine Tochter auf der Beerdigung seiner damaligen Frau wieder. Diese drei Geschichten verbindet eines, ein schicksalhafter Autounfall, der das Leben aller im Nachhinein verändern soll. Ich weiß nur, dass der Film wahrscheinlich jeden gefesselt hat, der ihn gesehen hat und jeden fesseln wird der ihn sieht, weil die krasse Art wie Liebe, Hass, Tod und zerstörte Träume in diesem Film dargestellt werden, ist eine wahre Achterbahn der Gefühle.
Wer diesen Film mag sollte sich auch 21 Gramm und Babel desselben Regisseurs nicht entgehen lassen, genauso wie man sich Amores Perros nicht entgehen lassen sollte, wenn man 21 Gramm oder Babel super findet.
Kiss Kiss Bang Bang (2005)
In den vergangenen Jahren hat sich Robert Downey Jr. aus den Abgründen des Junkie-Daseins wieder zurück an die Spitze gespielt. Und nach seinen Auftritten in Tropic Thunder, Ironman, Zodiac ist so ziemlich jedem Filmfreund klar, dass der Robbie ne ziemlich coole Sau ist. Die Krone vertrottelter Coolness erreichte er jedoch schon 2005 in der Actionkrimikomödie “Kiss Kiss Bang Bang“.
Darin rutscht Kleinganove Harry (Robert Downey jr.) in ein schwer durchschaubares Netz aus Lügen, Leichen und Intrigen. An seiner Seite: Der schwule Privatdedektiv “Gay Perry” (Val Kilmer) und Harry’s Jugendliebe Harmony (Michelle Monaghan).
Insbesondere die Dialoge sind mehr als gelungen und mit Harry hat die Geschichte eine Hauptfigur, die sekündlich zwischen cooler Hund und totaler Versager wechselt. Der Film ist ein rasanter, witziger Buddymovie, der dem Zuschauer regelmäßig die Zunge rausstreckt, wenn typische Film-Klischees verdreht werden. Wer clevere Gags und spitze Zungen mag, ist hier richtig.