Nicht nur wir feiern heute Geburtstag, mit uns feiern zum Beispiel Peter Lustig, der 72 Jahre alt geworden ist, wer hätte das gedacht, Farin Urlaub (46 Jahre), „Rockgöre“ Kelly Osborn die heute 25 Jahre alt geworden ist und sogar der Monty-Python Mitbegründer John Cleese feiert mit uns Geburtstag.
In diesem Sinne zünde ich eine Kerze an und freue mich über die durchschnittlich meisten Kommentare, auch wenn diese fast nie zum Thema passten 
Als ich im letzten Jahr vom Projekt „Et jeht so“ hörte, war ich ziemlich schnell, ziemlich begeistert von dem Projekt, was wohl vor allem an Peter gelegen hat. Der war damals so motiviert, dass er einfach alle mitreißen konnte.
Als ich dann das erste Mal den Blog in seiner jetzigen Form sah, war mir klar: Da mach ich mit! So ein Multi-Autorenblog ist ja durchaus unüblich in der ego-zentrierten Welt der deutschen Blogosphäre. Ein Mash-Up aus verschiedenen Autorentypen sollten doch einen ziemlich coolen Blog ergeben oder?
Persönlich bin ich eigentlich sehr zufrieden, was aus Et jeht so geworden ist. Wir haben einen bunten Mix aus verschiedenen Themen. Jeder Autor hat sein Thema mehr oder weniger gefunden. Das war übrigens ein sehr langer Prozess.
Am Anfang hatten wir mit „Redaktionskonferenzen“ über Chat mühsam versucht die Richtung und die Themen des Blogs zu erarbeiten. Inzwischen denke ich aber, Et jeht so läuft am besten, wenn wir einfach machen und weniger konferieren. Wie gesagt, wir sind so verschiedene Autoren, da kommen automatisch die verschiedensten Beiträge zusammen.
Etwas schade finde ich, dass sich einige Autoren etwas rar machen. Das ist kein Vorwurf an sie, schließlich ist das hier ein Freizeitprojekt und manche haben halt etwas mehr zu tun als andere. Das Problem ist nur, dass wir durch weniger Autoren auch weniger vielfältig sind, als wir könnten. Vor allem veröffentlichen wir dadurch auch weniger als wir könnten.
Trotz der häufig auftretenden Zeitprobleme haben sich aber unsere Serien wie die Sonntagslese oder das Liedgut zum Wochenende etabliert und werden immer wieder fleißig bestückt und das ist keine Selbstverständlichkeit, gab es doch durchaus Stimmen unter uns, die meinten, dass solche Beitragsreihen nicht konsequent bestückt werden und am Ende einfach nicht laufen würden. Dass es dann doch geklappt hat, zeigt, dass Et jeht so tatsächlich läuft.
Eine Serie, die ich gerne weitergeführt hätte, ist Drei Städte – Vier Meinungen. Hier wollten wir die Stärke eines Multiautoren-Blogs ausspielen und mal ausgiebig ein Thema durch mehrere Autoren kontrovers diskutieren oder einfach nur verschiedene Blickwinkel aufzeigen. Der Koordinationsaufwand für solche Beiträge war aber dermaßen hoch, dass wir das Konzept erst mal zurück in die Schublade gelegt haben.
Genauso wie einen Podcast zum Blog, indem verschiedene Themen in lockerer Gesprächsrunde abgehandelt werden sollten. Auch hier schreckte der Aufwand ab, einige von uns sind da auch einfach zu perfektionistisch, als dass man so ein Gespräch mit einfachen Mitteln aufzeichnen könnte.
Mir macht es auf jeden Fall nach wie vor Spaß für Et jeht so zu schreiben und hier zu kommentieren. Auch wenn ich hier gelernt habe, dass ich von Musik und Politik scheinbar überhaupt nichts verstehe. Gleichzeitig habe ich aber auch Leute kennengelernt, die davon wirklich Ahnung haben, auch wenn ich mich trotzdem nicht so leicht von denen beeinflussen lassen möchte 
Ein kleiner Vorsatz meinerseits: Meine eigene Beitragsreihe Gedanken in Wort und Bild möchte ich in Zukunft etwas öfter fortsetzen, mal sehen ob das klappt.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wohin die Reise gehen wird und was uns noch so einfallen wird in dem nächsten Jahr unseres Bestehens. Vielleicht habt ihr ja ein paar nette Ideen, was wir mal ausprobieren könnten? Live-Chats im Blog, eine eigene Fernsehsendung, Foto-Lovestorys mit uns als Hauptfiguren oder einfach nur Themen, die so heiß sind, dass sie bei uns stehen sollten? Immer raus mit der Sprache.
Zur Feier des Tages, dem ersten Geburtstag unseres Blogs gibt’s leider keinen Kuchen und nicht mal mit einem Tortendiagramm kann ich dienen, aber ein paar Statistiken kann ich euch trotzdem bieten.
Alles in allem war es ein erfolgreiches erstes Jahr, das kann m an wohl so sagen. Mit 66.000 Seitenzugriffen und etwa 17.000 absolut eindeutigen Besuchern, kann man wohl von einem ordentlichen Start ins Bloggerleben sprechen. Bei Blog-O-Scoop sind wir momentan auf einen guten 756. Platz (von 3800 Blogs) zu finden, wir haben also noch reichlich Luft nach oben.
Der mit großem Abstand erfolgreichste Artikel des letzten Jahres ist der Tipps & Tricks-Beitrag zu Monopoly City Streets mit schon fast peinlichen 2400 Views. Große Wellen schlagen eben nach wie vor die Internet-Hype-Themen.
Das sieht man auch am zweiten und dritten Platz der erfolgreichsten Beiträge. Norms Review zur Beta-Version des Fußball Managers 2010 Online ist aber immerhin eine echte journalistische Leistung und schlägt mit 1000 Views zu Buche. Ähnlich hohe Wellen schlug Gruppenwichsen in Berlin, eine Abrechnung mit der re:publica 2008 mit noch 900 Views. Der Beitrag brachte uns übrigens auch ein ziemlich gutes Google-Ranking beim Suchbegriff Gruppenwichsen ein.
Wenn wir uns jetzt die Post-Frequenz anschauen, dann kann man wohl ziemlich klar sagen: Die muss höher sein! Knapp 480 Beiträge, das sind fast 40 Beiträge pro Monat! Das Ziel der täglichen Bespaßung unserer Leserschaft ist also zumindest im Durchschnitt schon mal erfüllt, in der Realität gibt es da ja noch ein paar Lücken.
Die fleißigsten Autoren sind buzze mit durchschnittlich 17,5 Beiträgen pro Monat und Tobi mit 8,6 Beiträgen, auf Rang drei steht Peter mit 5,8 Beiträgen und auf dem vierten Platz folgt unsere Quoten-Frau Coco mit immerhin noch 5,3 Beiträgen. NoRm schreibt zwar nicht so viel, aber dafür immer mal längere Artikel. Mit im Schnitt 286 Worten pro Beitrag führt er unser Ranking in diesem Bereich eindeutig an. Am kürzesten kann sich unser Peter fassen, gerade mal 142 Wörter verpulvert er in seinen Beiträgen – immer klare Worte also vom Chef.
Aber nicht nur wir waren fleißig über das letzte Jahr auch ihr als Leser hattet euren Spaß, mit durchschnittlich 3,8 Kommentaren pro Beitrag lebt dieser Blog auch durch eure direkte Interaktion mit uns. Am kontroversesten werden dabei übrigens die Beiträge von Coco diskutiert ganze 7,6 Kommentare pro Beitrag sorgen für einen regen Meinungsaustausch. Vielen Dank an euch! Da soll mal jemand sagen in deutschen Blogs wird nicht kommentiert.
Aber wer hat die meisten Kommentare? Celle war ja angetreten, hier die meisten Kommentare zu schreiben, leider hat es nicht geklappt – ich liege vorn. Die Top 10 Kommentatoren in Zahlen: 1. buzze (463), 2. celle (414), 3. Tobias K. (221), 4. Felix (178), 5. Peter (177), 6. pitchi (88), 7. Boff (82), 8. Robert (68), 9. Darecom (47), 10. coco (38). Also heißt es: Weiter anstrengen celle!
Nicht nur ihr seid jetzt gespannt, wie es weitergeht mit Et-jeht-so, wir auch. Im Moment sieht es eigentlich sehr gut aus. Den letzten Monat konnten wir mit 25 Beiträgen unser Ziel „Jeden Tag ein guter Beitrag“ zwar nur fast erfülle, aber mit mehr als 100 Besuchern pro Tag haben wir im Moment immerhin einen sehr guten Schnitt. Gute Aussichten also für das nächste Jahr.
Die nackten Zahlen sagen natürlich nichts über die Qualität unserer Beiträge aus, das was euch am meisten Spaß gemacht, am meisten bewegt oder am meisten zum Lachen gebracht hat. Was war euer Et-jeht-so-Highlight des vergangenen Jahres? Ich will hier jetzt mindestens 3,8 Kommentare sehen!

by ishrona
Heute vor einem Jahr war es vollbracht. Mit der Veröffentlichung unseres ersten Beitrages am 27.10.2008 war auch das Blog „Et jeht so“ endlich geboren. Die Idee eines gemeinsamen Blogs ist allerdings schon um einiges älter.
Tobias und ich hatten schon öfter die Idee ein gemeinsames Blog zu schreiben, da wir Mühe hatten unsere eigenen Blogs regelmäßig mit Inhalten zu füllen. Doch wie das so ist, wenn sich zwei faule und eher selten motivierte Menschen zusammen tun, wurde die Idee Monate lang vor sich hergeschoben. Mal wollte der eine, doch dann wollte der andere wieder nicht. Und mal scheiterte man einfach an mangelnder Kreativität. Zwei faule Menschen sind halt auch nicht schneller als einer.
Dann eines Tages bekam Peter Wind von unserem supertollen Geheimprojekt. Und der muss es dann dem Buzze weitergeplaudert haben, der dann auch so gerne mitmachen wollte. Da konnten Tobi und ich natürlich nicht nein sagen. Das war der Moment, wo das Projekt den entscheidenden Schwung bekam. Peter war der, der sagt „mach’!“ Der, der einem so lange ein schlechtes Gewissen einredet, bis man was macht. Der Drill-Sergeant eben. Und Buzze ist der, der es einfach macht. Solche Leute haben uns gefehlt.
Ruckzuck war dann ein passendes Design gefunden, welches noch ein bisschen modifiziert wurde und schon erblickte auch das erste Blogposting das Licht der Welt.
Worum es in dem Blog gehen sollte, war schnell geklärt: Um alles und jeden. Nur allzu ernst wollten wir uns nicht nehmen. „Was wir wollen ist Spaß, Trash und Popkultur“, habe ich mal geschrieben. So wurde unser Blog dank Steppo z.B. zum Fachblog für Uri Geller.
Angefangen haben wir mit 4 Autoren: Tobias, Peter, Buzze und ich. Dann schrieb auch mal der Felix bei uns, was aber – nichts für ungut, Felix – nicht ganz in unser „Konzept“ passte. Dann haben wir den eben schon erwähnten Steppo ins Team geholt, der zwar nicht viel schreibt, aber wenn, dann ist es sehr schön zu lesen.
Mit der Zeit wurde dann intern der Ruf nach einer weiblichen Mitschreiberin immer lauter, um auch mehr Leser des weiblichen Geschlechtes zu erreichen. Nach langer Suche hat sich dann endlich eine Freiwillige gefunden. Mit Coco an Board war unser Autorenteam komplett. Und auch inhaltlich konnte Coco ganz neue Akzente setzen. Endlich standen auf „Et jeht so“ auch die neuesten Klatschnachrichten und Modetrends neben dem ganzen Web 2.0 Gelaber. „Et jeht so“ war nun unisex.
Und zum Schluss noch was Internes: Was viele besimmt nicht wissen. Wir haben noch einen siebten Autor: Sebastianner. Nur der hat noch keinen einzigen Beitrag geschrieben. Wir haben schon alles versucht, um ihn dazu zu bringen, hier mal irgendwas zu posten, sei es nur Video oder ein Furz, aber der Herr ist halt sehr öffentlichkeitsscheu. Vielleicht könnt ihr, liebe Leser, ihn ja überreden mal was zu schreiben. 
Und auch sonst herrscht hinter den Kulissen von „Et jeht so“ nicht immer Friede, Freude, Eicherkuchen. Vom einfachen Mobbing bis zur Schließung des Blogs war schon so einiges dabei. Die regelmäßigen Blogkonferenzen in der Anfangszeit sind mittlerweile legendär. Mehr dazu ein andermal in einem “Et jeht so: Behind the blogs”-Special. Heute soll schließlich gefeiert werden.
Auf ein weiteres niveauloses Jahr mit „Et jeht so“!
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