Netz

Zuckerberg gehackt

Nach Sarkozy jetzt auch noch Zuckerberg, die Typen sollte Facebook definitiv einstellen. Inzwischen ist der Post auf der Fanseite auch gelöscht worden ;)

Gehackte Facebook-Seite von Mark Zuckerberg

Leute, Netz, Sport

WM Kurzpässe

Deutschland hasst Vuvuzelas, bzw. der Spiegel hasst sie, so viel ist klar. Dafür haben haben die Spieler aber jetzt Ausreden für ihr schlechtes Spier. Für den Franzosen Patrice Evra waren es beispielsweise die Vuvuzelas, die für das grottige 0:0 Frankreichs gegen Uruguay verursacht haben, nicht die ideenlosen Spieler. Wie man auch bei Lärm begeisternden Fußball spielen kann, konnte man ja gestern bei unseren Jungs sehen.

Doch nicht nur die Deutschen sind Vuvuzelas-Rassisten, sondern auch der Rest der Welt schwenkt mit ein. Eine Facebook-Gruppe gegen die Tröten hat inzwischen über 90.000 Mitglieder und sie wächst sehr schnell weiter. Inzwischen rücken auch FIFA-Vertreter von dem strikten Nein zum Verbot der Vuvuzelas in Stadien ab, was wohl daran liegen wird, dass große Geldgeber, wie die ARD und das ZDF, (wieder die Deutschen) Druck auf die FIFA ausüben. Dabei ist das Filtern der Tröten gar nicht so schwer, wie die Technik-Laien der öffentlich Rechtlichen immer sagen.

So zeigt der Surfpoet, wie man die Uwe Seelers relativ schnell mit dem Rechner herausfiltern kann. Eine simplere, aber nicht ganz so saubere Methode wäre die Anpassung des TV-Equalizers, wie hier beschrieben.

Viel Lärm um nichts also, genauso wie das “Skandälchen” um die ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein, die gestern von Kloses “inneren Reichsparteitag” gesprochen und damit im Netz große Wellen geschlagen hat. Aber so sind wir Deutschen halt, groß Aufregen, Lamentieren und Rumjammern – ein Rückfall in die Pre-Sommermärchen-2006-Zeit also.

Es wird Zeit uns Deutschen mal wieder richtig in den Arsch zu treten (oder schießen), damit wir mal wieder von unserem hohen Ross herunter kommen.

Netz

Facebook – Die Zukunft der Werbung?

In Facebook Werbung zu schalten ist unglaublich einfach. Mit wenigen Klicks lassen sich günstige Anzeigen oder teuere Kampagnen generieren. Werbetext eingegeben, Bild hochgeladen, Zielgruppe ausgewählt und ab geht die Post – was man bei solch einfachen Systemen vergisst, ist die Qualität.

Deswegen hat Facebook umfangreiche Richtlinien aufgestellt, die verhindern sollen, dass allzu marktschreierische Werbung neben den Nutzerprofilen angezeigt wird. Und da Richtlinien da sind, um gebrochen zu werden, wird die Anzeige erst gestartet, wenn Facebook sie überprüft und freigegeben hat.

Jetzt frage ich mich allerdings, wie trotz einer Qualitätskontrolle so eine kryptische Bauernfängerwerbung freigegeben werden konnte?

Übersetzungsprobleme sollten nicht schuld daran sein, schließlich ist Facebook gerade auch deshalb seit Neustem in Deutschland vertreten. In Anbetracht der Tatsache, dass ziemlich viele Vollpfosten in Facebook unterwegs sind, sind solche Werbeanzeigen höchst bedenklich. Diesen Medieninkompetenten fallen wahrscheinlich nicht mal die Rechtschreibfehler auf. Hier muss Facebook unbedingt nachbessern, in Deutschland ist schließlich nie der dumme Nutzer schuld, sondern immer der Anbieter …

Kultur, Leben, Netz

Facebook und die Medien(in)kompetenz

“Herr lass Hirn regnen” möchte man manchmal schreien, wenn man sich die mangelnde Medienkompetenz der Internetnutzer so ansieht. Wer, so fragt man sich, wer fällt denn bitte noch auf bescheuerte Phising-Mails rein und gibt damit PIN und TANs seiner Bank preis? Es sind wohl genau die Menschen, die statt einer Internetadresse einzugeben lieber die Seite per Google suchen. Davon gibt es ziemlich viele, selbst ich kenne einige davon.

Also suchen sie “Amazon” lieber bei Google, statt direkt amazon.de einzugeben – ist ja auch schwer sich die Topleveldomain zu merken. Das so eine Such-Navigation  durchaus zu skurrilen Szenen führen kann wurde bei einem Artikel bei ReadWriteWeb deutlich. Im Text mit dem Titel Facebook Wants to Be Your One True Login ging es eigentlich um Facebook Connect, einem Dienst, der es ermöglicht, dass man sich bei Webseiten mit seinem Facebook-Account einloggen kann.

Dank der unzähligen Keywords im Text wurde der Artikel kurze Zeit später bei Google unter dem Suchbegriff “facebook login” als Topsuchergebnis gelistet und all die Menschen, deren Medienkompetenz in etwa mit der einer mongolischen Wüstenrennmaus vergleichbar ist, hielten die Webseite tatsächlich für Facebook – und das obwohl die Webseite nicht mal ansatzweise Ähnlichkeit mit Facebook! Es reichte wohl, dass ein Facebook-Logo den Text illustrierte, um die Kühe aufs Glatteis zu führen.

Zusätzlich unterstützt ReadWriteWeb besagtes Facebook Connect, was bedeutet, dass man sich mit seinem Facebook-Login einloggen und unter seinen Namen Kommentare veröffentlichen kann. Genau das taten die Internetauthisten nun und wunderten sich, dass sie weder ihr Profil noch ihren Newsstream zu sehen bekamen. Unfähig spätestens jetzt zu erkennen, dass sie nicht auf Facebook gelandet waren, spammten sie die Kommentarspalte mit teils unflätigen Bemerkungen zu. Schließlich hatten sie bei Google “facebook login” gesucht und konnten sich jetzt hier gar nicht einloggen, was sollte das?!

Statt zu merken, dass sie wohl auf einer völlig anderen Webseite gelandet waren – schließlich war sie rot, statt blau und hieß auch komplett anders -gingen viele einfach davon aus, dass Facebook mal wieder das Design geändert hatte:

Aber ganz so blöd sind die User ja nicht, einer ist immer ein Schlaumeier: Laraine schlug vor statt Google einfach Bing als Suchmaschine zu benutzen, dann wäre alles beim Alten. Bevor nun alles aus dem Ruder laufen sollte, entschloss sich das ReadWriteWeb dazu eine sehr deutliche Mitteilung mitten in den Artikel zu setzen, damit auch der letzte Redneck kapierte, dass diese Seite nicht Facebook sei, sondern ein Blog.

Dear visitors from Google. This site is not Facebook. This is a website called ReadWriteWeb that reports on news about Facebook and other Internet services. You can however click here and become a Fan of ReadWriteWeb on Facebook, to receive our updates and learn more about the Internet. To access Facebook right now, click here. For future reference, type “facebook.com” into your browser address bar or enter “facebook” into Google and click on the first result. We recommend that you then save Facebook as a bookmark in your browser.

Jetzt frage ich mich – quasi als Moral von der Geschichte – warum sich die ganzen Phishing-Experten überhaupt die Mühe machen Seiten von Postbank und Sparkasse täuschend echt nachzubauen, wenn diese Internet-Inkompetenten es nicht mal merken, wenn sie auf einer völlig anderen Webseite sind und sich dann auch noch beschweren, dass nichts klappt?!

Es ist unglaublich, wie wenig die Menschen das Internet tatsächlich verstehen und wie viel sie darin über sich preisgeben – so langsam kann ich die Datenschützer verstehen. Außerdem gelobe ich vom heutigen Tage an, nie wieder über Farm Ville zu spotten. Was sollen solche Menschen auch sonst begeistert spielen, ohne gleich an einer kognitiven Überlastung zu sterben?! Das Leben ist die beste Satire – einfach erschreckend.

Leben, Netz, Welt

Sonntagslese (#50)

+++ Zum heutigen Sonntag auch mal etwas theologisches+++ Wie man sich richtig unbeliebt machen kann auf Facebook bei: How to Suck at Facebook +++ Hier kann sogar Haustroll Celle noch was lernen. Ein kleiner Leitfaden zum Argumentieren im Internet. +++ Was uns Obama bei seiner Rede zur Lage der Nation eigentlich sagen wollte+++ Was es nicht alles gibt: Beim Feldhamsterverleih kann man sich geschütze Tiere ausleihen, um geplante Bauvorhaben zu verhindern. Und laut der Referenzen scheint es sogar zu funktionieren. (Erfolgsqoute: 92,3%) +++ Straßen, die man nur befahren sollte, wenn man wirklich Eier in der Hose hat. +++ Da müssen echt zwei Hummer kommen und mir erklären, wie unlogisch Star Wars eigentlich ist! +++ Eine ziemlich coole Uhr, wenn ihr mich fragt (Firefox- und Chrome-Kompatibel) +++ Dass Tim Burton ein ziemlich schräger Vogel ist, sollte bekannt sein, dass er das auch in wunderbaren Illustrationen ausdrückt, kann man sich auf dieser tollen Seite ansehen +++ Manche Leute haben zu viel Zeit: Ziemlich seltsame Raum-Zeit-Diagramme zu Filmen +++

Kultur, Leben, Netz

Sonntagslese (#43)

+++ DragstripGirl hat sich mal die Mühe gemacht eine Top200(!) der besten Songs der letzten 10 Jahre zu erstellen, zum lesen und hören (keine Ahnung wie die das rechtlich regeln) +++ Das Leben könnte so einfach sein… +++ Mit nem kühlen Bier dazu, lässt es sich noch einfacher arbeiten. +++ Der Druck, der unglaubliche soziale Druck! Wer diesen extremen Gefühlswallungen in Facebook nicht mehr standhalten möchte, kann rituellen Selbstmord begehen – virtuell versteht sich: unter seppukoo.com kann der geneigte Selbstmörder stilvoll aus dem virtuellen Netzwerk scheiden und nebenbei seine Freunde animieren, es ihm gleichzutun. Fehlt eigentlich nur noch die Unterstützung von StudiVZ +++ Wohin dieser soziale Druck führen kann, wird bei diesem Hochzeitsvideo mehr als deutlich… +++ Für Störche und gegen Rechts zu sein, war schon immer ein Ziel von Et jeht so, da passt Storch Heinar doch gut rein oder? Ich sehe da übrigens überhaupt keine Ähnlichkeiten zu einer anderen “Modemarke” aus dem beschaulichen Brandenburg. +++

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