Eigentlich hatte ich wie immer keine Lust zu diesem „Fest“ zu gehen, aber irgendwie hab ich es doch jedes Jahr gemacht. So auch gestern.
Das berühmt berüchtigte „Fest der Vereine“ in Zossen, immer am 1. Mai. Schon auf dem Weg vom Auto zum Festgelende (Stadtpark), traf ich lustige Jugendliche Gruppen mit Flaschen in der Hand und ich wusste sofort wo ich hier bin. Torkelnde Erwachsene, die meine Eltern sein könnten, kamen mir entgegen.
Wie immer schauen die zahlreich versammelten „security Leute“ in meinen Beutel und suchen nach Glasflaschen mit alkoholischem Inhalt. Angekommen mitten im Getümmel, merke ich wie unwohl ich mich fühle und wie wenig Lust ich auf dieses Fest habe. Was hilfst, schwupp treffe ich Leute, die ich von irgendwo her, schon mal irgendwo gesehen haben „Hi, wie geht’s? Was machst du so? Willst nen Schluck?“ und schon ist man im Gespräch.
Es wird dunkel, die Mücken stechen und mir ist kalt. Ach was solls, bis zum Feuerwerk halte ich es noch aus und dann hau ich ab. So wandern wir (meine neuen „Freunde“ und ich) zum nächsten Auto, „Nachschub“ holen, „ist doch viel zu teuer uf dem scheiß Fest“. Alle werden irgendwie lustiger und betrunkener. Die Stimmungen sind gelöst von keifenden „Frauen“ zu grabschenden Männern, man sieht so einiges.
Endlich, das Feuerwerk rückt näher. Wie immer, werden vorher an alle Wunderkerzen verteilt, leider bekam ich diesmal keine ab, wir haben es nämlich gerade noch rechtzeitig aufs Gelände geschafft. Die Zeit vergeht eben schnell, wenn man sich Amüsiert. Es beginnt und ich schaue mich um. Da ist der eine, der das ganze Spektakel mit der Handykamera aufnimmt und es sich wahrscheinlich nie wieder ansieht, dann das sich liebende Paar (wortwörtlich), die Einzelgänger die einfach in die Luft gaffen und natürlich die frisch gefundenen Paare, die sich arm in arm, ganz romantisch das „gigantische“ Feuerwerk anschauen. Nach einer gefühlten Ewigkeit, ist auch alles vorbei und der DJ legt los.
Gerade war ich noch begeistert, nicht von der Musik, sondern von der tanzenden Jugend, die richtig Spaß bei dem hatten was sie taten, das war schließlich nicht jedes Jahr so, denn diesmal wurde selbst die Bühne unsicher gemacht. Schon war mir ein Lob rausgerutscht und das war wohl zu viel des guten, denn prompt versagte der DJ und verriss das geliebte Atzenlied und brachte danach ein Lied von Seeed. Also totales Versagen.
Alle meiner neuen/alten Freunde hingen von einer Sekunde zur anderen in den Seilen, das war mein Stichwort und somit war ich um 2 Uhr, zerstochen und halb erfroren, aber mit einem Lächeln, im Bett.