Netz

Sonntagslese (#33)

+++ Für Frauen mit großem Sendungsbewusstsein: PMS-Reminder. Die Regel2.0, damit auch alle bescheid wissen! Inklusive Facebook- und iPhone-App! +++ Twitter-User entdecken gerade, dass nicht alles was getweetet wird der Wahrheit entsprechen muss, wird wohl Zeit für ein bisschen Medienkompetenz… +++ Wir von Et-jeht-so kennen es zu genüge, ihr bestimmt auch: Man verpasst mal wieder seinen Anschlussflug in Tokio und muss im Flughafen übernachten. Kein Grund zur Panik mit diesen Guide und den Flughafen-Schlaf-Tests +++ Martin Sonneborn spricht mal Klartext über die PornoPiratenpartei +++ Langeweile am Sonntag? Nichts zu tun? Wie wäre es mit einem Problem? Die gibts auch ganz günstig auf needaproblem.com +++ Immer wenn’s um Werbung mit ökologischer Botschaft geht, dann laufen die Agenturen zu Höchstleistungen auf, schließlich gehts hier vor allem um Awareness. Die besten dieser Grünen Kampagnen gibts bei oddee +++ Nachbarblogger Moritz hat die erste Folge seiner Satiresendung Steinpilzoptiker veröffentlicht und erwünscht Kritik von allen Seiten, gebt sie ihm doch einfach.+++

Leben, Lokales

Die Schließung Tempelhofs

Heute wird der Flughafen Tempelhof geschlossen, oder wurde gestern, oder wird morgen. Keine Ahnung, lohnt auch nicht zu recherchieren googlen, es interessiert mich einfach nicht. Mir ist es egal, ob daraus Parkplätze, Golfplätze, Sportplätze oder Plätzchen werden. Wurscht.

Einige Leute scheinen sich aber doch dafür zu interessieren. Frauen mittleren Alters zum Beispiel, die morgens bei radioeins anrufen, unter Tränen das ganz große Märchenbuch aufmachen und erzählen wie schön es damals war, Weihnachten mit der Familie dorthin zu gehen, sich die aufgebaute Krippe anzuschauen, dann nach Hause zu gehen und Geschenke zu bekommen. Gut, manche gehen in die Kirche, andere zum Flughafen. Jeder wie er will.

Mich jedenfalls machen solche Geschichten stutzig, denn ich verstehe sie nicht. Ich überlege welche Schließung eines Gebäudekomplexes, einer Institution, einer Sache mich so bewegen würde. Und mir fällt schlicht nichts ein. Gar nichts.

Liegt es am völlig übertriebenen Lokalpatriotismus der (West)Berliner oder an der völligen Ignoranz meinerseits? Ich weiß es nicht.

Dennoch möchte ich trotzdem sagen: “Tschö, Tempelhof, machs gut. Vielleicht sieht man sich ja mal wieder. Lass dich nich unterkriegen und ruf an wenn du mal wieder in town bist.”

1 Seiten