Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, ist die WM in Südafrika am Sonntag nach dem Ausscheiden Spaniens zu Ende gegangen. So also leider auch unser Tippspiel.
Da ich in den letzten 3 Tagen noch keine Lobeshymnen über mich gehört oder gelesen habe, muss ich das nun selber in die Hand nehmen. Also: ICH habe das Tippspiel gewonnen, yeah! ICH! ICH! ICH!
Und nun kommt mir nicht mit Ausreden wie “Aber ich habe x mal vergessen zu tippen” oder “Ich habe die Zahlen auf der Tastatur verwechselt”. Ein guter Tipper braucht auch Konzentration.
Deutschland hasst Vuvuzelas, bzw. der Spiegel hasst sie, so viel ist klar. Dafür haben haben die Spieler aber jetzt Ausreden für ihr schlechtes Spier. Für den Franzosen Patrice Evra waren es beispielsweise die Vuvuzelas, die für das grottige 0:0 Frankreichs gegen Uruguay verursacht haben, nicht die ideenlosen Spieler. Wie man auch bei Lärm begeisternden Fußball spielen kann, konnte man ja gestern bei unseren Jungs sehen.
Doch nicht nur die Deutschen sind Vuvuzelas-Rassisten, sondern auch der Rest der Welt schwenkt mit ein. Eine Facebook-Gruppe gegen die Tröten hat inzwischen über 90.000 Mitglieder und sie wächst sehr schnell weiter. Inzwischen rücken auch FIFA-Vertreter von dem strikten Nein zum Verbot der Vuvuzelas in Stadien ab, was wohl daran liegen wird, dass große Geldgeber, wie die ARD und das ZDF, (wieder die Deutschen) Druck auf die FIFA ausüben. Dabei ist das Filtern der Tröten gar nicht so schwer, wie die Technik-Laien der öffentlich Rechtlichen immer sagen.
So zeigt der Surfpoet, wie man die Uwe Seelers relativ schnell mit dem Rechner herausfiltern kann. Eine simplere, aber nicht ganz so saubere Methode wäre die Anpassung des TV-Equalizers, wie hier beschrieben.
Viel Lärm um nichts also, genauso wie das “Skandälchen” um die ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein, die gestern von Kloses “inneren Reichsparteitag” gesprochen und damit im Netz große Wellen geschlagen hat. Aber so sind wir Deutschen halt, groß Aufregen, Lamentieren und Rumjammern – ein Rückfall in die Pre-Sommermärchen-2006-Zeit also.
Es wird Zeit uns Deutschen mal wieder richtig in den Arsch zu treten (oder schießen), damit wir mal wieder von unserem hohen Ross herunter kommen.
Die Fußball Weltmeisterschaft ist gestartet und Deutschland ist mal wieder voll dabei – also noch nicht sportlich, da greifen wir ja erst am Sonntag ins Geschehen ein, aber in Sachen Meckern und Mosern sind wir schon nach einem Tag in weltmeisterlicher Laune.
Aber es kann ja auch nicht anders sein, nach der WM im eigenen Land 2006 wird es wohl nie wieder eine so tolle, sichere, weltweit umjubelte Fußball Weltmeisterschaft geben, unsere Nachfolger können nur noch abstinken gegen uns. Vorreiter in Sachen Südafrika-Bashing und WM-Miesmachen ist dieses Mal allerdings nicht die sonst um keinen Skandal verlegene Bild-Zeitung, sondern unser aller Leitmedium Spiegel Online. Die werden in ihrer Berichterstattung langsam nämlich genauso arrogant und überheblich wie ihr Printableger.
Schon früh hatte SpOn immer wieder auf die Kriminalität, Korruption und überhaupt die ganzen schlechten Eigenschaften der Südafrikaner – eigentlich aller Afrikaner – hingewiesen. Fast genüsslich wurde sich dann auch auf ein Testspiel gestürzt, bei dem es zu einer Massenpanik gekommen war – hier so schien es, wurden schon mal alle Befürchtungen wahr: Südafrika, das wird nix!
Inzwischen rollt das Leder – bisher übrigens ohne Probleme – und immer noch wird das Haar in der Suppe gesucht, Mord und Totschlag gibt’s ja leider bisher nicht. Nur ausgeraubte Journalisten, die ja sowieso glauben, sie seien in allen Ländern der Welt qua Berufsstand unverwundbar – aber so was geht ja gegen die Ehre, darüber muss ausführlich berichtet werden.
Süd-Afrika, das hat glaube auch der letzte Leser inzwischen verstanden, ist in den Augen von SpOn nicht würdig, die WM auszurichten. Besser wäre es wohl gewesen, wenn Deutschland einfach noch mal die WM ausgerichtet hätte.
Und wenn sonst schon nichts weiter schief läuft, dann wird halt wieder an den Vuvuzelas rumgemotzt. Und auch wenn ich viele Leute kenne, die diese Tröten auch verbrannt, verbuddelt oder auf den Mond geschickt haben wollen, so schlimm wie im Moment die halbedeutschePresse davon spricht ist es nun auch wieder nicht. Ich habe zwei WM-Spiele gesehen und kann nicht behaupten, dass das Getröte mich irgendwie genervt hat – genervt war ich eher von den lahmarschigen Spielen und den wahnsinnig schlechten Kommentatoren, die RTL auf uns loslässt.
Dass ich nicht ins allgemeine Vuvuzela-Bashing einsteige, mag vielleicht daran liegen, dass ich nicht über ein hippes Heimkino Fußball gucke, sondern nur mit meinem Stereo-TV auf Zimmerlautstärke – wer weiß. Mir geht dieses Rumgenöle jedenfalls gehörig auf die Nerven.
Schlimmer kann es eigentlich nur werden, wenn Deutschland schlecht spielen wird, dann wird die deutsche Presse so richtig im Jammertal versacken. Obwohl, eine Ausrede hätten wir ja dann fürs schlechte Abschneiden: diese gotteslästerlichen Vuvuzelas oder allgemeiner, dieser böse schwarze Kontinent.
Die Fußball-Fans lassen sich vom Spiegel-Bashing jedenfalls nicht sonderlich beeindrucken, gestern war Augsburg gefüllt mit Trikot-tragenden Fußballverrückten und die Cafés waren gut besucht, am Sonntag wird also wie gewohnt die Hölle los sein. Ich freu mich drauf…
Frauen können ja mit Fußball soviel anfangen, wie Männer mit Kochlöffel und Staubsauger. Viel mehr eigentlich noch: Frauen schaffen es immer wieder, Männern das gesellige Fußball-Gucken zu vergrämen. Man sitzt dann beispielsweise mit fünf oder sechs Freunden gebannt vorm Fernseher, die Luft knistert vor Spannung, die Distanz zum Tor wird durch brillante Ballstafetten immer geringer, der Stürmer setzt zum Schuss an und plötzlich steht die Silhouette der Frau vorm Fernseher: “Will noch jemand Dip zu seinen Karottenstückchen?”
Verwirrt blicken sich die schwitzenden und unrasierten Männer in ihren speckigen Trikots an. Der Blick wandert danach kollektiv auf den Tisch, wo tatsächlich ein unangetastetes Salatbuffet aufgebaut ist und das Bierfass optisch umrahmt.
Frauen, so will es die Legende, sollten bei Fußballübertragungen irgendwo ganz weit weg sein. Kein Mensch möchte schließlich über die Farbe der Trikots (“Also die Kombi macht den aber ganz schön Fett”) oder die Frisuren der Spieler diskutieren (“Vokuhila! Kommt der aus den 90ern?!!”). Was also tun, wenn die Freundin/Frau/Geliebte mal wieder partout nicht aus der Wohnung verschwinden möchte, damit Mann einfach in Ruhe Fußball sehen kann?!
Clevere Männer finden für solche Fälle Hilfe in der Zeitung, genauer in der WM-Beilage der Märkischen Allgemeine. Passend zum Thema Fußball werden hier zu fußballfreundlichen Zeiten (nämlich am Samstag) KFZ-Kurse für Frauen beworben. Schön mit Sektfrühstück und fachkundiger Unterstützung einer KFZ-Meisterin.
Eine sehr clevere Idee der Autowerkstatt, wie ich finde, also nicht nur die Idee, das in der WM-Beilage zu veröffentlichen. Das Thema KFZ verstehen Männer nämlich ohne Probleme und diesen Wink mit dem Zaunpfahl sogar ohne größere kognitive Anstrengungen. Männer, so die simple Botschaft können damit ungestört Fußball gucken und Frauen arbeiten Stück für Stück an der Übernahme der Weltherrschaft – und alle sind auf ihre Weise glücklich. Die WM kann also kommen…
So liebe Fußballfreunde, in knapp einer Woche ist es soweit. Die Fußball-WM in Südafrika startet. Und um auch hier im Blog die WM gemeinsam zu erleben, haben wir uns was super-dupa-mega-tolles ausgedacht. Was komplett anderes. Was noch nie vorher Dagewesenes. Ein WM-Tippspiel. Und alle unsere Leser können mitmachen. Wie geil ist das denn?
Und so funktionierts:
Ihr müsst euch, falls noch nicht getan, bei uns registrieren. Anders geht’s leider nicht. (*)
Klickt oben in der Navigation auf “WM 2010 Tippspiel” und gebt eure Tipps ab (speichern nicht vergessen). Der nächste Tippabgabeschluss wird immer oben angezeigt.
Das war’s eigentlich schon. Falls noch Fragen offen sind, fragt einfach.
Zur Punkteverteilung:
richtiges Ergebnis – 3 Punkte
richtige Differenz – 2 Punkte (gilt auch für Unentschieden)
richtiger Sieger – 1 Punkt
Zu gewinnen gibt’s bis jetzt außer Ruhm und Ehre nichts. Aber vielleicht lassen wir uns ja noch was einfallen.
So, viel Spaß beim Tippen.
* Auf Wunsch kann euer Account nach der WM selbstverständlich wieder gelöscht werden. Ihr müsst uns nur bescheid sagen.
So der Songcontest ist kaum vorrüber da steht schon das nächste Großereignis vor der Tür. Die Fußball-WM. Was sich Schiedsrichter während eines Spiels so alles zu sagen haben, zeigt uns die Doku “Referees at Work – Fußball-Schiedsrichter bei der Arbeit”. Hierbei handelt es sich um Original-Aufnahmen von der Euro2008.
Trailer (EDIT: Der Trailer geht leider nicht, wegen Copyright und so, klickt unten auf den Link, da gibts die ganze Doku for free)
Das komplette Spektakel gibt es hier zu sehen. Wirklich empfehlenswert.
Also ich für meinen Teil bin auf der Seite von Guerrero. Ich als Fan des FC Bayern, dem besten deutschen Verein, bekomme es ja schließlich Woche für Woche mit, wenn nicht nur die gegnerischen Fans, sondern auch die eigenen “Fans” das Team niedermachen und auspfeifen.
Die ganze Energie, die sich da anstaut, muss ja auch mal raus. Und wenn dem wirklich so ist, das Guerrero direkt angegangen wurde, versteh ich es um so mehr. Scheiß auf Vorbildfunktion und Profi sein. Fußballer sind auch nur Menschen.
Zudem müssen Zuschauer, die Sprüche reißen auch mit dem Echo leben können! In diesem Fall ist besondern schön, da sich der “Fan” nicht hinter irgendwelchen anderen Gröllenden verstecken konnte.
Es ist raus. Torsten Frings wird nicht bei der WM in Südafrika nicht im Kader stehen. Ich als Bremen-Fan finde dies Schade, kann aber auch die Leute verstehen die gegen eine Wiederberufung des Lutschers sind. Joachim Löw hingegen kann ich nicht verstehen. In meinen Augen lässt der Bundestrainer schon seit geraumer Zeit jegliche Konsequenz in seinen Entscheidungen missen. Es ist sportlich nicht zu erklären, dass ein gestandener Nationalspieler wie Torsten Frings, der zugegebener Maßen viele Verletzungsorgen und Formschwächen hatte, nicht zur WM fährt, ein Thomas Hitzlsperger, der seit der Stuttgarter Meistersaison seine Topform nur noch als Schatten am Horizont zu sehen bekommt, es voraussichtlich hingegen tun wird. Bei Frings zeigt die Formkurve immerhin nach oben, auch wenn sie wohl nie mehr ihr Maximum erreichen wird. Ganz nebenbei bemerkt würde ich auch lieber Simon Rolfes auf dem Platz neben Ballack sehen, aber darum geht es hier nicht. Vielmehr stört mich die Stuttgarter Brille durch die Löw alles zu sehen scheint.
Der Bundestrainer misst einfach all zu oft mit zweierlei Maß. Wenn er sich zu seinen Spielern bekennt, die in der Nationalelf ihre Leistung gebracht haben, und diese spielen lässt, finde ich dies zwar problematisch, kann es aber akzeptieren. So geschieht es ja schon seit Ewigkeiten im deutschen Sturm. Miroslav Klose und Lukas Podolski sind in der Bundesliga weniger als ein Schatten ihrer Selbst, machen aber für die Nationalmannschaft gute Spiele. Solang dies der Fall ist bin kann ich damit Leben, dass der Bundestrainer an ihnen festhält. Nur ist es gegenüber Leuten wie Stefan Kießling, der seit Jahren mindestens so mannschaftsdienlichich wie Klose spielt und seit dieser Saison auch noch oft trifft, äußerst unfair ihn so lange auf eine Nominierung warten zu lassen und nicht eine ernsthafte Alternative zu sehen. Müsste aber, wenn Löw so verfahren würde, ein gediegener Nationalmannschaftsspieler wie Frings nicht berücksichtigt werden? In Löws Augen scheinbar nicht, denn Frings hat einmal zu oft das Maul aufgemacht und dies stört den Teamchef. Joachim Löw sucht sich seine Spieler nach persönlichen Vorlieben aus. Mit wem er gut kann, der spielt. Da haben es Querdenker und Lautsprecher, wie Frings oder Wiese, natürlich schwer.
Löw verfolgt diese Linie, auf erfahrene Spieler zu setzten, also nicht konsequent genug. Stattdessen lässt er reihenweise Spieler wie Serdar Taşçı, Tobias Weis, Christian Träsch oder Cacau debütieren, welche von der Nationalmanschafft soweit entfernt sind wie Hertha vom Klassenerhalt. Wenn diese Spieler Top-Leistungen bringen würden, wäre nichts einzuwenden. Nur fragte man sich doch zeitweise, was solche Leute überhaupt in einer Profimannschaft verloren hätten. Man bekommt den Eindruck es reiche aus für den VfB Stuttgart gegen den Ball zu treten oder von sonst wo aus dem erweiterten Schwabenland zu kommen. Objektivität sieht anders aus.
Joachim Löw ist Bundestrainer. Ich bin es nicht. Von daher kann er machen was er will, nur muss er es dann auch richtig tun. Einmal so und dann wieder völlig anders zu entscheiden, zeichnet ein äußerst schlechtes Bild des Bundestrainers, den ich per se für keinen schlechten halte. So jedoch wünsche ich mir, dass mal wieder ein großes Turnier so richtig nach hinten losgeht, damit Löw endlich einmal einsehen muss, dass er in seinem System nicht zielstrebig genug ist. Ein deutsches Ausscheiden in der Vorrunde, wäre ein Traum.
Zumal eh England Weltmeister wird, aber das steht auf einem anderem Blatt.
buzze: Naja Moritz, der Großteil ist halt am schuften. Die faulen Studenten müsste man mal mobiliseren glaube ich :) Heute ist nicht aller Tage, wi...
Christian: Die letzten Monate ist ein bisschen die Puste ausgegangen und ich komme trotzdem immer wieder zurück. Ist halt sehr gemütlich bei euch. Das ...
Moritz: Sind doch eh Ferien :) ...zumindest bei einem Teil von euch ;)
Henry: Ich denke, bei so tollen Menschen lohnt sich das Warten auch. :)
Felix: Naja, auch eine Wüste kann irgendwann erblühen, wenn jemand Wasser raufkippt. Ich bin noch in Hoffnung!
Robert: Da kann ich celle nur recht geben...hier ist seit monaten nichts los...leider und schade