Netz

Sonntagslese (#54)

+++ Alex Welsh fotografiert Brennpunkte in San Francisco +++ Für alle die Magaths Ausraster am Freitag verpasst haben. Hier zum noch einmal schauen +++ Ein Jahr voller Kreativität +++ Schubkarren? Kenn ich nicht, wozu soll sowas gut sein? +++ Eine schöne Liste an Dingen die man vor dem Reisen beachteten sollte. Vorallem das mit den Taxis hätte mir 70 Euro sparen können +++ Die Apokalypse bricht aus! 12 Gadgets die du zum überleben brauchst! +++ Wo wir schon bei der Apokalypse sind: Diese Dokumentation über Atomenergie ist wirklich sehr sehenswert, aber irgendwie auch beunruhigend +++Und noch was für die Bastelfreunde unter uns +++ Das ist doch genau unser Niveau… aber echt nett gemacht. +++ Coole Werbeidee von The Faint: Ziel eines Minispiels ist es, die Bandmitglieder von der Bühne zu kicken +++

Sport

Geradlinigkeit, Herr Löw?


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Es ist raus. Torsten Frings wird nicht bei der WM in Südafrika nicht im Kader stehen. Ich als Bremen-Fan finde dies Schade, kann aber auch die Leute verstehen die gegen eine Wiederberufung des Lutschers sind. Joachim Löw hingegen kann ich nicht verstehen. In meinen Augen lässt der Bundestrainer schon seit geraumer Zeit jegliche Konsequenz in seinen Entscheidungen missen. Es ist sportlich nicht zu erklären, dass ein gestandener Nationalspieler wie Torsten Frings, der zugegebener Maßen viele Verletzungsorgen und Formschwächen hatte, nicht zur WM fährt, ein Thomas Hitzlsperger, der seit der Stuttgarter Meistersaison seine Topform nur noch als Schatten am Horizont zu sehen bekommt, es voraussichtlich hingegen tun wird. Bei Frings zeigt die Formkurve immerhin nach oben, auch wenn sie wohl nie mehr ihr Maximum erreichen wird. Ganz nebenbei bemerkt würde ich auch lieber Simon Rolfes auf dem Platz neben Ballack sehen, aber darum geht es hier nicht. Vielmehr stört mich die Stuttgarter Brille durch die Löw alles zu sehen scheint.

Der Bundestrainer misst einfach all zu oft mit zweierlei Maß. Wenn er sich zu seinen Spielern bekennt, die in der Nationalelf ihre Leistung gebracht haben, und diese spielen lässt, finde ich dies zwar problematisch, kann es aber akzeptieren. So geschieht es ja schon seit Ewigkeiten im deutschen Sturm. Miroslav Klose und Lukas Podolski sind in der Bundesliga weniger als ein Schatten ihrer Selbst, machen aber für die Nationalmannschaft gute Spiele. Solang dies der Fall ist bin kann ich damit Leben, dass der Bundestrainer an ihnen festhält. Nur ist es gegenüber Leuten wie Stefan Kießling, der seit Jahren mindestens so mannschaftsdienlichich wie Klose spielt und seit dieser Saison auch noch oft trifft, äußerst unfair ihn so lange auf eine Nominierung warten zu lassen und nicht eine ernsthafte Alternative zu sehen. Müsste aber, wenn Löw so verfahren würde, ein gediegener Nationalmannschaftsspieler wie Frings nicht berücksichtigt werden? In Löws Augen scheinbar nicht, denn Frings hat einmal zu oft das Maul aufgemacht und dies stört den Teamchef. Joachim Löw sucht sich seine Spieler nach persönlichen Vorlieben aus. Mit wem er gut kann, der spielt. Da haben es Querdenker und Lautsprecher, wie Frings oder Wiese, natürlich schwer.

Löw verfolgt diese Linie, auf erfahrene Spieler zu setzten, also nicht konsequent genug. Stattdessen lässt er reihenweise Spieler wie Serdar Taşçı, Tobias Weis, Christian Träsch oder Cacau debütieren, welche von der Nationalmanschafft soweit entfernt sind wie Hertha vom Klassenerhalt. Wenn diese Spieler Top-Leistungen bringen würden, wäre nichts einzuwenden. Nur fragte man sich doch zeitweise, was solche Leute überhaupt in einer Profimannschaft verloren hätten. Man bekommt den Eindruck es reiche aus für den VfB Stuttgart gegen den Ball zu treten oder von sonst wo aus dem erweiterten Schwabenland zu kommen. Objektivität sieht anders aus.

Joachim Löw ist Bundestrainer. Ich bin es nicht. Von daher kann er machen was er will, nur muss er es dann auch richtig tun. Einmal so und dann wieder völlig anders zu entscheiden, zeichnet ein äußerst schlechtes Bild des Bundestrainers, den ich per se für keinen schlechten halte. So jedoch wünsche ich mir, dass mal wieder ein großes Turnier so richtig nach hinten losgeht, damit Löw endlich einmal einsehen muss, dass er in seinem System nicht zielstrebig genug ist. Ein deutsches Ausscheiden in der Vorrunde, wäre ein Traum.

Zumal eh England Weltmeister wird, aber das steht auf einem anderem Blatt.

Sport

Rafati ist nicht schlecht sondern nur unbeliebt

Vor einigen Wochen ist Babak Rafati von dem Bundesliga-Spielern zum schlechtesten Schiedrichter der Liga gewählt worden. Die Sport-Bild hat heut den Grund parat. Dort wurden alle Unparteiichen, die seit 1999 mehr als 34 Spiele gepfiffen haben darauf untersucht wie heimlastig sie pfeifen. Raus kam Herr Rafati ist auf den letzten Platz der aktiven Schiedsrichter und so mit am wenigsten Heimschiri. Was damit wohl auch der Grund für seine Unbeliebtheit ist.

30. Babak Rafati, seit 2005 Bundesliga: Heimsiege 24 von 64 = 37,5 %, Elfmeter für Heimteams 2 von 6 = 33,3 %, Platzverweise gegen Gäste 4 von 9 = 44,4 %, Fehlentscheidungen zugunsten der Heimteams 14 von 30 = 46,7 %, Heim-Schiri-Faktor 40,5%

Netz

Sonntagslese (#47)

+++ Bei dem Wetter momentan schicke ich meinen Geist gern auf Reisen, dann träume ich von braungebrannten Menschen am Strand… +++ Schon etwas älter, aber trotzdem gut: 100 Dinge, die wir letztes Jahr noch nicht wussten. +++ Für die Designer unter unseren Lesern: 23 brilliante Logos mit versteckten Botschaften. +++ Dass ich das noch erleben darf: Eine lustige vergleichende Werbekampagne aus Deutschland: Liga total! testet Sky +++ Ein ehemaliger Marketing Manager von Apple erklärt, wie Apple die Presse und das Netz instrumentalisiert, um ihre Produkte zu hypen – nicht ganz so neu, aber für die missbrauchten Apple-Fanboys natürlich eine Katastrophe +++ 3D ist ja gerade voll im Trend, selbst auf YouTube gibt’s schon jede Menge 3D-Videos. Wo hab ich nur meine 3D-Brille hin… +++ Was man mit Flash außer 3D-Videos noch so machen kann, kann man hier nachlesen: 50 superbe Flash-Webseiten +++ Wer in Berlin etwas sucht, ist wohl mit Kauperts Straßenführer am besten bedient. Hier gibts detaillierte Infos zu Adressen und sogar zur Geschichte der verschiedenen Straßen +++

Sport

Gedanken in Wort und Bild (#13)

Gedanken in Wort und Bild #13 - et-jeht-so.de

Leute, Sport

Sepp Maier schnupft

Früher war alles besser. Auch im Fussball. Um mal ein Zitat von Gerd Müller leicht abzuwandeln. Es sind die Profis noch nicht mit ihren Audis zum Shoppen in die Maximilianstraße gefahren, sondern hatten noch ordentliche Hobbys. Sepp Maier zum Beispiel, Schupftabak. Und nebenbei noch Geräte für das angenehmere schnupfen zu erfinden. Tiroler Schnupfhammer und wischi waschi… äh, ja.

Und Lothar Matthäus war auch nicht der erste, der von sich immer in der dritten Person gesprochen hat. Aber seht selbst…

Der Ausschnitt ist übrigens aus der grandiosen Dokumentation ”30 Jahre – Die Spieler” die hier in der ZDF Mediathek zu sehen ist. Wunderbare Interviews und Anekdoten von damals™. Willi “Ente” Lippens beim Angeln, Franz Beckenbauer erklärt die wirtschaftlichen Probleme und andere Highlights sind zu bestaunen.

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Politik, Sport

Irland – Frankreich 1:0

Soso, dachten sich die Iren, der französische Präsident möchte also das Relegationsspiel sehen und dafür eine VIP Box bekommen. Nun, die könne er haben…

Ein Briefwechsel.

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Netz

Sonntagslese (#36)

+++ Brüste +++ Nochmal Brüste +++ FANartisch – ein Blog mit vielen Fussballvideos +++ Auch mal interessant: Fussball aus Frauensicht. +++ Wer viel unterwegs ist, braucht eine Reisezahnbürste und dass die auch praktisch und chic sein können beweist OHSO +++ Tim Renner über das Ende der Krise der Musikwirtschaft und die Parallelen zur Einführung des Radios. +++ Die Leute von Canal+ können richtig gute Geschichten erzählen, das hilft in allen Lebenslagen. +++

Kultur, Sport

War er drin oder doch nicht?!

In der freien Wildbahn sind sie nicht gern gesehen, die Kameras. Die Gefahr der orwellschen totalen Überwachung kommt da sofort als Argument. Nur Überwachungschips sind noch unbeliebter als Kameras, die jeden Winkel ausleuchten können. Beides soll aber am liebsten sofort, hier und jetzt in der Bundesliga eingeführt werden, nur weil bei Bayern gegen Hoffenheim ein zugegeben ziemlich deutliches Tor nicht gegeben wurde. Wie schlimm …

Nach dem Spiel war man sich nicht nur einig, die Punkte brüderlich zu teilen, sondern auch, dass endlich eine Torkamera kommen muss. Warum das so eminent wichtig sein soll, will mir allerdings nicht einleuchten, was wäre denn passiert, wenn das Tor von Simunic in der 11. Minute gegeben worden wäre? Hätte Hoffenheim gewonnen? Wäre Bayern aus seiner Lethargie erwacht und hätte das Spiel gedreht? Oder wäre doch nur ein Unentschieden rausgekommen?!

Zutreffen könnte alles und genau diese Ungewissheit macht doch den Fußball letztlich aus. Das Gefühl, sich auch nach einem unglücklichen verlorenen Spiel als Sieger zu fühlen, weil der Schiri ja dieses und jenes Tor nicht gegeben hatte. Genau dieses Gefühl würde mit einer Torkamera verschwinden, denn wenn die Torkamera erstmal da ist, ist es nur ein kleiner Weg bis zum Video-Beweis, dem dann alles unterworfen wird. Wo wäre dann, das wunderbare Was-wäre-wenn-Gefühl?!

Und seien wir doch mal ehrlich, worum geht es bei dieser ganzen Diskussion über die Torkamera eigentlich? Um die Fans, damit sie endlich klare Ergebnisse sehen? Wohl eher nicht. Es geht um Geld, sehr viel Geld und ich bin entschieden dagegen, den Fußball noch mehr dem Geld Untertan zu machen.

Der Fußball wäre um eine wichtige Eigenschaft beraumt, wenn Torkameras, Video-Beweis oder Überwachungschips für den Ball eingeführt werden sollten, er wäre der Emotion beraubt, der Wut, Empörung, aber auch Freude und Erleichterung. Ich für meinen Teil brauch keinen technokratischen Fußball, ich brauch den emotionalen.

Netz

Ulmen ist: Der 12. Mann

Also man kann den FC Bayern ja einiges andichten, aber sie sind echt für jeden Spaß zu haben. Das wird mal wieder deutlich, wenn man sich die neuste Werbekampagne von Adidas ansieht.

Frerk Ohm, alias Christian Ulmen tölpelt sich zusammen mit den Bayern-Spielern durch die Gegend und alle tun helfen ihm, der 12. Man beim FC Bayern zu werden.

Fan-Initiative nennt adidas das (Zungenbrecher!) und ist eigentlich reinrassige Werbung. Dennoch: dank Ulmen und einem gut aufgelegten van Bommel und anderen Bayern-Profis kommt das ganze ehrlich sympathisch rüber.

3 Seiten