Heute wäre Heinz Erhardt 100 Jahre alt geworden. Ich hab ihn bisher zwar schon öfter im Fernsehen gesehn, doch so richtig wahr nahm ich ihn erst seit gestern als aus dem Drucker auf Arbeit das Gedicht “Die Made” rauskam. Niemand im Büro wusste wer das gedruckt hat, jemand meinte aber: “Das ist doch von Heinz Erhardt, der hat doch auch die Tage Geburtstag”.
Unabhängig davon erzählte mir Buzze heute auch, von Erhardts Geburstag. Grund für mich mal bei Youtube zu stöbern, wer das eigentlich genau war, dieser Heinz. Ich muss sagen, dass mir sein Humor gefällt. Der zündert ziemlich spät und schmunzeln muss man fast immer. Kalauer sind klasse, vor allem wenn sie von so einem genialen Komiker, wie Heinz Erhardt war, erzählt werden.
Ich hab es damals gehasst in der Schule: Gedichtinterpretationen! Aber mich würde schon interessieren, ob ihr drauf kommt worum es hier geht – und bitte nicht googeln
UPDATE: Die Auflösung gibts unten (Text hier drunter markieren):
Immerzu höre ich von ihr reden
als wäre sie an allem schuld.
Seht nur, wie sanft und bescheiden
sie unter uns Platz nimmt!
Warum besudeln wir denn
ihren guten Namen
und leihen ihn
dem Präsidenten der USA,
den Bullen, dem Krieg
und dem Kapitalismus?
Wie vergänglich sie ist,
und das was wir nach ihr nennen
wie dauerhaft!
Sie, die Nachgiebige,
führen wir auf der Zunge
und meinen die Ausbeuter.
Sie, die wir ausgedrückt haben,
soll nun auch noch ausdrücken
unsere Wut?
Hat sie uns nicht erleichtert?
Von weicher Beschaffenheit
und eigentümlich gewaltlos
ist sie von allen Werken des Menschen
vermutlich das friedlichste.
Was hat sie uns nur getan?