Kultur

Mensch ist das doof…

Nur weil wir letztens mal drüber diskutiert haben und völlig verkopfte Studenten mit zu viel Zeit sich darüber Gedanken zu machen, statt “man” aus Gründen der Gleichberechtigung “mensch” zu schreiben, hier mal Folgendes aus einem Soziologie-Forum:

Ich gehe davon aus, daß “man” abgelehnt wird, weil es “Mann” zu ähnlich ist und damit weibliche Personen ausgeschlossen werden. Nun schreibt der etymologische Duden zu “man” in der Tat: “Das unbestimmte Pronomen der 3. Person hat sich aus dem Nominativ Singular des unter -> Mann behandelten Substantivs entwickelt” – so weit nicht überraschend. Unter “Mann” liest man u.a., daß unklar sei, welche Vorstellung dieser Benennung des Menschen zu Grunde liege und daß das Wort “mit verwandten Wörtern in anderen indogermanischen Sprachen auf manu- oder monu- ‘Mensch, Mann’, Manus ‘Stammvater der Menschheit’” zurückgehe.

Unter “Mensch” wiederum kann man lesen, daß dieses Wort eine “Substantivierung des gemeingermanischen Adjektivs althochdeutsch menisc, gotisch mennisc, altisländisch mennskr ‘menschlich, männlich’” sei.

Kurz und gut: man, Mann und Mensch haben offensichtlich den gleichen Ursprung, die Verwendung von “mensch” statt “man” löst also das (vermeintliche) Problem offensichtlich nicht wirklich. Laßt euch was einfallen, Gleichsteller dieser Welt! ;)

Die daran anschließende Diskussion im Forum zeigt mir, dass manche Menschen, vor allem Soziologen und Gender-Wissenschaftler, einfach zu viel Zeit haben. Nicolas Buhmann ist der einzige Lichtblick in diesem Geschwafel, wenn er schreibt:

Also laut epistemologisch- systemtheoretischer Emergenzdifferentiation ist das sog. man nur ein ganz normaler Mann mit nur einem Ei.

Dem ist eigentlich Nichts hinzuzufügen, außer, dass es absolut keinen Unterschied macht ob ich man, mensch, frau, kind oder vollpfosten schreibe. Gleichberechtigter wird’s dadurch auch nicht.

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