Kultur, Leute

Darwins Schatten: Frau verklagt Google

Neues aus God‘s own Country: Da verklagt eine Frau doch tatsächlich Google, weil deren Fußweg-Routenplaner sie auf eine stark befahrene Bundesstraße geschickt hatte und sie doch prompt angefahren wurde. Sie hatte sich strikt an die Route auf ihrem Blackberry verlassen und behauptet vorher nicht gewarnt worden zu sein, dass es gefährlich sein könnte den vorgeschlagenen Weg zu folgen. Google allerdings erklärt, die Routenplanung für Fußgänger sei derzeit im Betastadium und werde schon immer mit einer Warnmeldung versehen. Die gute Frau möchte trotzdem 100.000 Dollar von Google haben, wegen dem physischen, emotionalen und mentalen Schaden den sie genommen habe.

Während nun einige – auch in den USA – behaupten den mentalen Schaden habe sie schon vorher gehabt, sehen andere ganz gute Chancen für ihre Klage. Zumindest ein außergerichtlicher Vergleich sei durchaus möglich.

In den USA kommt es immer wieder zu solchen kuriosen Klagen und ab und zu wird ihnen sogar stattgegeben. Sehr bekannt ist der Fall Liebeck vs. McDonalds, bei der eine Rentnerin sich an einem zu heißen Kaffee des Schnellrestaurants verbrannt hatte und Schmerzensgeld zugesprochen bekam – seitdem sind die Kaffeebecher mit einem Hinweis versehen, dass das Getränk darin durchaus auch heiß sein und zu Verbrennungen führen kann.

Obwohl glücklicherweise nicht alle Klagen durchkommen, zeigt sich hier dennoch eine schizophrene Tendenz der amerikanischen Gesellschaft: Einerseits sind die Vereinigten Staaten “the land of the free”, wo das individuelle Recht auf Selbstverwirklichung vor allem anderen steht, andererseits scheinen viele Amerikaner nicht für ihr eigenes Tun verantwortlich sein zu wollen.

Bezeichnend dafür ist der Fall von Marcie Noriega. Die Polizistin hatte “aus Versehen” ihren Taser mit ihrer Dienstwaffe verwechselt und anstatt einem Verdächtigen nur mit einem Stromschlag ruhig zu stellen hatte sie ihn kurzerhand mit einem Schuss in die Brust getötet. Schuld war allerdings nicht die Polizistin, sondern der Hersteller des Tasers, da das Gerät einer Pistole einfach zu ähnlich sehe. Da könne ein gestandener Polizist durchaus mal durcheinander kommen. Die Behörde empfahl den Hinterbliebenen also einfach den Hersteller zu verklagen.

Und so ist es irgendwie nicht verwunderlich, dass viele Amerikaner zwar keine staatliche Krankenversicherung wollen, weil sie für sie Bevormundung bedeutet, aber auf jeder Mikrowelle stehen muss, dass man lieber nicht sein Kind oder seine Hunde darin trocknen sollte und ein Beipackzettel erklärt, das zu lautes Musikhören mit dem iPod Gehörschäden verursachen kann.

Das Prinzip “schuld sind immer die anderen” ist sehr stark verankert in der amerikanischen Gesellschaft, was nicht heißen soll, dass es hier in Deutschland groß anders wäre. Nur kann man nirgendwo sonst auf der Welt mit seiner eigenen Unfähigkeit und Dummheit so viel Geld verdienen wie in den USA. Anders läuft es ja bei der größten Ölpest in der Geschichte des Landes auch nicht, Schuld ist angeblich nur BP, obwohl die Regierung Bush, wie auch die Regierung Obama den Öl-Multis bei der Förderung freie Hand gelassen und mehrere Augen zugedrückt haben.

Frei nach Kennedy heißt es also: Frage nicht, ob du Fehler gemacht hast, sondern Frage, ob du es irgendjemanden in die Schuhe schieben kannst. Dass soll hier allerdings kein simples USA-Bashing sein, schließlich ist es das amerikanische Justizsystem, das solche Klagen ermöglicht und die geschäftstüchtigen US-Bürger nutzen das halt einfach mal rigoros aus.

Ein Gutes hat das ganze dann doch: Wir hochzivilisierten Europäer kommen so immer mal wieder in den Genuss snobistisch den Kopf zu schütteln, wenn eine dieser skurrilen Klagen von den gottesfürchtigen Rednecks zu uns rüber schwappt.

Leben

Beschweren lohnt sich!

Vor einiger Zeit bekam ich Post von Ikea. Sehr verwundert und voller Spannung riss ich den Brief auf und dachte ich kann mich über tolle Angebote freuen, doch was ich dann las war irgendwie noch besser.

Betreff: Freundlichkeit
„Sehr geehrte Frau …, vielen Dank für den Meinungszettel, den Sie bei Ihrem Besuch in unserem Einrichtungshaus geschrieben haben.“

Da machte es schon „klick“ und ich wusste warum ich diesen Brief bekam, denn vor noch längerer Zeit hatte ich mich in Waltersdorf über einen Ikea Mitarbeiter beschwert.

Wie nach jedem Ikea Besuch gehört es für meinen Freund dazu, nach dem Einkaufen einen Hotdog für 1€ zu genießen. Also auch an diesem Tage. Die Dame hinter der Theke, war schon leicht säuerlich, als wir sie beim nichts tun störten. Mein Freund sagte „ einen Hotdog bitte“, sie entgegnet „ mit trinken?“, er wieder: „nein Danke“. Dann weise ich ihn auf das Angebot hin, dass es das trinken quasi gratis dazu gibt und er entscheidet sich um und bittet nun doch um etwas zu trinken. Doch die Verkäuferin wiederum: „Nein das geht nicht mehr, wegen Inventur und so“. Mit was für einem Ton kann ich euch sagen und wegen Inventur? Zählen die wirklich jeden Becher? und wenn gibts da andere Möglichkeiten, z.B. den Becher einfach bei ner anderen Bestellung dazu “bongen” oder so.

Schon beim raus gehen, sah ich dann diesen Kasten „deine Meinung ist gefragt“ oder so und schwupps dachte ich mir, der zeig ich es. Schnell was darauf geschrieben, von wegen „unmöglicher Ton“ und „Unhöflichkeit“ und rein geworfen. Mein Freund sagte gleich, „das bringt doch eh nichts, was hast du denn davon?“ aber ich wusste, aus meiner Kassenerfahrung, dass so was irgendwie immer was bringt, vielleicht nicht für mich, aber für die Angestellten, damit sie wissen woran sie arbeiten können.

Jedenfalls heißt es im Brief weiter,

„ Es tut uns leid, dass Sie bei Ihrem letzten Besuch nicht den freundlichen Umgangston erfahren haben, wie Sie sich es gewünscht haben. So etwas ist ärgerlich. Ganz sicher ist das nicht gewollt, und dafür möchten wir uns bei Ihnen entschuldigen.“

Na das ist doch mal was dachte ich, aber dann wurde ich echt überrascht.

„Als Entschuldigung möchten wir Sie zu einer Tasse Kaffee in unser Bistro oder Restaurant einladen.“

und plötzlich halte ich zwei Gutscheine für eine Tasse Kaffee in der Hand.

Ich war wirklich sehr überrascht, auch wenn ich durch meine familycard eh so viel Kaffee trinken kann wie ich möchte, aber der Wille zählt!

Worüber ich noch erstaunt war, dass sie mich gesiezt haben, sonst werde ich doch bei denen immer mit Du angesprochen. Also auch dafür Daumen hoch.

Kultur

“Ein Schuss Milch in den Kaffee?”

Wie James Bond seinen Wodka Martini trinkt, ist hinreichend bekannt. Wer sich je gefragt hat, wie der Geheimagent seinen Kaffee mag, wird nun aufgeklärt: Klassisches Porzellan, gereicht mit einer stilvollen Milchkanne in Form einer Walther PPK, Bonds Dienstwaffe.
Da erkennt man den Profi… selbst beim Kaffeetrinken – immer im Einsatz…

Ein Schuss Milch?

Ein Schuss Milch?

Hier gesehen

Kultur, Leben

Kaffeewochen

Die Kaffeewochen sind ausgebrochen, echt jetzt Junge. Zum Gedenken an alle schließenden Starbucks-Filialen.

Leben, Netz

Schöner schwarzer heißer Kaffee

Ich wünsch mal allen einen schönen Start in Tag.


le Café - Oldelaf (english subtitles)
Hochgeladen von Boebis

 

Leben

Weihnachtsgeschenk (II)

Kaffeetassen sagen viel über einen Menschen aus. Ich habe zwei besondere Exemplare im Internet gefunden.

Tasse für Pessimisten

Zum einen hätten wir da eine Tasse für Pessimisten:

pessimiststasse
Diese Tasse könnt ihr euch selber oder für jemanden anderes hier bestellen. Auch die anderen Sachen, die auf www.demotivators.com angeboten werden, sind einen Blick wert.

Tasse für faule Menschen

Für die faulen Menschen unter uns, hätte ich noch die selbstständig umrührende Tasse:

Ihr braucht also  keine Löffel oder ähnliche Umrühe-Gerätschaften mehr einsauen. Ihr werdet nicht mehr alles vollspritzen. Einfach phänomenal das Ganze. Diese Tasse gibt es hier zu kaufen.

[via]
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