Heute abend um 22 Uhr deutscher Zeit geben die Arctic Monkeys ein Konzert in Sheffield, welches live auf webtransmission.arcticmonkeys.com übertragen wird. Dabei werden die vier Jungs auch einige Songs von ihrem neuen Album “Humbug” vorstellen.
Ich persönlich bin ja schon ziemlich gespannt auf das neue Werk. Umso ärgerlicher für mich, dass ich den Stream wohl nicht mitverfolgen kann, da es in diesem verdammten Hotel keinen kostenlosen Internetzugang gibt.
Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass ihr meinen uneigennützigen Tipp annehmt und viel Spaß habt.
Die Zukunft des Fernsehens liegt im Internet, das ist keine allzu gewagte Prognose. Wie das Ganze allerdings umgesetzt werden soll, daran scheiden sich die Geister derzeit noch gewaltig.
Die einen halten YouTube mit seinen Spaß- und Unterhaltungsvideoclips schon für die Zukunft – eine Plattform, auf der sich die Jugend von heute ihr „Fernsehprogramm“ zusammenstellt. Das ist in meinen Augen allerdings eher ein Wunschtraum – YouTube Inhalte sind zu stark fragmentiert. 10 Minuten Längenbeschränkung lassen wirkliche Serien- oder Filminhalte noch nicht zu.
YouTube ist also mehr das ADS-Fernsehn für Leute, die sich für normales Fernsehen nicht lang genug konzentrieren können.
Wie das Fernsehen der Zukunft aussehen könnte, zeigt die US-amerikanische Plattform Hulu.com, auf der aktuelle Serien und einige mehr oder weniger hochkarätige Filme zum Streaming bereitstehen. Unterbrochen von kurzen Werbeblöcken, kann man hier die neuste Simpsons-Folge ansehen oder den aktuellen Fall von Dr. House verfolgen. Einziger Nachteil – der Dienst funktioniert nur in den USA. Alle anderen schauen in die Röhre. Der Erfolg gab Hulu bislang recht, auch wenn es derzeit etwas knirscht im Getriebe, sehe ich hier eher die Zukunft des Fernsehens als bei YouTube.
Aber was passiert in Deutschland auf dem Gebiet? Die Fernsehsender aus good ol‘Germany tummeln sich alle mehr oder weniger aktiv im Netz der Netze, wobei keiner eine wirkliche Strategie zu verfolgen scheint.
Die supergrandiosen Buzzcocks spielen heute Abend im Paradiso in Amsterdam und wollen trotz ihres mittlerweile schon etwas fortgeschrittenen Alters ordentlich die Bühne rocken. Glücklicherweise haben nicht nur die Konzertbesucher was davon. Ab 20:30 wird das Konzert nämlich live auf fabchannel.com übertragen. Auch wer die lebenden Punklegenden noch nicht kennt, sollte auf jeden Fall mal reinhören.
Zum Warmhören einer meiner Lieblingssongs von den Buzzcocks:
Livesendungen sind wahnsinnig teuer, dass weiß jeder der die Produktionskosten von Wetten dass…? oder Sportsendungen kennt. Kein Wunder, dass viele große Liveübertragungen mit Hilfe von Eurovision übertragen werden. In Zeiten des Web2.0 ist das aber sowas von Retro, dass sich YouTube überlegt hat, mal ein wenig zu experimentieren.
Am 22. November gibt es auf youtube.com/live den ersten Versuch der größten Videoplattform des Internets Liveübertragungen zu broadcasten. Der Sendungsinhalt lässt sich wohl am ehesten mit “Ein Kessel Buntes auf Speed” beschreiben. Bekannte Musiker, Sportler und andere Größen des Showbiz werden auftreten, Mythbusters wird wohl ein Liveexperiment durchführen und garniert wird das ganze mit den kultigsten Clips der YouTube-Geschichte. Zusätzlich wird ein Blick hinter die Kulissen von YouTube geworfen.
So ganz aus Jux wird die Veranstaltung allerdings nicht abgehalten, die Riesenparty soll das Spotlight auf YouTube Live werfen und zeigen, was mit der hauseigenen Livestreaming-Software alles möglich ist. Vor allem möchte man gegen USTREAM.TV punkten, die in Sachen Livestream schon ordentlich vorgelegt haben und inzwischen der Quasistandard für illegale Fußballübertragungen gilt.
Richtig billig sind diese Streams aber auch für YouTube nicht. Wenn nur 10% er User das Live-Event sehen würden, dann würden diese schon 20-25% mehr Traffic verursachen. Kein Wunder also, dass auf dem Live-Portal jede Menge Sponsoren prangern.
Trotzdem: Eine interessante Entwicklung, die Potenzial hat. Wer weiß, vielleicht sehen wir bald Wetten dass…? oder Schlag den Raab bei YouTube.
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