Da ich bei meinem Studium relativ viel mit Linux zu tun habe, fand ich es mal an der Zeit ein Linux auf meinem Macbook zu installieren. Als Linux-Noob habe ich mich für Ubuntu bzw. Kubuntu (Ubuntu mit KDE statt GNOME) entschieden. Weil nutzerfreundlich und eine Riesen-Community und so. Aber bevor ich Ubuntu als zweites Betriebssystem installieren wollte, hielt ich es für angebracht, zunächst mal mein Macbook völlig platt zu machen und Snow Leopard neu zu installieren.
Da das DVD-Laufwerk meines Macbook keine CDs und keine DVDs mehr mag, musste ich Snow Leopard vom USB Stick installieren. Dies gestaltete sich schwieriger als geplant, da das Festplattendienstprogramm sich weigerte, das Image der Installations-DVD von Snow Leopard auf meinem USB Stick wiederherzustellen. Angeblich müsse vor dem Wiederherstellen unbedingt ein “Imagescan” durchgeführt werden. Also wollte ich einen Imagescan durchführen. Was auch immer das sein sollte. Wenn ich das Image mit dem Festplattendienstprogramm überprüfen wollte, kamen so komische Fehlermeldungen wie “Ungültiges Argument” oder “Dieses Image hat keine Prüfsummeninformationen”. Das Image hatte ich zuvor mit Windows auf meinem PC erstellt, also kann es sich dabei nur um eine gemeine Verschwörung von Apple handeln.
Nach einer Google-Suche fand ich dann heraus, wie man einen Imagescan mithilfe des Terminals durchführt. Aber auch das wollte nicht klappen. Nach einer weiteren Google-Suche fand ich dann heraus, wie man das Image wiederherstellt ohne Imagescan. Ja doll. Endlich schien mal was zu funktionieren. Doch ich hatte ein mulmiges Gefühl, da ich befürchtete, dass der USB-Stick zu klein für das Image sein könnte. Statt der angeblichen 8 GB passen da nämlich nur 7,6GB rauf und das Image war rund 7,7GB groß. Also keine guten Vorrausetzungen. Doch irgendwie wurde letztendlich, der Meldung nach zu urteilen, ehe nicht alles auf den USB Stick kopiert.
asr: did not copy blessed information to target, which may have missing or out-of-date blessed folder information.
Ich hoffte mal, dass diese “blessed information” nicht so wichtig waren und startete auf gut Glück die Installation. Vorher hatte ich bereits das rEFIt-Bootmenü installiert, welches beim Start des Macs eine Übersicht aller startfähigen Partitionen und Laufwerke anzeigt.
So. Macbook neugestartet, beim rEFIt-Bootmenü den USB Stick ausgewählt und ab ging’s. Da ich das Macbook wirklich jungfreudig haben wollte, habe ich zunächst die Festplatte formatiert und mit Nullen überschrieben. Nach einer Stunde und zwei Bieren später konnte es dann weitergehen. Ich habe gleich mal 2 Partitionen erstellt, eine für MacOSX und eine für Linux, und dann wurde endlich Snow Leopard installiert. Erfreulicherweise ohne irgendwelche Komplikationen. Damit war der erste Schritt getan.
Hier gibt es übrigens eine schöne Step-by-Step-Anleitung fürs Installieren von MacOSX per USB-Stick.
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Eigentlich sollte nun folgen, wie man Ubuntu vom USB Stick auf einem Macbook installiert, doch leider wollte es bei mir nicht klappen. Theoretisch ist es ganz einfach. Man muss einfach nur diese Anweisungen befolgen. Bei mir hat es trotzdem nicht funktioniert. Entweder kam ein schlichter “Boot error” oder das Bild wurde lustig bunt. Ich denke das Problem liegt darin, die “grub.cfg” richtig zu konfigurieren.
Damit war mein Projekt, Ubuntu auf meinem Macbook zu installieren, vorerst gescheitert. Ich wartete nun auf ein externes DVD-Laufwerk, welches mir ein freundlicher Kommilitone auch einige Tage später verlieh. Der Rest war dann kinderleicht: Wieder rEFIt installiert, CD ins Laufwerk, Macbook rebootet und Installationsanweisungen befolgt. Fertig.
Doch bevor man Ubuntu auf dem Macbook installiert, sollte man sich selbstverständlich erkundigen, wo es zu Kompabilitätsproblemen kommen kann. Dafür gibt’s hier eine schöne Übersicht. Worauf man außerdem noch achten sollte, ist die Partitionierung. Man sollte sich schon vorher überlegen, wieviele Partitionen man brauch und diese eventuell vorher schon anlegen. Man kann es natürlich auch mit dem im Installationsprogramm enthaltenen Partitionsmanager machen.
Man sollte mindestens 2 Partitionen für Ubuntu einplanen. Zum einen die Root-Partition, auf der das OS und die Programme installiert werden und zum anderen eine Swap-Partition, die in der Regel so groß wie der Arbeitsspeicher sein sollte. Empfehlenswert ist außerdem eine Home-Partition für die persönlichen Daten. Mehr Informationen zum Partitionieren gibt’s hier. Ich habe einfach meine Linux-Partition mit dem Partitionsmanager in eine Root- und eine Swap-Partition aufgeteilt.
So, das war’s dann auch schon. Jetzt sollte man bei jedem Start zwischen MacOSX und Ubuntu wählen können.
