Mit meiner Abneigung für Katastrophefilme ändert sich auch nach Roland Emmerichs neustem Streich nichts. Alles bleibt beim alten. Nur eben eine Nummer größer, beziehungsweise will der Film nur eine Nummer größer sein. Er ist es trotz der angeblichen ultimativen Zerstörung der Erde nicht.
Eines vorweg, über Logik- und Storyfehler reden wir hier nicht. Jedes Wort wäre verschwendet. It’s just a film, so we take it.
Die Story bleibt flach und so könnte man den Film auch viel schneller zu Ende bringen, denn nach dem ersten Auseinanderbrechen der Platten hat man alles gesehen und langweilt sich nur noch. Der Film stolpert von einer Zerstörungszene in die nächste, ohne dabei auch nur annähernd so etwas wie Spannung aufzubauen. Hier reißt ein Graben auf, da stürzt ein Gebäude zusammen, irgendwas geht in Flammen auf und natürlich stirbt irgendeine Nebenrolle, bei der man zwei Minuten nach ihrer Einführung schon wusste, dass sie stirbt. Das übliche “Alles wird schon gut gehen”-Gefühl stellt sich natürlich auch sofort ein. Aber so sind Katastrophenfilme nun mal. 2012 kann sich da nicht absetzen.
Selbst die im Vorfeld hochgelobte Optik kann nicht überzeugen. In den ruhigen Szenen ist das Bild gestochen scharf, fast schon zu scharf. Man fühlt sich teilweise als würde man GZSZ mit Weltuntergang sehen, die Dialoge tun da ihr übriges. Ganz im Gegensatz zu den Actionsequenzen, in denen man sich vorkommt als würde man eine zweitklassige Cutszene in irgendeinem Computerspiel sehen. Alles wirkt viel zu verschwommen um wirklich Eindruck zu machen. Die ganze Inszenierung dieser Zerstörungswut krankt an ihrem eigenem Größenwahn. Wenn man erst einmal gesehen hat, wie Los Angeles im Meer versinkt, kann einen ein in Flammen stehendes Las Vegas oder die Zerstörung des Weißen Hauses nicht mehr wirklich schocken. Man stumpft ab. Wie im echten Leben halt. Nur dass in diesem Film alles noch viel konstruierter ist. Gräben reißen immer zwischen zwei Menschen auf und die Natur gibt sich allergrößte Mühe Wahrzeichen und Zeugnisse der menschlichen Kultur möglichst eindrucksvoll in Schutt und Asche zu legen.
Fazit: 2012 ist eben nur ein weiterer Katastrophenfilm. Mehr nicht. Das größte Problem, was ich mit dem Film habe, ist, dass ich nicht mal sagen kann, ich hätte lange nicht mehr so einen schlechten Film gesehen. Denn Transformers lief ja unlängst im Fernsehen.
© by Free Rainer
Am letzten Samstag spielten Norman und ich zusammen mit unserer Band Logic Lies in Wünsdorf. Gemeinsam mit article a und The Ricards traten wir im Burgberg auf.
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Am Samstag, den 11.04., war traditionell wieder Oster-Ska in Zossen. Tobi und ich wollten uns das nicht entgehen lassen, mussten aber, als wir kurz nach 20 Uhr vor Ort waren, erst mal skeptisch mit ansehen wie langsam sich das E-Werk füllte. Die Osterfeuer in der Umgebung waren wohl die angesagteren Veranstaltungen an diesem Abend.
Als es dann gegen 22 Uhr losging, haben sich nach meiner Schätzung immerhin knapp 100 Leute eingefunden. Als erstes spielten Harvey & The Ballbangers, die mit ihrem jazzig-bluesigen Ska-Punk schon ordentlich Spaß machten. Doch außer der anwesenden Punks, wollte kaum einer richtig tanzen, was dem Frontmann und Sänger zu der ein oder anderen zynischen Bemerkung verleitete (die genauen Wortlaute fallen mir leider nicht mehr ein). So sagte er kurz vor Ende des Auftritts sinngemäß – anscheinend um die mies drein guckenden Zuschauer zu beruhigen -, dass gleich die viel bessere Band „Port Royal“ auf die Bühne kommen würde. Ob er das ernst gemeint hat, weiß ich nicht, geklungen hat es nicht so.
Mein Geschmack war Port Royal im Gegensatz zur ersten Band jedenfalls nicht. Das klang mir alles zu poppig und glattgebügelt. So sahen sie übrigens auch aus: Mit Anzug und Sonnenbrille wurde sogar schon mal die ein oder andere Choreographie vorgeführt, was zwar nicht viel mehr als synchrone Armbewegungen waren, aber mich doch zu sehr an Popstars und Co. erinnerte. Im angeheiterten Zustand hatte ich trotzdem kein Problem damit zu dieser Musik – laut Selbstbeschreibung eine Mischung aus Reggea, Ska und Rocksteady mit Bläsern und Frontfrau – zu tanzen. Denn tanzbar waren die Songs.
Neben den zwei Bands spielte den ganzen Abend auch DJ Seife im Energiecafé, der eine tolle Auswahl von Ska- und Ska-ähnlichen Songs auflegte.
Fazit: Ein tolles Event, das mehr Zuschauer verdient hätte. Die goldenen Zeiten des E-Werks sind wohl längst vorbei, was zum großen Teil wohl einfach am Dorfpöbel liegt, der lieber immer wieder das „Beste aus den 80ern, 90ern und von heute“ hört anstatt echter Livemusik.

by *easyyy
Gestern, am 09.04.2009, spielten Mando Diao in der Columbiahalle. Ich bin ohne Erwartungen hingefahren und weiß bis heute noch nicht wirklich, was ich zum Konzert sagen soll. Die Massen scheinen aber begeistert gewesen zu sein. Die Stimmung war überschwänglich. Ich allerdings hatte irgendwie ein Problem damit, die Songs mitzugrölen. Der Funke wollte einfach nicht überspringen. Lag womöglich auch daran, dass Mando Diao eine richtige Mädchenband geworden ist. Überall um mich rum kleine kreischende Mädchen. Nein, so kann und will ich nicht sein. Ich will jetzt nicht konservativ klingen, aber früher war alles besser. Jedenfalls Mando Diao war besser. Oder zumindest das Publikum. Ich will nicht schon wieder damit anfangen, aber ich kann einfach nicht mit dem Strom schwimmen.
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Gestern – am 3.4.09 – waren Norm, Sebastian und ich im Fritz Club bei den Rifles.
Das Konzert sollte eigentlich im Lido stattfinden, wurde aber in den Postbahnhof verlegt und so hatte Norm wenigstens Gelgenheit folgenden Kalauer zu reißen (von welchem ich mich hier ausdrücklich distanzieren möchte) . “Es ging ordentlich die Post ab im Postbahnhof”.
Man konnte nicht meckern, jedenfalls nicht ganz so viel wie sonst. Die Vorband ging so. Klang alles sehr gleich und alles sehr stark nach diesem englischem Schrammelrock. Gut, das tun the Rifles auch, aber wahrscheinlich kommt da bei mir dann doch der Neid durch. Wenn die Bandmitglieder jünger sind als ich und besser spielen können und mehr Erfolg haben, ist die Stimmung etwas gedämpft. Damit werde ich mich wohl in Zukunft immer mehr abfinden müssen. Man wird halt nicht jünger.
Allerdings entschädigten dann die Rifles für einiges. Man hat das Publikum von der ersten Minute mitgerissen, eine schlichte, solide Show abgeliefert und die Songs gespielt, die das Publikum hören wollte. Wobei man sagen muss, dass die Lieder des zweiten Albums live doch deutlich abfallen. Die des Erstlings haben einfach mehr Potential.
Man könnte schon wieder etwas übers Publikum meckern, jedoch will ich davon hier mal absehen. Macht man ja nicht, ist ja uncool. Obwohl, genug Grund hätte man ja.
Fazit: Ein Konzert mit viel Spaß, guter Musik und Luft nach oben.

by /Francesca
Franz Ferdinand spielten gestern, am 25.3.09, wieder in Berlin. Für mich war es das dritte Mal, dass ich die Jungs live gesehen habe. Und ganz ehrlich gesagt, war es das schlechteste Konzert der drei. Allerdings war es auch weit davon entfernt ein wirklich schlechtes Konzert zu sein, dazu weiß die Band einfach viel zu sehr, was sie macht. Denn – das muss man einfach mal festhalten – Franz Ferdinand ist eine verdammt geile Liveband. Keine großen Reden mit dem Publikum, die Rock’n'Roll-Posen werden in Maßen eingesetzt, so dass sie ihre Wirkung entfalten können, und die Songs sind live sehr tanzbar.
Trotzdem war es gestern kein überragender Abend. Nun, woran lag es?
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