Kultur

Liedgut zum Wochenende (#25)

William Shatners Version des Pulp-Klassikers “Common People” ist ja ohnehin schon ein Wahnsinnslied und hätte hier schon längst einmal vorgestellt werden müssen. In diesem Mashup hier, mit Szenen aus der alten Star Trek-Zeichentrickserie, ist es jedoch noch ein ganzes Stück genialer.

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Leben

Geträumtes

Creative Commons License by mac42

Gestern hatte ich wieder einen sehr merkwürdigen Traum. Eigentlich ist es mittlerweile schon einige Wochen her, aber um hier wenigstens den Anschein von Aktualität zu wahren, schreibe ich gestern. Also, gestern hatte ich wieder einen sehr merkwürdigen Traum. weiterlesen…

Kultur

Für die Fans

So also hätte die Original Serie ausgesehen, wenn J.J. Abrams schon damals Regie bei Enterprise geführt hätte…

… ich finde gar nicht so anders. Weiß gar nicht warum sich die ganzen Trekkies aufregen.

Kultur

Star Trek Preloaded

Früher war alles besser – ein ziemlich doofer Spruch, wenn ihr mich fragt. Aber alte Leute (inzwischen auch schon die Jungen) kann man von diesem Spruch nicht abbringen. Da spielen viele psychologische Verdrängungsmechanismen mit rein, gute Erlebnisse wird idealisiert, das schlechte ausgeblendet und schwupps: Früher war alles besser.

Auf diesen Zug springen seit einiger Zeit auch ganz bewusst die Hollywoodstudios auf. Risikoscheu, wie sie inzwischen geworden sind, haben sie eingesehen, dass ihre Franchise-Produkte langsam aber sicher ausgelutscht sind. Man sehe sich nur Stirb Langsam 4 oder (o Graus) Indiana Jones 4 an. Erfolg ist dabei zwar (fast) noch vorprogrammiert, aber das Geld fließt nicht mehr so leicht wie früher.

Für normal denkende Menschen würde das jetzt bedeuten, lass die Franchise zu einem Abschluss kommen und setzte auf neuen kreativen Input. Da in Hollywood allerdings kaum jemand normal denkt, wird hier ein komplett anderer Weg beschritten: Man fängt einfach noch mal von vorne an.

So können wir seit einiger Zeit (wieder) erleben, wie James Bond zu Bond, James Bond wurde, wie Batman beginnt, Hannibal zum Monster wurde. Jar Jar Binks durfte Star Wars zerstören und vor Kurzem konnte Wolverine seine langweilige Vorgeschichte präsentieren.

Fast immer allerdings zogen sich die Filmstudios dabei den Zorn der einzigen Menschen auf sich, die die völlig in den Dreck gefahrenen Franchise noch gesehen hatte: den Hardcore-Fans. Bond war den Anhängern zu Bourne, Star Wars zu kindisch, Wolverine zu eindimensional.

Einzig Batman überzeugte Hardcore-Fans und Popcornkino-Vertreter, dank Depri-Stimmung und Heath Ledger gleichermaßen ohne irgendetwas außergewöhnlich Neues in die Franchise einzubringen. Genau das ist den Hardcore-Fans nämlich am liebsten. Wenn schon die Geschichte mit einem Prequel neu erzählen, dann doch bitte so, wie man es seit Jahren gewohnt ist.

Betrachtet man genau diesen Umstand, ist es tatsächlich sehr beachtlich, dass Paramount einen völlig unvorbelasteten J.J. Abrams dafür engagierte die wichtigste Franchise des Studios einem kompletten Rollback zu unterziehen. Der Mann hatte zwar schon gezeigt, dass er derzeit einer der kreativsten Köpfe in Hollywood ist, aber mit Star Trek hatte er bis dato eigentlich nichts am Hut.

Eine gefährliche Konstellation, denn wohl kaum eine Serie hat eine derart militante Fanbase wie Star Trek. Das Universum von Star Trek ist bei den Fans detaillierte ausgearbeitet als die Realität. Jeder noch so kleine Fehler in den Serienfolgen und den Kinofilmen wurde angeprangert – der Star Trek Kanon als Bibel der Fans.

Aber J.J. ist nicht doof, er setzt nicht nur die Geschichte der beliebtesten Star Trek-Crew um James T. Kirk und Spock auf Anfang, er scheißt auch vollständig auf Kontinuität, in dem er die komplette Story in eine alternative Parallel-Dimension verfrachtet. Aber jeder der Star Trek kennt, wird wissen, dass dieser Kunstgriff auch schon in den Serien häufig thematisiert worden war.

Die Zutaten für Star Trek sind also alle da: Kirk, Spock, Romulaner, die Enterprise, eine Zeitreise und jede Menge Insiderwitze. Ich habe mich als Halbzeit-Trekki durch diese stellenweise sehr unterhaltsame Intertextualität gut unterhalten gefühlt. Denn Abrams zitiert nicht nur viele Star-Trek-Folgen, sondern auch andere Science-Fiction, wie z. B. Star Wars.

Star Wars – und daraus machte er nie einen Hehl – war in seiner Jugend sowieso eher sein Ding. Und genau das ist dann auch die Kehrseite des Films. Star Trek ist kein Star Wars, was Abrams in der zweiten Hälfte des Films irgendwie vergessen zu haben scheint. Da wird so viel geballert, in die Luft bzw. ins Weltall gejagt und hemmungslos schnell geschnitten, dass die älteren Herren hinter mir im Kino, gar nicht mehr hinterherkamen.

Was im neuen Film völlig zu kurz kommt, ist das, was Star Trek bisher so stark gemacht hat, nämlich der philosophische Grundton. Dass sich Unterhaltung und ein bisschen Ernsthaftigkeit nicht ausschließen müssen, kann man sehr schön am für mich immer noch unerreichtem Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart sehen. So muss ein Star Trek-Film aussehen!

Ich bin beileibe kein Hardcore-Trekki, aber so ein bisschen mehr Tiefgang hätte ich mir beim Reboot der Franchise schon gewünscht, ein Leonard Nimoy reicht da vorn und hinten nicht. Trotzalledem ist Abrams mit Star Trek ein sehr unterhaltsamer Science Fiction-Kracher gelungen, der die letzten Star-Wars-Filmchen locker in die Tasche steckt.

Die Frage, ob Star Trek nicht zu viel von den einstigen Stärken der Serie verloren hat, lässt sich pauschal gar nicht sagen. Schließlich wurde die Hälfte der Zeit in die Charakter-Entwicklung gesteckt, die dann wohl erst im nächsten Teil wirklich zeigen dürfen, wie solide sie wirklich sind. Kirk muss in meinem Augen aber noch eine Menge zulegen, gegenüber Spock fällt der von Chris Pine gespielte Captain doch stark ab. Heimlicher Star ist für mich sowieso Karl Urban als Pille, er spielt die Rolle mit derselben Schnodderigkeit wie DeForest Kelley vor ihm – herrlich anzusehen.

Alles in allem ein gelungener Jungfernflug. Die Crew muss aber auf den nächsten Flügen noch zeigen, ob sie wirklich aus demselben Holz geschnitzt sind wie Nimoy, Shatner und Co. Ein: „Früher war alles besser“ kann ich mir an dieser Stelle also erst mal verkneifen …

Star Trek (2009), im Kino

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