Kultur

Die besten Songs des Jahrzehnts

Willkommen zur Hitparade der besten Songs dieses Jahrzents. Mit der Startnummer 3, Vorwoche Platz 3, zum dritten Mal dabei. Bitte nicht mehr wiederwählen…

Reptilia – The Strokes (2003)

Was soll ich sagen. Ich liebe diesen Song einfach. Die Gitarren, den Gesang und ganz besonders den Bass. Ich kann den Song gar nicht oft genug hören. Ich frag mich noch heute, wie die Strokes es geschafft haben mit ihrer “Scheiß egal”-Attitüde, ihrer  gelangweilten Art, solche chilligen und doch kraftvollen Songs zu schreiben, zu denen man nicht nur abhängen sondern auch wunderbar tanzen kann. Einfach grandios.


The Seed 2.0 (feat. Cody ChestnuTT) – The Roots (2003)

Ich hab keine Ahnung wieso, weshalb oder warum sich der Song so in mein Hirn gebrannt hat, aber wie kein anderer Song steht er für mich für die Zeit kurz nach dem Jahrtausendwechsel. Erstmalig gehört auf radio1, dessen Musikredaktion es damals noch schaffte sehr weit vor allen anderen solche Perlen aus dem Meer des Musikmülls zu fischen. The Seed ist eigentlich nicht überhaupt meine Musik, wobei der Song genauer betrachtet sowieso eine ganz seltsame Mischung aus allen möglichen Stilen zu sein scheint, die ich aufgrund meiner beschränkten Musikkenntnisse leider nicht für euch aufschlüsseln kann – trotzdem gefiel mir das Gedudel im ersten Augenblick. Geht sofort ins Ohr, bleibt im Kopf und erinnert mich irgendwie an Berlin, Brandenburg, Zivildienst und an eine gute Zeit – ergo: Mein Song des Jahrzehnts.

Take Me Out – Franz Ferdinand (2004)

Hatte ich damals auch zum ersten Mal auf radioeins gehört. Toller Sender, da merkt man auch erst so richtig was man drann hat, wenn mans nicht mehr hat. Egal, jedenfalls ist “Take Me Out” ein klasse Lied. Franz Ferdinand haben 2004 eine erneute Welle britischer Bands los getreten und bestimmten die Rockmusik der nächsten Jahre. Endlich wurde wieder Offbeat prozessiert und Rock hatte wieder was mit Kunst zu tun. Ein Genuss, diese Band.

Und “Take Me Out” ist einfach die Quintessenz ihrer Musik. Ein Lied ohne Refrain, dafür mit viel Drang in die Beine zu gehen. I say… take me out.

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Jack Penate – Second, Minute or Hour (2006)

Eigentlich wollte ich erst was von den Editors nehmen, aber dann fiel mir ein, dass ich für Jack Penate schon seit Ewigkeiten auf et-jeht-so Werbung mache und wieso  nicht auch hier? Mein Song des Jahrzehnts Second, Minute or Hour von Jack Penate. Ich mag das Lied einfach und kann es immer und immer wieder hören.

The Postal Service- Such great Heights (2003)

Ich hab lange hin und her überlegt und habe mich dann für the postal service mit Such great  heights entschieden. Bei diesem Lied kann ich nicht ruhig sitzen bleiben und muss lauthals mitsingen und mitwippen.

The Real Slim Shady – Eminem (2000)

Yo, yo, yo. Fetta Song, Alta. Voll digge.

Kultur

Die besten Alben des Jahrzehnts

Kommen wir im zweiten Teil unserer Hitliste des letztens Jahrzents zu dem was wirklich wichtig ist. Musik.
Während man streitet sich noch, ob das Album nicht in der letzten Dekade als Kunstform gestorben sei, erzählen unsere Autoren von ihrer bedeutendsten Stücken. Ha ha… ha… äh…

Kommen wir, im zweiten Teil unserer Hitliste des letztens Jahrzehnts, nun zu dem was wirklich wichtig ist. Musik.

Während man sich noch streitet, ob das Album als Kunstform nicht in der letzten Dekade gestorben sei, erzählen unsere Autoren von ihren bedeutendsten Stücken. Ha ha… ha… äh…

The Strokes – Is This It (2001)

Die Strokes waren der erste große Hype der Dekade. Ihr Debüt “Is This It” wurde von den meisten Kritikern und Medien gefeiert. Die fünf Jungs aus New York hätten den Rock’n'Roll neu erfunden, hieß es. Ich weiß nicht. Ich hatte damals noch viel zu wenig Ahnung von Musik, um das beurteilen zu können. Ich mochte den Sound einfach – die schrammelnden Gitarren, der antreibende Bass, die übersteuerte Stimme Julian Casablancas und dazu die nie zu kitschig wirkenden Melodien. Die Musik hat einen unglaublichen Coolness-Faktor, was wunderbar zu einem pubertieren Teenager, wie mir damals, passte. Das ist der Soundtrack meiner Pubertät sozusagen. Wir waren jung, träumten von der großen weiten Welt, feierten, tanzten, waren manchmal depressiv und hörten die Strokes. Ja, so oder ähnlich muss es gewesen sein.


The Strokes – Someday (Official Music Video)Watch more amazing videos here

Coldplay – A Rush of Blood to the Head (2002)

Mich als Musikautisten danach zu fragen, was denn das Album des Jahrzehnts sei, grenzt eigentlich fast schon an Idiotie. Die vergangene Dekade ist musikalisch tatsächlich komplett an mir vorbeigerauscht, ohne dass ich große Lust verspürt hätte, tiefer in die Materie einzutauchen – getreu dem Motto: Musik ist das, was aus den Lautsprechern von Aufzügen kommt, ohne, entscheide ich mich für Coldplays zweites Album A Rush of Blood to the Head. Dieses Album verbinde ich mit seinem eingängigen Sound und durchdachten Texten einfach mit dem Lebensgefühl der ersten Jahre dieses jungen Jahrtausends. Abgesehen davon kann ich Songs wie Clocks, Warning Sign, In My Place, The Scientist oder God Put A Smile Upon Your Face immer noch hören ohne, dass sie mir auf den Sack gehen.

Queens Of The Stone Age – Songs For The Deaf (2002)

Der vorläufige Höhepunkt des Schaffens der Queens of the Stone Age. Ein Album wie Schlag ins Gesicht. Umwerfend, irgendwie fragil und in der Nachbetrachtung wunderbar verklärend. Ohne Frage legten die Queens hier eines der besten Alben der Rockgeschichte vor.

Die Idee eines Albums welches den Hörer auf eine Autofahrt mit wechselnden Radiosendern, inklusive An- und Abmoderationen, mitnimmt,  ist einfach wie genial. Dementsprechend abwechslungreich gestaltet sich dann auch das Album. Lieder mit Wahnsinns Drive gehen einher mit ruhigen Stücken zum abschalten. Eben genau das was man auf einer längeren Autofahrt braucht und so wunder es auch nicht, dass dieses Album mit meinem CD-Player im Auto schon fast verheiratet ist.

Ganz einfach verdammt geiler Rock’n'Roll.

Arctic Monkeys  – Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not (2006)

Nachdem ich zur Jahrtausendwende die Backstreet Boys hinter mich gelassen hatte, wurde mein Musikgeschmack im letzten Jahrzehnt deutlich rockiger. Bloß Rammstein und Foo Fighters auf Dauer macht auch nicht so recht Spaß. Irgendwann entdeckte ich dann Brit-Pop/Rock für mich. Lässig und tanzbar.  Und aus den ganzen Jahren ist Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not einfach das Beste.

Eine CD voller fetter, lustiger und tanzbarer Stimmungs-Ohrwürmer. Wer hier nicht feiert ist doch selber schuld!

The Arcade Fire – Funeral (2004)

Bei mir ist es so, dass ich Musik die mir sehr gefällt tagelang hintereinander weg höre, bis sich meine Ohren dran gewöhnt und einschlafen und ganz taub werden. Dann frage ich mich manchmal warum ich es eigentlich am Anfang so toll fand und muss ein paar Monate/Jahre warten bis ich sie wieder Interessant finde. Bei “Funeral” (2004) von Arcade Fire ist das anders. 10 Millionen mal habe ich das Album ungefähr gehört und meine Ohren kommen noch immer nicht klar damit. Von den Instrumenten bis zu den Texten ist es ein melancholisches, sehr vielseitges und abwechslungsreiches Album, oft klingt es schräg und doch passt alles zusammen, alles scheint Sinn zu machen. Und wenn man auferksam die Texte hört wird aus abstrakter Wortmalerei irgendwie intelligente Metaphorik die interessante Bilder durch die Ohren ins Hirn projiziert.

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