Leben

WM-Tipp: Wie werde ich meine Frau los?

Frauen können ja mit Fußball soviel anfangen, wie Männer mit Kochlöffel und Staubsauger. Viel mehr eigentlich noch: Frauen schaffen es immer wieder, Männern das gesellige Fußball-Gucken zu vergrämen. Man sitzt dann beispielsweise mit fünf oder sechs Freunden gebannt vorm Fernseher, die Luft knistert vor Spannung, die Distanz zum Tor wird durch brillante Ballstafetten immer geringer, der Stürmer setzt zum Schuss an und plötzlich steht die Silhouette der Frau vorm Fernseher: “Will noch jemand Dip zu seinen Karottenstückchen?”

Verwirrt blicken sich die schwitzenden und unrasierten Männer in ihren speckigen Trikots an. Der Blick wandert danach kollektiv auf den Tisch, wo tatsächlich ein unangetastetes Salatbuffet aufgebaut ist und das Bierfass optisch umrahmt.

Frauen, so will es die Legende, sollten bei Fußballübertragungen irgendwo ganz weit weg sein. Kein Mensch möchte schließlich über die Farbe der Trikots (“Also die Kombi macht den aber ganz schön Fett”) oder die Frisuren der Spieler diskutieren (“Vokuhila! Kommt der aus den 90ern?!!”). Was also tun, wenn die Freundin/Frau/Geliebte mal wieder partout nicht aus der Wohnung verschwinden möchte, damit Mann einfach in Ruhe Fußball sehen kann?!

Clevere Männer finden für solche Fälle Hilfe in der Zeitung, genauer in der WM-Beilage der Märkischen Allgemeine. Passend zum Thema Fußball werden hier zu fußballfreundlichen Zeiten (nämlich am Samstag) KFZ-Kurse für Frauen beworben. Schön mit Sektfrühstück und fachkundiger Unterstützung einer KFZ-Meisterin.

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Eine sehr clevere Idee der Autowerkstatt, wie ich finde, also nicht nur die Idee, das in der WM-Beilage zu veröffentlichen. Das Thema KFZ verstehen Männer nämlich ohne Probleme und diesen Wink mit dem Zaunpfahl sogar ohne größere kognitive Anstrengungen. Männer, so die simple Botschaft können damit ungestört Fußball gucken und Frauen arbeiten Stück für Stück an der Übernahme der Weltherrschaft – und alle sind auf ihre Weise glücklich. Die WM kann also kommen…

Kultur, Leute

Where’s Rob?

Ein ziemlich interessantes Experiment von Improv Everywhere, einer New Yorker Gruppe, die ziemlich schräge Sachen in der Öffentlichkeit inszeniert und schaut, wie die Passanten reagieren. Das Schöne ist: Sie filmen sich dabei und stellen das Ergebnis ins Internet.

So auch in “Where’s Rob?”, in der zwei Freunde ein Basketballspiel ansehen wollen. Der eine Freund Rob geht beim Bierholen irgendwie verloren und findet den Weg zurück zu seinem Platz nicht mehr. Der zurückgebliebene Freund sieht ihn aber glücklicherweise auf der anderen Seite der Arena und ruft einfach mal “Roooob!”. Was dann passiert, ist ziemlich interessant, aber seht selbst:

Virales “Marketing” at its best würde ich mal sagen. Da frage ich mich doch, wie lange es wohl dauert, bis die erste Werbeagentur genau diesen psychologisch und soziologisch hoch interessanten Herdentrieb von Fans in Stadien nutzen wird, um ihre Botschaft an den Mann bzw. die Frau zu bringen.

Weitere zum Teil wirklich grandiose Videos gibts auf dem YouTube-Channel von Improv Everywhere.

Leben

Werbung

Nur noch wenige Tage bis zur Fußball- Weltmeisterschaft in Südafrika und es wird wieder Zeit für nervige und dumme Fußball Werbung. Ich habe das Gefühl, dass so gut wie jeder Spot sich Fußball zum Thema genommen hat. Ich kann es ja verstehen, wenn Sportartikelhersteller wie Adidas und Nike sich die WM zum Gegenstand machen, aber warum um himmels willen müssen Elektronikfachmärkte, Kreditinstitute, Lebensmittelhersteller und sogar Klebstoff mit Fußballern werben? Pepsi, Coca Cola, duplo, Nutella, Mc Donalds, Visa, Krombacher und Hasseröder sind nur einige die mir spontan einfallen, hinzu kommen noch diverse Autohersteller.

Marko Marin wirbt mit „Nur Pattex klebt stärker als der Ball an meinem Fuß“

Miro (!!!) Klose wirbt mit „Zum Glück gibt’s Expert“

Herr Schweinsteiger wirbt mit „Bifi muss mit!“

Jogi Löw, erklärt mit Nivea Produkten seine Taktiken und wird nur von Ballack übertroffen,  denn der wirbt für fast alles und jeden.

Geht’s noch? Wo soll das noch hinführen, können Fußballspieler nicht einfach nur Fußball spielen?

Kultur, Netz

Nike: Steppen war gestern

Nike macht zwar inzwischen ziemlich hässliche Schuhe aber dafür bewirbt sie diese mit sehr kreativen Methoden. Im japanische Spot Nike Music Shoe werden die Botten einfach mal in Musikinstrumente umfunktioniert und damit munter musiziert.

Das Ganze ist übrigens kein Werbefake, die Schuhe sind tatsächlich mit Sensoren ausgestattet und funktionieren wie gezeigt – hier das Making-Of dazu. Verantwortlich für die Kampagne ist W+KTokyo unter Mitwirkung der Elektronik-Kapelle Haifana.

Eine brillante Kamagne, die mir endlich gezeigt hat, wozu Nike-Schuhe überhaupt gut sind. Schade das am Ende des Spots noch mal darauf hingewiesen wird, dass man mit den Schuhen normalerweise keine Musik machen kann…

Leben, Netz

Sonntagslese (#61)

+++ Geschichten aus den Geek-Tagen des Internets: How I Met Your Motherboard +++ Sonntagslese auf Reisen: anderer Blog, nicht am Sonntag +++ A propos Reisen: Das ist doch mal eine interessante Destination +++ Ökologisch gesehen war das mit dem Vulkanausbruch auf Island ja mal ein voller Erfolg +++ Typisch Amerika: Öko-Terrorismus als Geschäftsmodell +++ Wie jeder selbst Saat-Bomben herstellen kann (diesmal funktioniert der Link auch) +++ Wie man Graffiti automatisieren könnte: Der Fassaden-Drucker +++ Gideon hat anlässlich des baldigen Endes von Lost einfach mal für alle Folgen ein Filmplakat entworfen +++ Mind Blowing I: Pi = Pie +++ Mind Blowing II:  Ein 30-Sekunden-Raketenstart in 8 Minuten erklärt +++ Smoke Blowing: Sehr gute Anti-Raucher-Werbekampagnen +++ Das Leben ist kein Spiel, es ist harter Kampf. Spielen wir ne Runde Leben! +++ Das Leben ist doch ein Spiel, sagt jedenfalls Moby in seinem neuen Musikvideo +++ Zum Schluss noch ein bisschen Boulevard: Erstaunliche Fotos von Prominenten +++

Netz

Sonntagslese (#58)

+++ Spätestens im fünften Level bekommt ihr hiervon einen Drehwurm+++ Mhhhh, Nationalflaggen… lecker +++ Was hat das mit Wissenschaft zu tun? Keine Ahnung, ist aber cool +++ Und wieder kommt der Neid hoch: Warum haben wir hier nicht so coole Werbung? +++ Anleitungen für Bombenbauer gibts ja zu Hauf, aber seltener für Ökoterroristen +++ Unsere Erde ist nicht gerade entspannt, die bebt ganz schön oft +++ Wat, wie ist das Wetter? Für absolute Nerds, hier das Star Wars-Wetter +++ Warum die Natur, Kaninchen hervorgebracht hat+++ Hier noch was für Peter, damit der endlich mal wieder Fotos macht +++ Für Menschen, die in kleinen Wohnungen leben und trotzdem Sport treiben wollen +++ Und zum Schluss noch mal die ganze Gegensätzlichkeit der Fotografie… +++

Netz

Sonntagslese (#56)

+++ Hier mal was ganz Primitives zum Einstieg +++ Danach gleich mal was mit Anspruch: Ein philosophisches Flashspiel – denkt mal drüber nach +++ Allgemein begegnet man philosophischen ja einfach Fragen überall: Zum Beispiel beim Wandern - einfach so +++ Um wieder etwas runterzukommen ein paar brillante Photoshop-Manipulationen +++ Jetzt sind wir bereit für neuen Input: Für Menschen, denen es an Schlagfertigkeit mangelt, sollte sich diese Seite als hilfreich erweisen +++ Faulenzer, die am Sonntag einfach nichts lernen wollen, hier ein paar Spiele mit denen eure Zeit totschlagen könnt +++ Echte Zeitkiller sind auch Social-Networks, wie man dort glänzen kann, zeigt dieses Video +++ Für Leute die vor lauter freier Zeit eine Zeitmaschine gebaut haben, hier ein nützliches Schild, dass ihr draufkleben solltet +++ Zu viel Zeit hatten wohl auch die Eltern von diesem Kind: Ich finds allerdings ziemlich pervers +++ Aber was letztlich pervers ist, das liegt im Grune immer im Auge des Betrachters +++ Das Produkt hier wird aber der Großteil der Menschen tatsächlich pervers finden, dabei fängt das Video eigentlich ganz nett an… +++

Netz

Facebook – Die Zukunft der Werbung?

In Facebook Werbung zu schalten ist unglaublich einfach. Mit wenigen Klicks lassen sich günstige Anzeigen oder teuere Kampagnen generieren. Werbetext eingegeben, Bild hochgeladen, Zielgruppe ausgewählt und ab geht die Post – was man bei solch einfachen Systemen vergisst, ist die Qualität.

Deswegen hat Facebook umfangreiche Richtlinien aufgestellt, die verhindern sollen, dass allzu marktschreierische Werbung neben den Nutzerprofilen angezeigt wird. Und da Richtlinien da sind, um gebrochen zu werden, wird die Anzeige erst gestartet, wenn Facebook sie überprüft und freigegeben hat.

Jetzt frage ich mich allerdings, wie trotz einer Qualitätskontrolle so eine kryptische Bauernfängerwerbung freigegeben werden konnte?

Übersetzungsprobleme sollten nicht schuld daran sein, schließlich ist Facebook gerade auch deshalb seit Neustem in Deutschland vertreten. In Anbetracht der Tatsache, dass ziemlich viele Vollpfosten in Facebook unterwegs sind, sind solche Werbeanzeigen höchst bedenklich. Diesen Medieninkompetenten fallen wahrscheinlich nicht mal die Rechtschreibfehler auf. Hier muss Facebook unbedingt nachbessern, in Deutschland ist schließlich nie der dumme Nutzer schuld, sondern immer der Anbieter …

Leben

Sonntagslese (#51)

+++ Spiel nicht mit deinem Essen! Doch mach mal, vielleicht kommt ja dabei so was tolles raus+++ Paul McCartney war schon immer ein Mann der klaren Worte +++ Wer noch nicht genug vom Schnee hat, kann sich hier seine ganz persönliche Schneeflocke designen und sie schneien lassen +++ Besser spät als nie: Warum ein Japaner 54 Jahr für einen Marathon brauchte +++ Ach waren das noch Zeiten als Star Wars noch cool war: Schöne Bilder aus der Zeit +++ Was wäre, wenn Hip-Hop von weißen Hinterwäldlern Erfunden worden wäre? Dann würden Hip-Hop-Videos wohl so aussehen +++ Was genau zeichnet eigentlich die Twilight-Saga aus? Hier ist die Antwort +++ Noch gesünder kann ein Kalender glaube ich nicht sein – geniale Werbung +++ Buffalo buffalo Buffalo buffalo buffalo buffalo Buffalo buffalo. Das ist ein grammatikalisch korrekter Satz -wirklich! +++

Netz

Die besten Apfelstücke

Als Yael Naim Anfang 2008 mit charmantem französischen Akzent das MacBook Air in einem Werbespot besang, wurde wohl auch dem letzten Nicht-Nerd klar, dass Apple-Werbung ein echtes Sprungbrett für Künstler sein konnte.

Denn die Jungs und Mädels aus Cupertino können seit Jahr und Tag nicht nur gute Produkte designen sondern auch perfekt vermarkten. Wie kein anderes Unternehmen verbindet Apple Produkt und Musik zu einer perfekten Hype-Symbiose, die den Nerv der kaufwilligen Zielgruppe trifft.

Doch Yael Naim war nicht der Beginn, sondern ein Höhepunkt der Apple Musik-Kampagne. Der iPod, Apples Milchkuh, wird logischerweise schon immer mit Musik beworben und das auch immer sehr kreativ.
Zeit für mich mal die Highlights von Apples iPod-Commercials zu küren. Das gestaltet sich als gar nicht so leicht, denn die MP3-Player wurden seit dem erscheinen des iPods 2001 mit bisher 43 Songs beworben.

Ich hab mir trotzdem alle noch mal angehört und auch wenn nicht alle hier bei uns in Deutschland liefen, hier meine Top5 er besten iPod-Werbe-Songs:
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