…hier mal die 100 erfolgreichsten YouTube-Videos (der USA) in vier Minuten komprimiert. Kann ja nicht jeder die den ganzen Tag im Web surfen.
…hier mal die 100 erfolgreichsten YouTube-Videos (der USA) in vier Minuten komprimiert. Kann ja nicht jeder die den ganzen Tag im Web surfen.
Die Bundestagswahl rückt immer näher und so macht sich das ZDF nochmal auf, um auf Youtube seinen “Openreichstag” zu bewerben. Hat bei mir funktioniert – ich hab tatsächlich auf das von mir mitfinanzierte Banner geklickt und besagten Openreichstag-Kanal betreten…
…und schon begrüßt mich die sonst so unterkühlte Marietta Slomka mit einem warmen Lächeln und den Worten: “Hallo, mein Name ist Marietta Slomka und ich moderiere das ZDFheute-journal…”
Danke, Frau Slomka! Ich hätte Sie fast nicht erkannt. Denn ich als Web2.0-User bilde mich grundsätzlich nicht politisch, schaue keine öffentlich-rechtlichen Sender und frage mich schon nach drei Sekunden, ob in Ihrem Video unvermittelt Rick Astley auftauchen wird.
Ganz ehrlich: Diese Ansprache zeigt was das ZDF von Webusern denkt – politisch ungebildete Nerds/Kinder, die mehr oder weniger nach Sendung-mit-der-Maus-Manier an das große Thema Politik herangeführt werden müssen, bevor sie sich wieder ihren Killerspielen widmen.
Allein die lustige KinderComic-Schrift mit den gekritzelten Buchstaben… Und dazu noch ein crazy schräg eingefügtes Youtube-Logo… Wow, ZDF, du hast dich selbst übertroffen in Sachen Zielgruppenansprache.
Warum habt Ihr den Channel nicht gleich “MyReichstag” genannt oder “iReichstag”? Und wo ist eigentlich Lobo? Ich seh da noch viel Verbesserungspotential…
Es mag jetzt etwas einseitig erscheinen, dass ich überhaupt nicht auf die Inhalte des Channels eingehe, aber darauf vergeht mir schon nach den ersten Sekunden die Lust. Man stelle sich mal vor Steffen Seibert, Claus Kleber und wie sie alle heißen, würden sich im Heute-Journal zu allererst mal vorstellen. Die Zuschauer kämen sich verarscht vor. Weil Sie wissen, wen Sie vor sich haben. Weil Sie Nachrichten schauen. Weil sie politisch interessiert und gebildet sind. Alleine dieser erste Satz von Frau Slomka zeigt, dass das ZDF Webuser im Allgemeinen und Youtube-User im Speziellen für politisch Zurückgebliebene auf dem Stand von Zwölfjährigen hält.
Und wenn eine politische Diskussion, liebes ZDF, nicht auf Augenhöhe erwünscht ist, dann verzichte ich gerne darauf. Alibi-Nachfragen, wie es um meinen Ausbildungsplatz steht, da ich ja vermutlich der Generation Praktikum angehöre, brauche ich nicht. Und darum sag ich Dir, ZDF, auf gut-web-deutsch:
Du bistn Noob

Das ist doch mal eine echt kreative Art, sich im Web zu präsentieren. Storytelling + kreative Umsetzung + virale Verbreitungsmöglichkeiten = ziemlich cool…
YouTube ist etwas ganz tolles und das tollste sind die Kommentare dort. Ich könnte stunden damit verbringen diese zu lesen. Manchmal sind echte Perlen darunter. Und Die möchte ich hier nun gelegentlich zitieren.
Und so schreibt CivAnno1602 zu Kutzops verschossenen Elfmeter, der in der Saison 85/86 für Bremen die Meisterschaft bedeutet hätte, wäre er nur reingegangen:
Erinnert mich 1986 Werder-Bremen 0:0.(damals ich als Jungendliche)Aber ich bin nicht werder-Fans.sondern ich gegen Bayern gehasst.Ich drücke Daumen für Werder.Ich sehe Fernsehen Sportschau(ZDF).Nach Elfmeter verschossen,ich war fast ohmächtig.später 4 Tag wieder Bayern Meister.Wie Krieg der Sterne-Film.
“Wie Krieg der Sterne-Film”. Treffender kann man es nicht formulieren.
Huch, jetzt ist es mir ganz durchgerutscht. Gestern vor vier Jahren wurde Youtube gegründet.
Kann sich, von den älteren, noch jemand an die Zeit erinnern, als es noch kein Youtube gab? Was haben wir alle mit unser ganzen Zeit denn angefangen? Und was stand den auf den vielen Blogs? Oder gabes die damals noch gar nicht? Ich will mir unser Blog gar nicht ohne die vielen bunten Filmchen vorstellen. Schrecklich.
Buzze, erzähl doch mal. Wie war das damals, als es nur das Internet gab?
Livesendungen sind wahnsinnig teuer, dass weiß jeder der die Produktionskosten von Wetten dass…? oder Sportsendungen kennt. Kein Wunder, dass viele große Liveübertragungen mit Hilfe von Eurovision übertragen werden. In Zeiten des Web2.0 ist das aber sowas von Retro, dass sich YouTube überlegt hat, mal ein wenig zu experimentieren.
Am 22. November gibt es auf youtube.com/live den ersten Versuch der größten Videoplattform des Internets Liveübertragungen zu broadcasten. Der Sendungsinhalt lässt sich wohl am ehesten mit “Ein Kessel Buntes auf Speed” beschreiben. Bekannte Musiker, Sportler und andere Größen des Showbiz werden auftreten, Mythbusters wird wohl ein Liveexperiment durchführen und garniert wird das ganze mit den kultigsten Clips der YouTube-Geschichte. Zusätzlich wird ein Blick hinter die Kulissen von YouTube geworfen.
So ganz aus Jux wird die Veranstaltung allerdings nicht abgehalten, die Riesenparty soll das Spotlight auf YouTube Live werfen und zeigen, was mit der hauseigenen Livestreaming-Software alles möglich ist. Vor allem möchte man gegen USTREAM.TV punkten, die in Sachen Livestream schon ordentlich vorgelegt haben und inzwischen der Quasistandard für illegale Fußballübertragungen gilt.
Richtig billig sind diese Streams aber auch für YouTube nicht. Wenn nur 10% er User das Live-Event sehen würden, dann würden diese schon 20-25% mehr Traffic verursachen. Kein Wunder also, dass auf dem Live-Portal jede Menge Sponsoren prangern.
Trotzdem: Eine interessante Entwicklung, die Potenzial hat. Wer weiß, vielleicht sehen wir bald Wetten dass…? oder Schlag den Raab bei YouTube.
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